Start Trading Anfänger Pennystocks Trading: Chancen und Gefahren

Pennystocks Trading: Chancen und Gefahren

Machst du diese 7 heftigen Trading Fehler?

Nutze das kostenlose Trader Training mit Tim Grueger. Es ist ein kostenloses 20-Min-Video, mit wertvollen Tipps & Tricks für erfolgreiches Trading.

Pennystocks Trading reizt viele Aktienanleger und Trader aufgrund der hohen Gewinnchancen. Doch Penny Stocks bieten auch viele Gefahren. Wir klären auf und geben Tipps.

Hin und wieder erreichen uns immer mal Nachrichten mit Fragen zu sogenannten „Penny Stocks“ (oder auch „Pennystocks“).

Diese Aktien werden sowohl im kurzfristigen Daytradig als auch für längere Investitionen genutzt. Wie vernünftig das im Bezug auf das Risikomanagement ist, werden wir noch sehen.

Doch zunächst ein kurzer Exkurs: Was sind überhaupt diese „Pennystocks“?

Was sind Pennystocks?

Was sind Pennystocks?

Pennystocks Trading Casino

Pennystocks sind Aktien von Unternehmen deren Kurse in der jeweils lokalen Währung kleiner 1 notieren. Also in Deutschland alle Unternehmen, deren Kurs kleiner 1,00 gehandelt wird.

Eine Ausnahme dabei ist der US-Amerikanische Aktienmarkt. Hier gelten oftmals alle Aktien von Unternehmen deren Kurs kleiner 5,00$ notiert schon als Pennystocks.

Pennystocks weisen meist ein extrem niedriges Handelsvolumen auf und eine besonders hohe Volatilität. So kann es mal vorkommen, dass für diese Werte nur wenige Male am Tag überhaupt Kurse gestellt werden.

Es kann sogar passieren, dass es über mehrere Tage hinweg keinen neuen Kurs gibt, da eben nur Kurse entstehen, wenn Handel stattfindet.

Hiervon kann ich selbst berichten. In meiner Anfangszeit hatte ich mich auch einmal an einem solchen Unternehmen beteiligt und oft gab es nur ein- zweimal in der Woche überhaupt einen neuen Kurs.

Das ist nicht schön, wenn man dann verkaufen möchte und es auf der Käuferseite niemanden gibt der auch nur annähernd bereit ist zum aktuellen Kurs zu kaufen.

Pennystocks als Spielball von Betrügern

Aus diesen Gründen werden solche Pennystocks oft in Spam-Mails und für Kursmanipulationen verwendet.

Die Betrüger decken sich mit den entsprechenden Aktien ein und schicken anschließend eine Rundmail, in welcher das Unternehmen besonders hervorgehoben wird.

Man verspricht dann in diese E-Mails einmalige Chancen, das schnelle Geld und unvorstellbare Kursgewinne.

Hier reicht es dann, wenn ein paar wenige auf den Zug aufspringen und den Kurs aufgrund des niedrigen Handelsvolumens nach oben treiben. So entsteht dann eine sich selbsterfüllende Prophezeiung mit dem kleinen Problem, dass außer den Drahtziehern niemand weiß was da gerade genau passiert.

Die Betrüger verkaufen dann, nach einem entsprechenden Kursgewinn, ihre Aktien und der Turm beginnt langsam einzustürzen.

Für die meisten Anleger bleiben dann nur noch Verluste und/oder so gut wie wertlose Aktien.

In einer ersten Trotzreaktion gibt man dann alles und jedem die Schuld, aber an der Börse gibt es hierfür ein hartes, aber wahres Sprichwort: „Gier frisst Hirn.“

Warum sollte mir ein Fremder anonym irgendwelche Tipps geben und mir zu Reichtum verhelfen wollen? Aber das ist ein anderes Thema.

Kommen wir zurück zu den Anfragen, die wir erhalten und welche die Intention für diesen Beitrag sind.

Es wird darin gefragt, ob wir irgendwelche Pennystocks empfehlen könnten oder was wir von dem Pennystock Unternehmen „XYZ“ halten würden.

Wenn ich anschließend danach frage warum es denn ausgerechnet ein Pennystock sein muss und kein bereits etabliertes Unternehmen oder zumindest eines mit nachweisbarem Wachstum, geht die Argumentation öfters mal in eine konfuse Richtung.

Es wird damit argumentiert, dass man nur mit diesen Pennystock Unternehmen das richtig große Geld verdienen könne, da es unwahrscheinlich sei, dass Unternehmen deren Aktien bereits im zwei-, drei- oder auch vierstelligen Bereich notieren nochmals solche Kursentwicklungen hinlegen.

Hier vergisst oder weiß der Anleger dann aber zwei Dinge nicht.

  1. Die Marktkapitalisierung, Qualität oder auch die zukünftigen Aussichten und Chancen von Unternehmen am Markt lassen sich nicht über den Aktienkurs vergleichen.

Ein Unternehmen dessen Aktie bei beispielsweise 20€ notiert ist nicht dadurch zwangsweise „besser“, „erfolgreicher“ oder „größer“ als ein Unternehmen dessen Aktie bei 10€ notiert.

So notiert die A Aktie von Berkshire Hathaway, dem Konglomerat von Warren Buffett, bei aktuell gut 310.000$.

Die Aktie von Apple notiert hingegen bei aktuell gut 280$.

Trotzdem ist die Marktkapitalisierung von Apple fast doppelt so hoch wie die von Berkshire Hathaway.

Denn neben dem aktuellen Kurs der Aktie vergessen Anleger oft, dass die Aktienanzahl je Unternehmen stark schwanken kann. Es gibt nicht von jedem Unternehmen die gleiche Anzahl an Aktien, weshalb ich über den Kurs auch nicht über das Unternehmen aussagen kann.

  1. Es hat oft gute Gründe, dass Pennystock Unternehmen nicht groß beachtet und gehandelt werden.

Oft stehen hinter diesen Unternehmen keine realen Werte oder etwas Greifbares, sondern man versucht Anleger mit Geschichten über die Zukunft voller Euphorie, Chancen und Möglichkeiten zu locken.

Oft haben diese Unternehmen noch gar nichts groß verkauft oder nachzuweisen.

 

Bekannte Pennystocks:

Die zwei wohl bekanntesten Pennystocks der letzten Zeit dürften zum einen die Steinhoff AG sein und zum anderen die Umwandlung von „Long Island Ice Tea“ Ende 2017 in „Long Blockchain“.

Dank Bitcoin war das Thema Blockchain damals in aller Munde und alles was irgendwie auch nur annähernd mit dem Thema zu tun hatte wurde gehyped.

So dann auch ein altes, eigentlich für die heutige Zeit eher „langweiliges“ Eisteeunternehmen.

Nach der Umbenennung stieg der Kurs schlagartig um bis zu 500% an. Keiner wusste was sich genau verändert hat (außer der Name), was das Unternehmen nun zukünftig machen will oder sonst irgendwas. Aber Blockchain (was auch so gut wie niemand wirklich 100% versteht und erklären kann) wird ja das nächste große Ding. Mittlerweile notiert der Kurs dann nach gut 10$ Spitzenwert bei aktuell 0,11$.

 

Der bekannteste Pennystock Trader?

Einer der wohl bekanntesten Pennystock Trader ist Timothy Sykes.

Timothy Sykes hat während seiner Zeit am College mit dem Trading von Pennystocks (nach seinen Angaben) gut 1,65 Mio. US-Dollar verdient.

Das besondere daran, er startete mit gerade einmal 12.415$.

Er hat allein mit dem Daytrading von Pennystocks dieses Startkapital bis auf 1,65 Mio. US-Dollar hochgehandelt bevor er 21 Jahre alt wurde.

Er hat zum Teil Vorlesungen ausfallen lassen oder früher beendet um traden zu können.

Schon während seiner Zeit an der Uni hat er dann den Hedgefonds „Cilantro Fund Management“ gegründet und zum Start etwas über eine Millionen US-Dollar von Freunden und Familie eingesammelt.

Seine Vorgehensweise und sein Trading-Ansatz basieren auf der technischen Analyse von Charts, aber auch die Beachtung von Nachrichten als Katalysatoren und besondere bezahlte Werbeaktionen mit Prominenten nimmt er gerne unter die Lupe.

So hat Sykes laut der amerikanischen Wikipedia Seite schon verschiedene Unternehmen und Prominente, darunter Shaquille O’Neal (US-Basketballspieler) und Justin Bieber, öffentlich kritisiert, weil sie laut ihm angeblich „Pump-and-Dump“-Systeme fördern.

Hierbei kauft ein Investor (in diesem Fall der Prominente) Aktien, macht Werbung für das Unternehmen und fordert andere dazu auf ihm zu folgen und diese Aktien auch zu kaufen. Aufgrund der weit verbreiteten Naivität, Gier und auch dem blinden Vertrauen in Prominente laufen hier meist genug Privatleute hinterher, treiben so den Preis der Aktie nach oben, bis dann der Prominente die Aktien zu einem höheren Preis verkauft.

 

Tipps für Pennystocks Trading:

Generell kann man sagen, dass Pennystocks nicht ohne Grund auf diesen niedrigen Kursleveln gehandelt werden.

Viele Unternehmen sind hochverschuldet, stehen kurz vor der Insolvenz oder haben nahezu keine Substanz.

Wenn du eine Pennystock Trading Strategie aufbauen willst, dann achte neben der Selektion von Titeln und deren Chartanalyse auch auf die Liquidität an der Börse.

Wenn es kein Handelsvolumen gibt, wird deine Order möglicherweise zu einem extrem schlechten Kurs abgerechnet.

Achte dabei auch auf den Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Je höher der Spread, desto teurer wird das Vergnügen für dich.

 

Fazit:

Gier frisst Hirn ist ein altbekannter Spruch, der viel Wahrheit in sich trägt. An der Börse wird Gier gerne bestraft. Besonders im Pennystocks Trading ist das sichtbar, denn Anleger wittern den schnellen und vor allem hohen Gewinn.

Zu einer erfolgreichen Trading Strategie gehört nicht nur Ein- und Ausstieg aus einer Aktie oder einem anderen Asset, sondern auch das Risikomanagement.

Als Trader und Investoren müssen wir somit auch auf Positionsgrößen, Volatilität, Liquidität, Trefferquote und Fundamentalanalyse achten.

Wer sich die Zeit und auch das Geld sparen möchte, eine erprobte Strategie zu finden und stattdessen auf ein bewährtes Global-Macro-System zurückgreifen möchte, sollte sich unbedingt unser kostenloses Newstrading-Webinar ansehen:

https://tradingfreaks.com/trader-training-lp

Bis in Kürze

Andreas

Andreas
Andreas ist gelernter Bankkaufmann und Analyst bei Tradingfreaks. Seine mikroökonomischen und makroökonomischen Fähigkeiten sind goldwert für Trader und Investoren! Er handelt mit Aktien, CFDs und ETFs. Dabei wird eine Strategie bestehend aus "Buy and Hold" und Aktien-Daytrading auf News-Basis verfolgt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here