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Flatex Broker: Test, Erfahrungen, Kosten und Tipps

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Du interessierst dich für Börsenhandel oder Trading beim Flatex Broker? Dann achte auf unsere Hinweise und Erfahrungen.

(Wichtig: Wir bekommen KEINE Affiliate-Provision von flatex, dies ist ein neutraler Bericht!)

 

Zum Start einer erfolgreichen Trading-Karriere, gehört auch die Wahl des richtigen Broker.

Hier gilt es allerdings auf einiges zu achten und vor allem Anfänger verlieren oft den Überblick im Broker – Dschungel.

Wichtige Fragen bei der Brokerwahl, lauten:

  • Wie sieht es mit der Regulierung aus?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • Wie verhält es sich mit dem Handling und der Handelssoftware?

Auf diese und weitere Fragen, werde ich in diesem Artikel eingehen. Im heutigen Beispiel schauen wir uns den deutschen Broker flatex an.

 

Über flatex

Gegründet wurde flatex bereits 2006 und hat seit dem, laut eigenen Angaben, einige Entwicklungsschritte durchlebt. Unter der Vision „einfach, besser, handeln“ sollten vor allem im Bereich der Übersicht, Verständlichkeit und des Angebots, Verbesserungen durchgeführt werden.

Mittlerweile hat das Unternehmen über 300.000 Kunden und einen Marktanteil von fast 25% in Deutschland.

An unabhängigen Auszeichnungen fehlt es dem Broker auch nicht. Besonders hervorzuheben ist die Auszeichnung vom Wirtschaftsmagazin „Handelsblatt“ zum „Besten Online Broker“, das sechste mal in Folge.

flatex schreibt, dass sie sich auf private Trader und Anleger spezialisieren, die bereits eigenverantwortlich Handeln. Die Beratung gehört hier nicht zum Kerngeschäft.

 

Regulierung

flatex hat seinen Sitz in Kulmbach (Deutschland), während die dafür zuständige flatex Bank AG in Frankfurt am Main (Deutschland) ansässig ist. Außerdem ist es ein eingetragenes Unternehmen im Handelsregister, sowie bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Auch bei flatex, greift im Krisenfall, die europäische Einlagensicherung. Hierbei sind Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000€ je Einleger vollständig abgedeckt. Bei der Herausgabe von Wertpapieren ist der Entschädigungsanspruch auf 90% der Verbindlichkeiten und den Gegenwert von 20.000€ begrenzt.

 

Handelsmöglichkeiten und Finanzprodukte

Das Angebot der Finanzprodukte bei flatex ist riesig und lässt für die Kunden, kaum Wünsche übrig.

Zunächst einmal, besteht die Möglichkeit des direkten börslichen Handel. Hierfür stehen internationale und europäische Börsenplätze zur Verfügung. Von klassischen Aktien und Anleihen, bis hin zu Optionsscheinen und Zertifikaten, ist alles dabei.

Des Weiteren, kann man auch den außerbörslichen Handel in Anspruch nehmen. Dafür werden die Wertpapiergeschäfte direkt mit dem Emittenten und nicht an der Börse selbst abgewickelt. Zur Auswahl stehen 17 renommierte Handelspartner. Darunter bekannte Namen wie Goldman Sachs, J.P Morgan oder die Deutsche Bank.

Für Trader ist der CFD–Handel wahrscheinlich mit am interessantesten. Die Basiswerte wie Aktien, Währungen (Forex), Indizes und Rohstoffe, sollten zum Großteil die Bedürfnisse der Trader decken. Für die besonders Risikohungrigen stehen sogar Bitcoin–Zertifikate zur Verfügung.

flatex stellt auch ein kostenfreies Demo–Konto für CFD‘s zur Verfügung. In diesem, kann man sich schon mal mit den verschieden Handelsmöglichkeiten und Tools, vertraut machen.

Perfekt abgerundet wird das Angebot, durch die Investitionsmöglichkeiten in Fonds und ETF’s. Entweder wählt man die Einmalanlage oder die nutzt die Funktion des Sparplans.

Ganz egal ob Daytrader mit kurzfristigem Handelsansatz oder Privatanleger, der mit Hilfe von „Buy and Hold“, für seine Zukunft vorsorgen möchte. Bei flatex ist für jeden etwas dabei.

 

Gilt die Pattern Daytrading Regel bei flatex für deutsche Trader?

Die Pattern Daytrade Rule (PDT) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Regel aus den USA (NYSE und FINRA), die Kleinanleger schützen soll. So dürfen dort bei Konten < 25.000 USD Trader maximal 3 Daytrades pro Woche durchführen.

Wir haben bei flatex nachgefragt, ob deutsche Trader von dieser Regel beim Handel von klassischen US Aktien betroffen sind:

Hier die Antwort vom flatex-Kundenservice im Juli 2020:

„..vielen Dank für Ihre Nachricht.

Für das Daytrading mit US Aktien ist bei uns keine Einzahlung über mindestens 25.000,00 EUR erforderlich.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr flatex Team
Banking Center…“

Damit können auch klassische Aktien für das kurzfristige Daytrading genutzt werden, was im Hinblick auf die steuerlichen Änderungen 2021 durchaus wichtig ist.

Mehr zu diesem Thema findest du hier in diesem Video.

 

Gebühren und Kosten

Zunächst einmal, verhängt flatex keine Kontogebühren. Dies gilt auch für Fremdwährungskonten. Allerdings wird für das Wertpapierdepot eine Gebühr von ungefähr 0,1% pro Jahr fällig, bezogen auf den Depotwert.

Ein weiterer Minuspunkt ist die Einführung von Negativzinsen. Diese liegen bei -0,5% jährlich. Vor dem Hintergrund der geldpolitischen Situation in der EU, scheint dies aber vermutlich bald zum Alltag zu gehören. So haben auch schon andere europäische Banken Negativzinsen eingeführt.

Die Standard–Ordergebühr für börslichen, sowie außerbörslichen Handel liegt (aktuell) bei 5,90€ pro Transaktion. Hiermit ist flatex Spitzenreiter im deutschsprachigen Raum. Im Bezug auf die Gebühren gibt es allerdings noch einige Unterschiede.

Wählt man beispielsweise den Handel von Hebelprodukten, Optionsscheinen oder Zertifikaten bei einem der Premiumpartner, wird die Ordergebühr noch einmal deutlich gesenkt. Über Goldman Sachs zahlt man sage und schreibe 0€ Ordergebühr! Die anderen Premiumpartner sind mit einer Gebühr von 1,90€ bis 3,90€ auch sehr erschwinglich.

Die Ordergebühr für die Einmalanlage in ETF’s liegt bei 3,80€. Die Sparpläne gibt es schon für 1,50€ pro Ausführung. Außerdem gibt es 250 kostenlose ETF – Sparpläne zur Auswahl.

Anzumerken ist auch die Aktion für Neukunden. Hierbei verringert sich die Ordergebühr von 5,90€ auf 3,80€. Das Angebot gilt allerdings nur für 6 Monate.

 

Die Gebührenstruktur für den CFD – Handel bringt einige Unterschiede mit sich. So sind CFD’s für Währungen (Forex), Indizes, Rohstoffen und Edelmetallen, kostenfrei. Bei Aktien – CFD’s fallen 0,05% Ordergebühr an.

Diese wird anhand des gehebelten Handelsvolumen berechnet. Sie liegt jedoch bei mindestens 5€. Die Finanzierungskosten für Trades, die über den Handelsschluss hinausgehen (Overnight) liegen bei 3,5%. Somit eignet sich der Handel von CFD’s für Swingtrader, mit längerfristigem Ansatz, eher weniger.

Achtung: Der Spread der CFD’s ist nicht fest und variiert.

 

Beispielrechnung für Aktien und CFDs bei flatex

Hier eine Beispielrechnung für ein Handelskonto mit 10.000€ Kapital und kurzfristigem Handelsansatz für Aktien (Daytrading/Scalping):

Voraussetzungen:

  • Ungefähr 12 Trades pro Monat
  • durchschnittliches Chance – Risiko -Verhältnis von 1:1
  • durchschnittliches Gewinnziel von 1%
  • Trefferquote von 70%

 

Beim Handeln von klassischen Aktien:

Gebühren pro Trade: 11,8€ + ~4€ Fremdspesen

12 x 15,80€  ~ 190€

8 positive Trades – 4 negative Trades = 4 Gewinn – Trades pro Monat

10.000€ x 1% = 100€ x 4 = 400€

400€ – 190€ = 210€

 

Beim Handel von Aktien CFD’s:

Gebühren pro Trade: 10€ (2x 5,00€)

12 x 10€ = 120€

8 positive Trades – 4 negative Trades = 4 Gewinn – Trades pro Monat

10.000€ x 1% = 100€ x 4 = 400€

400€ – 120€ = 280€

Hinweis: Die Spreads für CFD‘s sind nicht mit einberechnet! Die Kurse für CFDs werden von der Investmentbank Societé Generale gestellt.

Flatex CFD Demo Chart

Einblicke in das flatex CFD Demokonto

 

Handling und Handelssoftware

Zunächst einmal bietet flatex die Nutzung der sogenannten „Web-Filiale“ an. Diese unterscheidet sich kaum von anderen Brokern und beinhaltet das Nötigste, wie Chart – Fenster, Orderbuch, Newsfeed etc. Meiner Einschätzung nach eignet sich die „Web-Filiale“ eher für das klassische Investieren und weniger zum Traden.

 

Für die Trading-Gemeinde hat flatex mit dem „flatex Trader 2.0“ auch etwas passendes eingeführt. Hier kann der Kunde, auf ausgeprägtere Funktionen und Individualisierungsmöglichkeiten, zurückgreifen.

Für die technische Analyse stehen Indikatoren und Chartmodule bereit. Auch Fundamentaldaten und Nachrichten sind abrufbar. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Watchlisten, sowie Alarme und Signale, zu erstellen. Das Programm ist vergleichbar mit der bekannten Chart – Software „Metatrader“.

 

Interessant ist auch die hauseigene „Akademie“. Dort werden kostenfreie Videos, Webinare und Analysen von Experten zur Verfügung gestellt. Vor allem als Anfänger kann so etwas sehr gut als Unterstützung dienen.

Falls du noch auf der Suche nach einer erprobten Strategie bist und dich als Trader weiterentwickeln möchtest, schaue doch gerne mal bei unserem kostenfreien Newstrading-Webinar vorbei:

https://tradingfreaks.com/trader-training-lp/

 

Fazit

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass flatex durch seinen Sitz in Deutschland, die Überwachung durch die BaFin und die Einlagensicherung, durchaus als seriöser Broker zu werten ist.

Außerdem bieten sie eine breit gefächerte Palette an Finanzprodukten an. Hier wird also nicht nur der klassische Daytrader fündig, sondern auch Privatanleger, die sich ein Wertpapierdepot aufbauen oder in ETF’s investieren möchten.

Die Handelssoftware ist vergleichbar mit anderen Brokern und bietet alle nötigen Tools zur Chartanalyse. Die Gebührenstruktur ist, laut eigenen Angaben, die kostengünstigste in ganz Deutschland.

Dies kann ich zum Teil bestätigen. Die Standard–Ordergebühr von 5,90€ ( die ersten 6 Monate sogar nur 3,80€ ) bietet den größten Vorteil. Vor allem Konten mit höherem Kapital, profitieren hier am meisten. Allerdings sollte man die Negativzinen und unterschiedlichen Fremdspesen für börslichen Handel und Spreads bei CFD’s, nicht außer Acht lassen, da diese sich nochmals ordentlich auf den Bruttogewinn auswirken können.

Es ist empfehlenswert, das eigene Handelsvolumen mit den Konditionen von flatex abzugleichen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

 

 

 

 

Bis demnächst und gute Trades!

Lukas

 

P.S: Als stolzer Kölner, ist mir das Sponsoring von Borussia Mönchengladbach durch flatex, natürlich ein Dorn im Auge. Bei eurer Entscheidungsfindung sollte dies allerdings keine Rolle spielen 😉

P.P.S von Tim: Als stolzer Gladbacher ist mir die Kooperation ganz recht;)

 

 

Lukas Godau
Lukas ist Analyst bei TradingFreaks. Er erstellt Artikel zu allen relevanten Tradingthemen sowie tägliche Watchlists mit Trade Ideen für das Trading Team, wovon auch die Mitglieder des Top Trader Programms profitieren.

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