Start Trading Psychologie Meinungen anderer Trader ignorieren?

Meinungen anderer Trader ignorieren?

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Im Trading lässt man sich schnell von den Trades und Meinungen anderer Trader beeinflussen. Ob das gut oder schlecht ist und wie du damit umgehst erfährst du in diesem Beitrag.

In meinen ersten Jahren als Trader war ich von täglichen Stimmungsschwankungen und enormer Unsicherheit umgeben.

Ich habe um ehrlich zu sein alle Fehler gemacht, die man als Tradinganfänger so machen kann.

Zu hohe Positionsgrößen, kein Risikomanagement und viel Angst nach Eröffnung eines Trades.

Wenn ich es dann doch einmal geschafft habe, einen Trade eigenständig zu planen und zu eröffnen, habe ich reihenweise nach anderen Tradern mit gleichen Trading Ideen gesucht.

Ich habe mich also durch diverse Foren und Chaträume gekämpft, um Trader mit identischen Trades und Meinungen zu suchen.

Ein Beispiel:

Wenn ich „Long“ im DAX war, suchte ich verzweifelt nach weiteren Tradern, die ebenfalls Long im DAX positioniert waren. Je mehr die gleiche Idee hatten, desto sicherer und ruhiger wurde ich innerlich.

Im umgekehrten Fall wuchs meine Nervosität, wenn ein „erfahrener“ Trader die Gegenposition einnahm (was oft vorkam).

In solchen Fällen habe ich in kürzester Zeit das Selbstvertrauen in meinen Trade verloren und die Position kurzum geschlossen sowie die andere Handelsrichtung eingenommen. Dabei habe ich praktisch meine komplette Analyse (wenn es denn eine gab) über den Haufen geworfen.

 

Meinungen anderer Trader – Was steckt dahinter?

Viele Trader suchen nach einem Schuldigen, der nicht sie selbst sind. Den Ärger und den Frust auf jemanden abwälzen zu können, ist beinahe menschlich.

Besonders im Trading kämpfen wir mit unseren Emotionen, die sekündlich zwischen den Extremen hin- und herspringen können.

Ich habe früher oft die Meinungen  gesucht, um mir nicht eine Fehlentscheidung anheften zu müssen. Dann waren es eben die anderen. Doch bringt mich diese Einstellung weiter?

Natürlich nicht, denn es ist mein Konto, was kontinuierlich an Wert verliert.

Nachdem mir bewusst wurde, dass ich als Trader täglich Entscheidungen treffen und Verantwortung für mein Denken und Handeln übernehmen muss, habe ich angefangen, mich mit einem Trading Plan auseinander zu setzen.

Dieser Trading Plan dokumentiert sämtliche Aktivitäten rund um einen Trade. Hier ist mein Plan, den du kostenlos downloaden und als Orientierung nutzen kannst.

Ich habe es dadurch peu á peu geschafft, meine Meinung in den Vordergrund zu stellen und nicht mehr die eines anderen Traders.

Und mal ehrlich: Wieso sollte ein anderer Trader mit seiner Ansicht richtig liegen?

 

 

Unterschiedliche Meinungen – unterschiedliche Trading Stile

Was mir zu Beginn meiner Traderkarriere nicht klar war, war die Existenz unterschiedlicher Trading Stile.

Für mich war das alles „Daytrading“, also handel von Derivaten mit kurzer Haltedauer. Eben etwas viel spannenderes als klassischer Aktienhandel.

Irgendwann hörte ich dann mal etwas vom Scalp Trading  und Swingtrading. Nach und nach lernte ich die verschiedenen Handelsansätze von einander abzugrenzen und mir wurde etwas Wesentliches endlich bewusst:

  • Trader können einen Basiswert wie den DAX in unterschiedliche Richtungen handeln und dennoch beide erfolgreich sein
  • Auch Profis liegen hin und wieder falsch mit Ihrer Analyse (Fehltrades gehören einfach dazu)

An einem Beispiel soll dieser Sachverhalt nun verdeutlicht werden:

Ich sehe einen potenziellen Long-Ausbruch im DAX bei 10100 Punkten (basierend auf dem 1h Chart). Mein Take Profit liegt bei 10120 Punkten.

Ein anderer Trader erkennt ein Doppeltop und entscheidet sich auf Basis des 4h Chart dort bei 10100 für einen Short-Einstieg. Seinen SL legt er auf 10200 Punkte.

Ist dir klar, wieso beide Trader gewinnen können?

Wenn ich mit dem Ausbruchshandel 10 – 20 Punkte (oder sogar noch weniger) in bester Scalp Trading Manier „Long“ mitnehmen möchte, kann der Index ja trotzdem danach wieder korrigieren und dem Swingtrader sein favorisiertes Shortsetup ermöglichen. Bei 10120 Punkten ist der Kurs noch weit von seinem SL weg und er kann das kurze Gezappel somit locker aushalten.

Wenn du also Meinungen anderer Trader begegnest, die eine konträre Handelsrichtung eingehen, mache dir nicht allzu viele Sorgen und hinterfrage zumindest das Setup.

Und wenn es Profi Trader sind?

Nun kann es natürlich sein, dass ein Profi Trader diese entgegengesetzte Handelsausrichtung vornimmt.

Doch ist das nun eine andere Voraussetzung? Nein. Auch hier gilt:

  • Möglicherweise anderer Tradingstil
  • Möglicherweise falsche Entscheidung

Dazu kann ich dir ein aktuelles Beispiel geben:

Ich habe am 27.03.17 einen USDJPY Short eröffnet. Doch dabei habe ich ein temporären Tiefpunkt erwischt und der Kurs stieg seitdem in der Spitze 110,16 auf 112,20 (also fast 200 Pips Buchverlust).

Nun habe ich am 10.04.17 folgende Information bekommen:

Deutsche Bank Trade of the week: USDJPY Long @ 111,20 SL 109,00 TP 114,00

Tja, und jetzt?

Die Deutsche Bank(!) geht in die entgegengesetzte Richtung! Ich Long – die Short!

Mein Trade ist immer noch im Buchverlust und die Trader einer der größten Investmentbanken der Welt gehen Long.

Was also tuen?

Kurzum:

Die selben Fragen stellen wie zuvor. Wie sieht der Trading Stil der DB aus? Können die Jungs dort falsch liegen?

Anhand der Ziele des DB Trades erkenne ich schon, dass es sich um einen Swingtrade handelt. Mein Trade war als Daytrade angesetzt, das heißt mein Take Profit liegt bei 109,98 (also relativ eng an meinem Einstieg).

Das wichtigere ist jedoch meine Analyse:

Ich habe den USD verkauft und den JPY gekauft, weil ich auf Grund der aktuellen politischen Spannungen mit anhaltendem Safe Haven Flow rechne und der Short sich damit durchsetzt.

Mein Selbstvertrauen ist durch meine Analyse aber natürlich auch durch meine Erfahrung so hoch, dass mich der Trade der Deutschen Bank nicht beeinflusst.

Und während ich gerade diese Zeilen schreibe (11.04.17 um 16:01), hat sich das Blatt gewendet.

Der Trade der Deutschen Bank ist im Buchverlust (-100 Pips), meiner ist wieder auf Einstandskurs – Tendenz weiterhin positiv für mich!

Fazit:

Dieser Beitrag soll dir zeigen, dass du deine eigenen Analysen machen und daraufhin Entscheidungen treffen musst!

Je sauberer deine Vorbereitung, desto größer dein Selbstvertrauen und damit der Mut, konträre Meinungen an dir abprallen zu lassen.

Die Meinungen anderer Trader sind überwiegend irrelevant für deinen Erfolg! Andere Trader kochen auch nur mit Wasser und wenn es sich nicht um unterschiedliche sondern identische Tradingstile handelt, dann kann dein Gegenüber immer noch genauso falsch liegen wie du selbst!
 

 

Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

1 KOMMENTAR

  1. Ja, das kenne ich nur zu gut. Gerade wenn es mehrere Gelegenheits-Trader in der Familie gibt, die unterschiedliche Ansätze fahren, geht es oft verbal hoch her („…wie kannst Du nur?“). Aber die Trading Stile einfach sind zu unterschiedlich.

    Ich halte es durchaus schon mal aus, einen SHORT auf den DAX ein paar Tage auszusitzen, um dann (wie am 11.4. geschehen) bei einem plötzlichen Dip Down schmunzelnd den Gewinn mitzunehmen. Andere sind bis dahin schon mit ihren Nerven fix und fertig.

    Andererseits braucht es dazu auch ein gehöriges Maß an Disziplin. Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, wie ich bei einem rasch fallenden oder steigenden Kurs einen zuvor gut überlegt gesetzten Take Profit spontan lösche, um einfach noch mehr mitzunehmen (ja, die Gier). Und muss dann ohnmächtig zusehen, wie der Kurs genau an der zuvor von mir erkannten Widerstandslinie dreht. Aber dank meines Trading Tagebuchs lerne ich täglich dazu…

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