Start TF Research Italien Referendum verfehlt – und der kauft den EUR/JPY?

Italien Referendum verfehlt – und der kauft den EUR/JPY?

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Als Daytrader sind politische Ereignisse Fluch und Segen. Hier spricht die Fundamentalanalyse gegen den EUR, aber der Trader kauft den EUR/JPY long. Warum?

 
 
Menschen suchen in Ihrem täglichen Denken und Handeln nach rationalen, logischen Mustern.

Wir suchen nach Zusammenhängen und feststehenden Abläufen. Geht es auf den Winter zu, wird es kälter. 2+3 ist 5, dann ist 5-3 =2, usw.

Wer nicht erst seit gestern an der Börse handelt, der weiß, dass Logik hier oftmals ein Fremdwort ist.

Im Börsenhandel gibt es keine feststehenden Muster, auch wenn wir glauben, mit der Charttechnik diesem Wunsch nach Beständigkeit sehr nahe zu kommen.

Dennoch ist jede Bewegung, jeder Handelstag etwas ganz neues und damit kennen wir bereits das Dilemma vieler Trader, denn viele wollen diesen Umstand nicht akzeptieren.

In der Folge suchen sie nach dem einen Setup, das immer funktioniert, ohne Fehltrades. Ist das gut?

Nein. Denn im Börsenhandel und speziell im Trading gehören Verluste einfach dazu.

Wir können mit unseren Ideen und Strategien nicht immer richtig liegen. Ein Beispiel ist der heutige Trade im EUR, den wir uns jetzt näher anschauen.
 
Hier gibt es das Video dazu:
 

 
 

Was stand heute auf der Trading Agenda?

 
Es ist Montagmorgen. Heute Nacht gab es eine richtungsweisende Entscheidung in Italiens Politik.

Das Referendum über notwendige Strukturveränderungen wurde abgeschmettert und Matteo Renzi vollzieht seinen Rücktritt.

Vor einem Monat habe ich bereits in einem Artikel über dieses Ereignis berichtet und erläutert, dass auch hier die Gefahr besteht, dass nach Renzis Rücktritt die Populisten an die Macht kommen, was tendenziell schlecht für den EUR ist.

Der Ausgang des Referendums wurde heute Nacht bekannt gegeben, was uns der nachfolgende Chart ebenfalls deutlich macht:

EURUSD
 
Wir sehen, dass hier im EUR/USD mit Eröffnung des Forexmarktes und dem Beginn der Asien-Session ein Abverkauf im EUR stattgefunden hat. In den frühen Morgenstunden drehte der Kurs dann und mit Beginn der London-Session kam es zu einer starken Aufwärtsbewegung.
 
 

Warum steigt der EUR trotz Renzi-Rücktritt?

 
Wer wie ich (und viele Investmentbanken) im Forex Newstrading unterwegs ist, der weiß, dass das vorliegende Sentiment entscheidend ist, ob ein Währungspaar steigt oder fällt.

Gemäß diesem Ansatz müsste der EUR aber fallen und nicht steigen?! Und jetzt?

Es gibt im Trading eine Komponente, die bei politischen Börsen immer wieder zum Vorschein kommt. Ausgedrückt wird dieses Phänomen durch den Spruch:

„Buy the rumor – sell the facts“.

Damit ist gemeint, dass das Ergebnis einer Wahl, eines Referendums oder z.B. auch eines Leitzinsentscheides bereits vom Markt vorweggenommen wurde und im aktuellen Kurs bereits eingepreist ist.

Kommt dann das offizielle Ergebnis zum Vorschein, nehmen die Trader Ihre Gewinne mit und stellen somit Ihre Positionen glatt.

Merke:

Je stärker ein Ergebnis bereits bekannt ist, desto eher macht der Markt das Gegenteil von dem, was logisch wäre.
 
 

Wie und wann habe ich den EUR/JPY long getradet?

 
Anders als bei der US-Wahl, bin ich heute Nacht nicht aktiv gewesen. Mein Wecker klingelte um 07:00 Uhr und eine Stunde später habe ich mir die Bloomberg News und anschließend die Charts im Metatrader angeschaut.

Zu dieser Uhrzeit stieg der EUR bereits in allen Hauptwährungspaaren. Auch ein Blick auf den DAX zeigte mir, dass wir in den „Risk-On-Ton“ übergegangen sind.

In einer solchen Marktlage werden Aktienindizes gekauft und „Save-Heaven-Flows“ wie der JPY verkauft.

Aus diesem Grund habe ich nicht den EUR/USD oder EUR/GBP gehandelt, sondern den EUR/JPY.

Ungeachtet irgendwelcher charttechnischer Ansätze (die funktionieren bei politischen Börsen nur bedingt) bin ich um 09:55 Uhr long in den EUR/JPY gegangen.

Hier siehst du den 5 Minuten Chart des EURJPY mit den Trades:

EURJPY
 
 
Das waren die Gründe:

  1. EUR und europäische Aktienindizes stiegen mit hohem Momentum (Gold runter)
  2. Österreich-Wahl ist gestern „gut“ ausgegangen
  3. Renzis Rücktritt war bekannt und seine Chancen gering
  4. Kursverläufe bei BREXIT und Trump-Sieg liefen sehr ähnlich ab
  5. JPY wird im Risk-On-Ton tendenziell verkauft

 
Ich habe den Trade als Daytrade angestrebt und demnach mein Risikomanagement ausgerichtet.

Um kurz nach 10:00 Uhr konnte ich bereits den Stop Loss unter das Tief der letzten 15 Min Kerze setzen und hatte somit einen sicheren Gewinn.

Um 10:28 Uhr habe ich den Trade mit 66 Pips Gewinn verkauft, da hier eine Widerstandszone erreicht wurde (sichtbar im 15 Min- oder 1h-Chart).

Den zweiten Trade habe ich um 10:49 Uhr gestartet und um 12:19 Uhr beendet mit 53 Pips Gewinn.
 
 

Fazit:

 
Diese beiden Trades waren, entgegen der Regeln des Forex Newstrading, ein voller Erfolg. Merke, dass politische Börsen gerne ein Eigenleben entwickeln und es eine gesunde Portion Erfahrung benötigt, um solche Tradingideen zu generieren und umzusetzen.

In jedem festgeschriebenen Trading Setup ist eine gewisse fachliche Unschärfe durchaus angebracht, denn wie eingangs erwähnt:

Die Börse ist alles andere als logisch.

Viel Erfolg!
Tim

 

 

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Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

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