Wie jede Woche gibt es hier unseren Rückblick und Ausblick für die G8 Währungen, die Newstrader zur Sentimentbestimmung nutzen können.

 

USD: Am Mittwoch wurden Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht. Sowohl der Monats-, als auch der Jahreswert waren 0,1% besser als erwartet, 0,4% statt 0,3% und 1,9% statt 1,8%. Die bereinigte Inflation, also die Kerninflation, war jedoch jeweils 0,1% schlechter als erwartet. Somit konnte der USD zwar kurzzeitig zulegen, korrigierte aber nach einer halben Stunde wieder nach unten. Bei den Meeting Minutes am Mittwochabend gab es keine Überraschungen. Die meisten FED Mitglieder betonten, dass sie keine Zinsänderung in 2019 sehen, dies war aber schon nach dem letzten Zinsentscheid bekannt. Am Freitag äußerten sich noch einige Ökonomen zur Zinslage in den USA. Diese gehen sogar davon aus, dass es auch in 2020 keine Zinserhöhung geben wird. Der USD war einer der Verlierer der G8 Währungen. Unsere Einschätzung ist: – USD: leicht bärisch – neutral

EUR: Für den EUR stand diese Woche ein Zinsentscheid auf dem Plan. Der Zinsentscheid und das Statement waren jedoch ereignislos, da es keine Überraschungen gab. Der Leitzins wurde unverändert bei 0,00% belassen und auch im Statement gab es keine gravierenden Änderungen. Die folgende Pressekonferenz von Herrn Draghi konnte im EUR jedoch kurzzeitig für Bewegung sorgen. Nachdem er gesagt hat, dass die Inflation vermutlich im September ihren Tiefpunkt erreichen werde hat der EUR etwas abgegeben. Vermutungen kommen auf, dass es sogar zur Einführung eines negativen Leitzinses kommen könnte und weitere Anleihenkaufprogramme eingeführt werden. Am Ende der Woche konnte der EUR nochmal zulegen, da Pläne über eine Milliardendollarinvestition einer japanischen Bank bekannt wurden. Unsere Einschätzung ist: – EUR: leicht bärisch

GBP: In Sachen Brexit gab es endlich eine klare Entscheidung. Leider besteht diese Entscheidung aus einer Verlängerung, der Verhandlungen, bis Ende Oktober. Dies gab Herr Tusk von der EU am Mittwochabend bekannt. Die EU hofft jetzt, dass die UK bei den Europawahlen im Mai noch in den EU Haushalt einzahlt. Dies wäre positiv für die EU, das der Anteil der UK somit nicht von den anderen Nationen aufgefangen werden müsste. Jetzt soll es erst einmal eine Verhandlungspause bis nach Ostern geben. Der GBP bleibt also weiterhin ohne klare Richtung. Unsere Einschätzung ist: – GBP: neutral

CAD: Der CAD wurde diese Woche vom Ölpreis beeinflusst. Da Kanadas Wirtschaft stark vom Ölexport abhängig ist, korrelieren der Ölpreis und der CAD miteinander.  Zu Beginn der Woche stieg der Ölpreis deutlich an, da sich der Libyenkonflikt weiter verschärfte. Durch den Konflikt in Libyen reduziert sich das Angebot an Öl, was zu einem höheren Ölpreis führt. Am Dienstag gab es dann jedoch ein Statement von Herrn Putin, dass er sich nicht sicher sei, ob Russland die Ölförderung wie vereinbart kürze. Dadurch würde es zu einem höheren Angebot an Öl kommen, was wiederum den Preis für Öl senkt. Unsere Einschätzung ist: – CAD: leicht bullisch

AUD: Der AUD war diese Woche die stärkste der G8 Währungen. Dafür gab es auch gleich mehrere Gründe. Herr Debelle von der australischen Zentralbank geht nicht davon aus, dass expansive Maßnahmen, in Form von Anleihekaufprogrammen, eingeführt werden müssen. Dies ist sehr positiv und konnte dem AUD etwas Auftrieb verleihen. Positiv, wirkte sich auch die deutlich bessere Handelsbilanz von China auf den AUD aus. Da China der größte Handelspartner Australiens ist, profitiert der AUD von einer starken chinesischen Wirtschaft. Ein dritter Punkt sind die vorliegenden Risikomärkte, welche auch an den gestiegenen Aktienmärkten zu erkennen sind. Da der AUD zu den Risk-On Währungen zählt, wurde die positive Entwicklung verstärkt. Einen Dämpfer bekam der AUD diese Woche, als der australische Premierminister zu Parlamentswahlen aufgerufen hat. Unsere Einschätzung ist: – AUD: bullisch

NZD: Wie auch der AUD, zählt der NZD zu den Risk-On Währungen und konnte diese Woche von den Risk-On Märkten profitieren. Ansonsten gab es keine bewegenden News, oder Wirtschaftsdaten. Unsere Einschätzung ist: – NZD: neutral

JPY: Der als sicherer Hafen geltende JPY, musste gerade gegen Ende Woche nochmal einiges einstecken. Auch hier liegt die Begründung in den vorliegenden Risk-On Märkten. Mit dem CHF, ist der JPY, über die Woche betrachtet, die schwächste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung ist: – JPY: leicht bärisch

CHF: Nicht viel Neues, ähnlich wie beim JPY. Unsere Einschätzung ist: – CHF: leicht bärisch

Wichtigste Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche:

GBP: Einkommensindex Dienstag 10:30 Uhr

NZD: Inflationsdaten Mittwoch 0:45 Uhr

GBP: Inflationsdaten Mittwoch 10:30 Uhr

CAD: Inflationsdaten + Handelsbilanz Mittwoch 14:30 Uhr

AUD: Arbeitsmarktdaten Donnerstag 3:30 Uhr

GBP: Einzelhandelsumsätze Donnerstag 10:30 Uhr

CAD: Einzelhandelsumsätze Donnerstag 14:30 Uhr

USD: Einzelhandelsumsätze Donnerstag 14:30 Uhr

 

Wie immer gilt: Es ist unsere subjektive Markteinschätzung zum aktuellen Status Quo. Mit entsprechenden News am Montag kann sich das Sentiment in den einzelnen Währungen jederzeit wenden.

Eine gute Handelswoche!

Team TF Research

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