Mit einem Trade den Kontostand verdoppeln? Ja geht, ist aber der Anfang vom Ende. Warum glückliche Trading Gewinne dein Konto zerstören und was du alternativ tun kannst, erfährst du hier.

Kennst du die Studie über den Affen, der mit Dartpfeilen bzw. per Zufallsprinzip Aktien auswählt, die dann in einem bestimmten Zeitraum tatsächlich die Performance von ausgewählten Fondsmanagern schlagen?

So ungefähr ist es, wenn ein Neuling im Daytrading aktiv ist und blind drauf los handelt.

Als Daytrading Einsteiger träumst du von schnellen Trading Gewinnen und die Euphorie ist groß in den ersten Tagen deiner „Karriere“.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass die ersten Trades eines Neueinsteigers kurioserweise oft sehr positiv verlaufen?

Warum ist das so?

Ganz einfach. Auf der einen Seite ist es die Unbekümmertheit, denn der Trader wurde noch nicht mit seinen Emotionen im Trading konfrontiert.

Auf der anderen Seite ist es eine einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung. Wenn die Anzahl der gemachten Trades irgendwo zwischen 5-10 liegt, spielt das Thema Zufall eine große Rolle.

Wenn der Neuankömmling dann auch noch bei einem unregulierten Broker mit Hebel 400 arbeitet, dann kann er mit 2-3 Trades seinen Kontostand verdoppeln.

Und während der junge Padawan sich über seine Trading Gewinne freut wie ein Pfarrer auf das Ende der Fastenzeit, beginnt der Anfang vom Ende…

 

Warum sind diese Trading Gewinne glücklich und fatal zugleich?

Für erfolgreiches Daytrading benötigst du eine erprobte und duplizierbare Strategie. Sie ist erprobt, wenn du nach ca. 100 Trades und unterschiedlichen Marktphasen mehr Gewinne als Verluste erzielt hast.

Sie ist duplizierbar, wenn du nach einem feststehenden Regelwerk mit eindeutigen Parametern vorgehst und weißt, wann du einen Trade machst und wann NICHT.

Wenn wir ehrlich sind, hat kein Anfänger zu Beginn eine erprobte und duplizierbare Trading Strategie, oder?

Es wird in der Regel einfach ein Forexpaar oder Index ausgesucht und der „Kaufen“ Button gedrückt. Wenn der Trade sich zufällig in die richtige Richtung entwickelt, ist das pures Glück.

Der Trader entwickelt daraufhin positive Emotionen wie Euphorie und Freude. „Ist doch gar nicht schwer, dieses Daytrading.“

Nach so einem Zufallstreffer müssten man ihm eigentlich zurufen:

„Das Glück ist mit den Dummen. Hör jetzt sofort auf zu traden und komm wieder, wenn du weißt was du da tust.“

Doch er würde nicht darauf hören, denn die Gier ist nun groß. Was einmal klappt, sollte doch auch nochmal klappen.

Ein glücklicher Gewinntrade ist für den Moment also toll, liefert aber die völlig falschen Signale, denn eins ist im Börsenhandel gewiss: Die Wahrheit setzt sich immer durch.

Die Wahrheit bedeutet für einen Trader, dass er mit zunehmender Anzahl an Zufallstrades mit seinen Emotionen konfroniert wird, die ihm in Summe mehr Verlust- als Gewinntrades einbringen werden.

Besonders tückisch ist der Umstand, dass du auch mit einer schlechten Strategie mal ein paar Gewinner dabei hast, die dir immer wieder Hoffnung machen. Aber in Summe führt ein Schritt vor und zwei Schritte zurück zum baldigen Ende deiner Trading Karriere.

Wie kannst du dich also vor Zufallstrades schützen? Indem du eine erprobte Strategie hast und dich auf die guten Trades konzentrierst.

 

Was sind gute und was schlechte Trades?

Bis jetzt wissen wir, dass ein glücklicher Gewinntrade das schlimmste ist, was einem Anfänger passieren kann, denn er schöpft daraus eine falsche Erwartungshaltung und ändert nichts an seinem Handelsstil.

Als Trader ist es deine Pflicht, sogenannte 5-Sterne-Setups zu identifizieren.

Diese Setups entsprechen voll und ganz deiner Strategie und bieten dir einen statistischen Vorteil. Anders ausgedrückt: In Summe sorgen sie nach einer relevanten Anzahl an Trades für mehr Gewinne als Verluste.

Ist ein guter Trade automatisch ein Gewinntrade?

Nein! Ein guter Trade bezieht sich nur darauf, ob er deinem selbstauferlegten Regelwerk entsprach. Auch ein guter Trade kann im Stop Loss landen, denn letztendlich gibt es keine Strategie, die nur Gewinntrades produziert.

Ein schlechter Trade ist jeder Trade, der nicht deiner Strategie entspricht. Oft sind es Trades, die aus reinem Aktionismus entstehen. Natürlich können solche Trades auch mal im Gewinn landen, aber mit steigender Anzahl solcher Trades, verlierst du.

Einen Trade kannst du in 4 Kategorien einteilen:

1. Guter Trade, Verlust
2. Guter Trade, Gewinn
3. Schlechter Trade, Gewinn
4. Schlechter Trade, Verlust

Dir sollte mittlerweile klar geworden sein, dass ein schlechter Gewinntrade das schlimmste ist, was dir passieren kann und du dich ausnahmslos auf die guten Trades konzentrieren musst.

Dafür ist eine erprobte Strategie notwendig, die dir täglich als Regelwerk dient.

Wenn du noch keine erfolgreiche Trading Strategie hast, dann nutze unser kostenloses Trader Training und du lernst unsere Newstrading Strategie kennen.

Der Ball liegt bei dir.

Gute Erkenntnisse

Tim

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