Wie jede Woche gibt es hier unseren Rückblick und Ausblick für die G8 Währungen, die Newstrader zur Sentimentbestimmung nutzen können.

 

USD: Der USD konnte sich diese Woche gegen alle anderen Währungen durchsetzen. Auf Wochenbasis ist der USD die stärkste der G8 Währungen, dabei wurden zum Wochenstart noch deutlich schlechtere Einzelhandelsdaten veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze, auf Monatsbasis, waren 0,2% niedriger als im Vormonat, gerechnet hatte man aber mit einer Steigerung von 0,3%. Die bereinigten Einzelhandelsumsätze waren sogar noch schlechter. Hier war die Entwicklung -0,4% statt +0,4%. Am Freitag folgten dann die beliebten Arbeitsmarktdaten (NFP´s) und die Lohnentwicklung. Die NFP´s waren mit 196.000 leicht besser als die erwarteten 175.000, die Arbeitslosenquote traf mit 3,8% aber genau die Erwartungen. Die Lohnentwicklung war etwas schlechter als erwartet. Die Stundenlöhne auf Jahresbasis stiegen nur um 3,2% statt um 3,4% und die auf Monatsbasis um 0,1% statt 0,2%. Der Markt sieht die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in 2019 wieder deutlich niedriger, als in der letzten Woche. Dies ist sehr positiv für den USD. – USD: neutral – leicht bullisch

EUR: Am Montag wurde die Inflationsentwicklung der Eurozone veröffentlicht. Sowohl die jährliche, als auch die monatliche Entwicklung lagen 0,1% unter den Erwartungen. Damit ist die EZB immer noch weit entfernt von Ihrem 2% Ziel und somit auch von der nächsten Zinserhöhung. Da das jedoch schon weitestgehend bekannt war, hat es den EUR nicht lange gestört. – EUR: neutral

GBP: Die UK hat der EU in Sachen Brexit einen Verlängerungsantrag bis 30.06. vorgeschlagen. Das ist erstmal positiv für den GBP, da man so mehr Zeit hat einen No-Deal abzuwenden. Die EU müsste diesem jedoch noch zustimmen. Außerdem müsste man bis zum 23.05. einen Deal ausgehandelt haben, da man sonst an den Europawahlen teilnimmt und auch in den EU Haushalt einzahlen muss. Der GBP hat gerade gegen Ende der Woche nochmal abgegeben, da die Unsicherheit über den Brexitausgang immer noch ungewiss ist. Da es im GBP jedoch weiterhin zu starken Bewegungen in beide Richtungen kommen kann, bleibt die Einschätzung auf neutral- leicht bärisch. – GBP: neutral – leicht bärisch

CAD: Für den CAD lief die Woche gemischt. Anfangs ist er gut gestartet, was auch auf die starken BIP Daten der Vorwoche zurückführen ist. Hinzu kommt die positive Entwicklung des Ölpreises. Kanada ist stark abhängig vom Ölexport und deshalb freut sich der CAD immer über steigende Ölpreise. Am Freitag folgten dann aber noch die Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenquote lag wie erwartet bei 5,8%, bei den neuen Stellen gab es jedoch nicht den erwarteten Anstieg um 3.000 Stellen, sondern es wurden 7.200 Stellen abgebaut. Dies hat den CAD aber nur leicht belastet. – CAD: neutral

AUD: Für den AUD begann die Woche sehr positiv. Die Aktienmärkte starteten gut, worüber sich der AUD als Risk-On Währung sehr freut. Hinzu kam die Veröffentlichung der besser als erwarteten chinesischen Wirtschaftsdaten. Da China der größte Abnehmer australischer Waren ist, ist eine stabile chinesische Wirtschaft enorm wichtig für den AUD. Gleichzeit gab es auch wieder positive Kommentare zu den Verhandlungen zwischen China und den USA. Am Dienstag folgte dann aber der Zinsentscheid. Die Zinsen wurden zwar unverändert bei 1,5% belassen, im Statement hieß es dann aber, dass die Zinspolitik so ausgerichtet wird, dass sie die Wirtschaft unterstützt. Das spricht eher für niedrige Zinsen und ist somit negativ für den AUD. Die Verluste konnte der AUD aber gleich am nächsten Tag wieder korrigieren. Am Mittwoch wurden nämlich deutlich bessere Einzelhandelsumsätze veröffentlich. Hier gab es eine Steigerung von 0,8% statt den erwarteten 0,3%. – AUD: leicht bullisch

NZD: Der NZD war diese Woche die schwächste unter den G8 Währungen. Dies lag hauptsächlich am bärischen Zinsentscheid in der vergangenen Woche. Selbst die starken Aktienmärkte konnte den NZD als Risk-On Währung nicht positiv beeinflussen. – NZD: bärisch

JPY: Die schon erwähnten Risk-On Märkte haben den JPY diese Woche belastet. Dieser profitiert als sicherer Hafen von politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Davon gab es diese Woche jedoch kaum etwas und daher ist der JPY, hinter dem NZD, die schwächste Währung. – JPY: bärisch

CHF: Ähnlich wie dem JPY erging es auch dem CHF. Außerdem äußerte sich Schlegel von der Zentralbank negativ zur Geldpolitik. Die SNB habe noch weiteren Spielraum zur Lockerung der Geldpolitik und man werde weiterhin in die Devisenmärkte eingreifen. Dies belastet den CHF zusätzlich. – CHF: bärisch

Wichtigste Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche:

GBP: BIP Mittwoch 10:30 Uhr

EUR: Zinsentscheid + Statement Mittwoch 13:45 Uhr + Pressekonferenz 14:30 Uhr

USD: Inflationsdaten Mittwoch 14:30 Uhr

USD: Herstellungspreisindex Donnerstag 14:30 Uhr

 

Wie immer gilt: Es ist unsere subjektive Markteinschätzung zum aktuellen Status Quo. Mit entsprechenden News am Montag kann sich das Sentiment in den einzelnen Währungen jederzeit wenden.

Eine gute Handelswoche!

Team TF Research

 

 

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