5 Saisonale Muster im Dezember

Saisonales Trading im Dezember

In diesem Artikel schauen wir uns 5 saisonale Muster im Dezember an.

Die saisonalen Trends im November haben sich zum Großteil bestätigt.

Die Unsicherheiten in Bezug auf die Omicron-Variante haben dann allerdings alles auf den Kopf gestellt.

Die Situation könnte auch im Dezember dafür sorgen, dass sich die klassischen saisonalen Trends nicht alle bestätigen.

Aus diesem Grund solltest du die Entwicklungen weiterhin im Blick haben und eventuell Absicherungsmaßnahmen für deine Trades treffen.

Nichts desto trotz stelle ich dir im Folgenden die saisonalen Muster im Dezember vor.

Aktien moderat im positiven Bereich  

Der S&P 500 ist im Dezember seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 0,55 % gestiegen, was ihn zum sechstbesten Monat macht.

Das ist nicht ganz die Weihnachts-Rallye, die uns oft suggeriert wird.

Bemerkenswert ist jedoch, dass er in 14 von 20 Jahren gestiegen ist.

Der Nikkei und der FTSE 100 tendiert dazu, etwas besser abzuschneiden als die US-Indizes.

USD-Schwäche

Der FED-Vorsitzende Jerome Powell überraschte mit seinen Aussagen den Markt zuletzt und stützte den US-Dollar. Jedoch ist diese Bewegung überraschenderweise wieder abgeklungen.  

Vielleicht ist das ein Zeichen für die Kapitalflüsse zum Monatsende (Month-End-Flow) oder ein Vorgeschmack auf die kommenden Rückführungsströme zum Jahresende.

Der Dollar-Index ist im Dezember seit vier Jahren in Folge gesunken und es ist der schlechteste Monat für den DXY in den letzten 20 Jahren.

Euro-Stärke

Angesichts der Schwäche des DXY ist dies keine Überraschung.

Der Dezember ist trotzdem mit Abstand der beste Monat für den Euro, obwohl die technischen und fundamentalen Daten momentan noch nicht so gut aussehen.

Der durchschnittliche Anstieg des Euro seit dem Jahr 2000 beträgt 1,53 %.

NZD-Stärke

Der Dezember ist für das Währungspaar NZD/USD in den letzten zwei Jahrzehnten mit einem durchschnittlichen Gewinn von 1,86 % bei weitem der beste Monat des Jahres.

Offensichtlich hängt viel von der Omicron-Variante ab, aber die saisonalen Daten sind prinzipiell stark.

Technisch gesehen haben wir noch keinen Schlusskurs unter den Tiefstständen vom August gesehen. Dies ist ein gutes Zeichen für die weitere Kursentwicklung des NZD.   

Erdgas fällt

Die Monate Dezember, Januar und Februar sind in der Regel schlechte Monate für den Erdgas-Preis.

Der Markt scheint in jeden Winter durch die Angst vor der Kälte getrieben zu werden. Dann scheint er jedoch wieder aufzuatmen, wenn die Kälte doch nicht kommt.  

In diesem Jahr gibt es hingegen immer mehr Gerüchte, dass die USA Mitte Dezember von kaltem Wetter heimgesucht werden könnte.

Die Kehrseite des Energiehandels ist, dass im Januar eine starke saisonale Periode für den Ölpreis beginnt.

Ein Rücksetzer des Ölpreis könnte also als Einstiegschance genutzt werden.

Gold Comeback?

Der Goldpreis befindet sich momentan auf dem tiefsten Stand seit dem 1. November.

Immerhin konnte das November-Tief zunächst gehalten werden.

Es besteht die Chance, dass die aktuelle Covid-Situation zu einer längerfristigen expansiven Geldpolitik der Zentralbanken und mehr Steuerausgaben führt. Dies sollte dem Goldpreis Rückenwind verleihen.

Der Zeitraum von Januar bis Februar ist saisonal extrem stark für Gold.

Saisonale Trading Strategien eignen sich auch gut für Swingtrader.

Allerdings ist auch dieser Handelsansatz keine Garantie für Gewinne.

Wer im FX Markt handelt, sollte zudem auf mögliche Finanzierungskosten (oder eben Gutschriften) achten, die bei dem jeweiligen Trade und der Haltedauer von mehreren Wochen, anfallen können.

Die Info, ob du über Nacht mit Zinsen belastet wirst, oder diese gutgeschrieben bekommst, erfährst du bei deinem Broker, wenn du das jeweilige FX Paar anklickst.

Bis bald und Gute Trades!

Lukas

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Lukas Godau

Lukas Godau

Lukas ist Analyst bei TradingFreaks. Er erstellt Artikel zu allen relevanten Tradingthemen sowie tägliche Watchlists mit Trade Ideen für das Trading Team, wovon auch die Mitglieder des Top Trader Programms profitieren.

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