Start Trading Fachwissen Trading Fehler: Begehst du diese 14 Tradingsünden?

Trading Fehler: Begehst du diese 14 Tradingsünden?

Machst du diese 7 heftigen Trading Fehler?

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Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene machen eine Menge Trading Fehler, welche das Depot ernsthaft gefährden können. Diese Auflistung wird dir zeigen, ob du mit deinen Verhaltensweisen dazugehörst.

 
 
Wenn man sich mit gestandenen Tradern unterhält, kommt nach einigen Minuten irgendwann die damalige „erste Phase“ einer jeden Tradingkarriere ins Gespräch.

Der eine fängt an von blindem Aktionismus zu berichten, ein anderer von übergroßen Positionen und wieder ein anderer von unkontrollierten Wutausbrüchen. Es fällt auf, dass bei jedem erwähnten Trading Fehler fast immer die ganze Runde zustimmend nickt und schmunzelt.

Viele Trader machen also zu Beginn nahezu identische Fehler, was hauptsächlich daran liegt, dass wir als Menschen mit ähnlichen Verhaltensmustern ausgestattet und erzogen worden sind und diese Eigenarten tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind.

Die ersten Jahre haben wir in Kindergarten und Schule verbracht. Letzterer ist ein Ort, in dem Fehlverhalten und Misserfolg nicht gerne gesehen werden und in letzter Konsequenz zu Schulverweisen und sozialer Ausgrenzung führen.

Wir haben also seit unserer Kindheit den immensen Druck, alles „richtig“ machen zu müssen, denn ein Fehler ist etwas, der verhindert werden muss.

Einige Jahre später, gefangen in einem langweiligen 9-5 Job, kommen wir auf die extraordinäre Idee, Trader zu werden.

Die Euphorie in uns lässt uns nicht lange zappeln, sondern vermittelt dem Großhirn: „Los, eröffne schnell ein CFD-Konto“. Schließlich wollen wir bei dem Spaß heute (EZB-Zinsentscheid) möglichst schnell dabei sein.“

Getrieben von einer gefährlichen Mischung aus Euphorie und Gier stellen wir dann nach den ersten Trades fest, dass Börsenhandel doch keine einfache Sache ist. Denn aus den ersten Minustrades entwickelt sich Skepsis, die nach weiteren Verlusten in Angst umschlägt, da wir jeden Minustrade als eigene Unfähigkeit (kurz: Fehler) ansehen.

Das Fehler aber beim Börsenhandel dazugehören, wie der Papst zum Vatikan, verstehen die Wenigsten! Nur wer zum Teufel sagt uns das und wer muntert uns auf?

Da die meisten Trader, speziell die Anfänger, keinen Coach haben, der zeitnah fatale Verhaltensmuster erkennt und beherzt eingreift bevor das Konto geplättet ist, soll die folgende Liste der eigenen Reflexion dienen.

 
 
Achtung, das ist keine (positive) Checkliste sondern eine Fehlerliste im teilweise ironischen Schreibstil! 🙂
 

  • Übungsphase wird sehr kurz gehalten – lieber direkt loslegen
  • Ein Tag ohne Trade ist ein verlorener Tag
  • Maximale Kontoauslastung
  • Zustand flat nicht ertragen können
  • 21:59 schnell noch Posi eröffnen – vl kommt ein Gap up
  • Mind. 10 Std Trading pro Tag
  • Kurs fast an meinem Stop angekommen – SL wegsetzen
  • Tunnelblick, in kleinen Zeiteinheiten unterwegs
  • Ungesundes Verharren mit Nase am Bildschirm
  • Mitten im nirgendwo den nächsten Verlauf antizipieren anstatt klares Signal abzuwarten
  • Ausgestoppt – Neuer Trade in entgegengesetzter Richtung
  • Drei Minustrades – neue Strategie
  • Prognosen und Berichte lesen
  • Nur einen Basiswert handeln

 

Diese Liste könnte ich noch beliebig erweitern, möchte aber die genannten Punkte nun noch einmal detaillierter ausführen.

 

  • Übungsphase wird sehr kurz gehalten – lieber direkt loslegen

Wer unter uns hatte damals die Geduld, erst in Ruhe und Gelassenheit die notwendige Portion Fachliteratur zu studieren, dann eine ausreichende Datenmenge aus Papertrades zu sammeln, eine Auswertung zu fahren und schließlich ein Setup festschreiben, was sich mit Echtgeld erfolgreich umsetzen lässt? Wahrscheinlich keiner. Es streiten sich die Geister darüber, ob eine solche Übungsphase überhaupt sinnvoll ist, da der Einsatz von Echtgeld sowieso wie ein Neustart wirkt und alles zuvor Gelernte auf die Probe stellt. Meines Erachtens ist zumindest eine gesunde Balance aus beidem unabdingbar!

 

  • Ein Tag ohne Trade ist ein verlorener Tag

Eines meiner Lieblingsthemen: „Aktionismus“. Unzählige Male bin ich ihm in meinen ersten Jahren als Trader verfallen. Ich gebe euch den Tipp: Kein Chart ist so toll oder vielversprechend, dass er in dieser Konstellation nie wieder vorkommt und jetzt unbedingt gehandelt werden muss. Es gibt jeden Tag neue Gelegenheiten an den Märkten! Von der anderen Seite betrachtet, ist es auch ein Zeichen von mentaler Stärke, mal einen ganzen Tag nicht zu traden. Vor allem, wenn man dabei trotzdem vor dem PC sitzt.

 

  • Maximale Kontoauslastung

Jeder von uns sollte mittlerweile wissen, dass es beim Trading nicht um ein paar wenige Monstertrades geht, die uns über Nacht zu Millionären werden lassen, sondern um das Finden und Entwicklen eines eigenen Setups, welches sich kontinuierlich und beständig wiederholen lässt. Ein solches Setup lässt sich ruhig und gelassen mit kleinen bzw. vernünftigen Positionsgrößen handeln. Eine Faustformel für ein ordentliches Chance-Risiko-Verhältnis besagt, dass man maximal 2% des Depotwertes pro Trade riskieren sollte. Anfängern rate ich zu maximal 1%. Da fast alle gängigen Broker mittlerweile auch Mini-Kontrakte < 1 anbieten, ist diese Formel auch umsetzbar.

 

  • Zustand „flat“ nicht ertragen können

Ich hatte in meinem ersten Jahr eine sehr profitable Phase, in der ich plötzlich alle Positionen mit Gewinn veräußert hatte und auf einmal fassungslos vor meinem Rechner saß: „Und jetzt?“ Keine offenen Positionen mehr, die Indizes auf Jahreshoch und ich gefangen in einem Chart-Gefängnis, ohne Idee, welche Trades jetzt noch Sinn machten (ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Idee was ein duplizierbares Setup ist..). Ich konnte es einfach nicht einmal eine Stunde ertragen, komplett „flat“ zu sein. Die Folge war klar: Sinnlose Trades am Jahreshoch und dazu noch ohne SL, die ich Wochen später mit enormem Verlust schließen musste.

 

  • 21:59 schnell noch eine Position eröffnen – vielleicht kommt ein Gap up

Speziell an Tagen die noch keinen Profit gebracht haben, neigt man dazu, kurz vor Börsenschluss noch einen Trade einzugehen. Vielleicht treibt der Asienhandel die Kurse weiter nach oben (unten).. vielleicht starten wir mit einem schönen Gap up morgen früh..vielleicht..vielleicht..

 

  • Mindestens 10 Stunden Trading pro Tag

„Ich will ein guter Trader sein. Dann muss ich auch immer wissen wo die Kurse stehen und zwar punktgenau!“ Um es kurz zu machen: Das ist Schwachsinn. Natürlich hängt es vornehmlich von den Märkten die du handelst ab, wann und wie lange du vor dem Rechner sitzt. Aber erfolgreiche Trader müssen nicht von Morgens bis Abends am Rechner sitzen und jedes Kursgezappel verfolgen. Es ist sogar eher kontraproduktiv und raubt dir eine Menge Konzentration.

 

  • Kurs ist fast an meinem Stopp angekommen – Stopp Loss wegsetzen

Der Klassiker unter den Anfängern. „Ich bin schon wieder ausgestoppt worden. Na warte du dämlicher Markt, nochmal passiert mir das nicht!“ Und wenn es dann doch wieder in die falsche Richtung geht, neigst du dazu deinen Stopp immer wieder ein paar Punkte wegzusetzen, während dein Puls bei jedem Tick in Richtung SL einen enormen Schub macht. Hüte dich vor solchen Spielchen, da du somit dein Risikomanagement aushebelst und im Ernstfall einen dermaßen hohen Verlust riskierst, der dich um Wochen oder Monate zurückwirft!

 

  • Tunnelblick, nur in kleinen Zeiteinheiten unterwegs

Nichts spricht dagegen, im 1-Min Chart zu traden. Aber NUR auf die kleinen Zeiteinheiten zu achten, vernebelt den Blick auf das große Ganze, die sogenannten „Großwetterlage“. Du musst jedoch verstehen, dass alle Zeiteinheiten in gewissem Maße zusammenspielen und bei deinem Setup Beachtung finden müssen, um nicht jeden Mist zu traden sondern nur 5-Sterne-Setups.

 

  • Ungesundes Verharren mit Nase am Bildschirm

Resultierend aus dem soeben erwähnten „Tunnelblick“ neigt man schnell dazu, nach der ein oder anderen Stunde am Bildschirm, eine ungesunde Körperhaltung einzunehmen. Der Kopf wandert immer weiter zum Bildschirm hin, fast wie in Trance. Oft habe ich beobachtet, dass diese Haltung in blindem Aktionismus und Unkonzentriertheit endete. Du musst regelmäßig aufstehen,  trinken, Raum wechseln und durchatmen! Nur so bleibst du bei klaren Gedanken.

 

  • Mitten im nirgendwo den nächsten Verlauf antizipieren anstatt klares Signal abzuwarten

Dieses Verhalten tritt ebenfalls dann auf, wenn zuvor einige Minustrades erfolgten und du den Drang hast, diesen Verlust möglichst schnell wieder ausgleichen zu wollen. Dein Setup hast du dir skizziert und neben den Bildschirm gehangen und dort strahlt es in seiner ganzen intelligenten Pracht! Nur leider kommt dieses Setup bereits seit tagen nicht mehr vor. Folglich kommt der Punkt, an dem du es nicht mehr aushälst und irgendwo im trendlosen Chartgetümmel den Kaufbutton drückst. Ab jetzt ist es pures Glück..

 

  • Ausgestoppt – Neuer Trade in entgegengesetzter Richtung

Beim soeben angesprochenen schnellen „Wiedergutmachen“ eines Verlusttrades beobachte ich oft, dass Trading-Anfänger direkt die Gegenposition eingehen, getreu dem Motto „Wenn nicht long, dann halt jetzt short!“ Das es sich bei diesem Move mit hoher Wahrscheinlichkeit nur um eine (notwendige) Korrektur der Bewegung handelt, vergessen die Meisten und werden schlussendlich wieder ausgestoppt. Ein heftiger Trading Fehler der kaum bemerkt wird.

 

  • Drei Minustrades in Folge – Eine neue Strategie muss her

Es ist mit die härteste Hürde im Leben eines Traders. Dein Setup ist seit Wochen erfolgreich und du glaubst, endlich ein profitabler Trader geworden zu sein. Du hast Gewinntrades, die die Verlusttrades bei weitem übersteigen und dann kommt dieser Tag, an dem dieses Setup dich tatsächlich im Stich lässt. Nach ungefähr drei Minustrades in Folge setzt bei den meisten Tradern die Skepsis gegenüber der eigenen Strategie ein und das Selbstwertgefühl sinkt. Doch glaube mir: Es können sogar 7,8,9 Fehltrades in Folge passieren und trotzdem ist das kein Grund, an deinem Setup zu zweifeln (sofern es vorher ausreichend erprobt wurde)! So geht Börse eben..

 

  • Beliebter Trading Fehler: Andere Meinungen

Ebenso empfehle ich dir, Meinungen anderer Trader konsequent zu ignorieren oder zumindest kritisch zu hinterfragen. Oft habe ich mich zu Beginn meiner Karriere von der Meinung anderer Trader beeinflussen lassen. Ich wollte long gehen, er ging short. Dass ich dabei eine ganz andere Strategie verfolgte und somit einen anderen Zeit- und Punktehorizont hatte, war mir damals nicht bewusst.

 

  • Nur einen Basiswert handeln

Leider machen viele Trader den Fehler, nur einen Basiswert zu handeln. Wer nur im Dax oder im EUR/USD unterwegs ist, läuft Gefahr, nach irgendwelchen Setups Ausschau zu halten, die gar nicht so oft vorkommen können und den Trader irgendwann zu Langeweile-Trades verleiten. Du solltest also idealerweise viele verschiedene Basiswerte auf dem Schirm haben und dort nur die 5-Sterne-Setups traden.
 
 

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass wir zwar alle Individuen sind, die meisten Fehler und Gewohnheiten beim Trading aber identisch ablaufen. Reflektiere deine eigenen Verhaltensweisen und versuche aus deinen Fehlern zu lernen. Es ist unvermeidbar und absolut nicht schlimm, Trading Fehler zu machen!

Doch ob du diese Muster als Trading Fehler anerkennst und daran arbeitest, sie nicht zu wiederholen, trennt letztendlich die Spreu vom Weizen!

 
 

Viele weitere Tipps und Tricks erhältst du außerdem in den 3 PDF Whitepapern (nachstehend).

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Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

4 KOMMENTARE

  1. Hallo, das kann man sich nicht oft genug in die Festplatte brennen ;)., Apropos Reozüberflutung, ich drehe mich im Kreis mit News feeds und fühle mich erschlagen ein knackiges News management hinzukriegen, mit Inoreader, Youtube, Facebook und Twitter… Arrrg. Wäre für mich ein riesen Bedürfnis, da passende Set-Ups bzw. Ideen und einen Rahmen zu definieren. Wann, wie und wieviel sowie welche ist ein Dschungel ;). Beste Grüße Rudi

  2. Sehr schöne Auflistung!

    Ich finde beim letzten Punkt muss man ein wenig differenzieren welche Strategie man verfolgt. Klar, Scalping und Markttechnik brauchen keine Fundamentaldaten, da sollte man nur wissen, wann hohe Vola zu erwarten ist.

    • Hi Franco,
      Klar sollte man tuen. Ich glaube es geht auch mehr darum, dass zu viele Nachrichten von außen einen selbst in der wichtigen Entscheidungsfindung behindern können. Die Reizüberflutung, die wir tagtäglich erleben, wird ja generell immer schlimmer.

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