Wie jede Woche gibt es hier unseren Rückblick und Ausblick für die G8 Währungen, die Newstrader zur Sentimentbestimmung nutzen können.

USD: Der USD gehört diese Woche zu den Verlierern der G8 Währungen. Dies liegt zum einen an der Stärke der anderen Währungen und zum anderen wurden schwache Wirtschafsdaten veröffentlicht. Bei den Wirtschaftsdaten handelte es sich um den normalen und den bereinigten Verbraucherpreisindex, mit welchem die Inflation gemessen wird. Beide wichen auf Monatsbasis leicht negativ von den Erwartungen ab. Unsere Einschätzung ist: – USD: leicht bärisch – neutral

EUR: Der EUR profitierte zu Beginn der Woche von einer Umfrage im Dienstleistungssektor. Diese fiel besser als erwartet aus und verlieh dem EUR etwas Auftrieb. Im Laufe der Woche rückte Italien dann nochmal etwas mehr in den Focus. Die EU Kommission senkte die BIP Erwartungen von Italien für 2019 von 0,2% auf 0,1%. Mit diesem niedrigen Wert bildet Italien das Schlusslicht der EU. Italien möchte die Wirtschaft mit Steuersenkungen stärken, was jedoch einen Verstoß gegen die Haushaltsdefizits-Regeln der EU mit sich bringt. Über die Woche gesehen ist der EUR die stärkste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung ist: – EUR: neutral – leicht bullisch

GBP: Hauptthema im GBP sind weiterhin die Brexitverhandlungen. Es konnten auch in dieser Woche keine konkreten Fortschritte verkündet werden. Es gibt immer wieder Gerüchte über Annährungen, welche aber oft zeitnah wiederrufen werden. Der Markt scheint jedoch etwas abgestumpft zu sein und reagiert nicht mehr auf jede neue News. Frau May hat zusätzlichen Druck aus der eigenen Partei bekommen, da immer mehr Leute ihren Rücktritt fordern. Es hieß, dass Sie wohl kurzfristig einen Zeitplan für ihren Rücktritt vorlegen möchte. Über die Woche gesehen war der GBP die schwächste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung ist: – GBP: leicht bärisch

CAD: Das Highlight im CAD waren die Arbeitsmarktdaten am Freitag. Hier wurden zeitgleich die Arbeitslosenquote und die neu geschaffenen Stellen veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,7% etwas niedriger als die erwarteten 5,8%, was positiv für den CAD ist. Der Fokus lag jedoch auf den neu geschaffenen Stellen. Hier ging man von einer Steigerung von 10k aus, erreichte aber überragende 106,5k neue Stellen. Der CAD legte daraufhin deutlich zu. Unsere Einschätzung ist: – CAD: leicht bullisch

AUD: Die Märkte wurden diese Woche extrem stark von Unsicherheiten gelenkt. Grund hierfür waren die Handelskonflikte zwischen den USA und China. Zu Beginn der Woche kündigte Trump neue Zölle auf chinesische Waren an. Da Australiens Wirtschaft stark abhängig vom Export nach China ist, wirken sich negative Wirtschaftsfaktoren Chinas auch negativ auf den AUD aus. Am Freitag wurden dann tatsächlich die Zölle für China erhöht. Trotzdem wurden die Verhandlungen weitergeführt, was den Markt auf eine zukünftige Lösung hoffen lässt. Es gab jedoch auch positive Nachrichten für den AUD. Beim Zinsentscheid am Dienstag wurde der Leitzins etwas überraschend, unverändert bei 1,5% belassen. Einige Marktteilnehmer hatten hier mit einer Zinssenkung gerechnet. Die Wachstumserwartungen für Australien sind weiterhin positiv und die Inflationserwartungen für 2019 wurden nur leicht nach unten angepasst. Unsere Einschätzung ist: – AUD: neutral

NZD: Der NZD hatte es diese Woche gleich mehrfach schwer. Zum einen zählt der NZD zu den Risk-On Währungen und hatte diese Woche mit den Unsicherheiten am Markt zu kämpfen. Zum anderen gab es am Mittwoch einen Zinsentscheid, bei dem der Leitzins um 0,25% gesenkt wurde. Zusätzlich hat die neuseeländische Zentralbank die Zukunftserwartungen leicht nach unten angepasst. Der NZD zählt zu den schwächsten der G8 Währungen. Unsere Einschätzung ist: – NZD: leicht bärisch

JPY: Auch beim JPY lag der Fokus diese Woche auf dem Handelskonflikt zwischen den USA und China. Der JPY der als sicherer Hafen gilt, profitiert von solchen Unsicherheiten. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass der JPY zu den stärksten der G8 Währungen zählt. Am Donnerstag gab es zwar nochmal negative Aussagen von Herr Kuroda von der japanischen Zentralbank, dass man weiterhin expansiv agieren werde. Dies sorgte jedoch für wenig Überraschung. Unsere Einschätzung ist: – JPY: leicht bullisch

CHF: Der CHF der auch zu den Risk-Off Währungen gehört, profitieret ebenfalls von den Unsicherheiten am Markt. Ansonsten gab es keine neuen News zum CHF. Unsere Einschätzung ist: – CHF: neutral – leicht bullisch

 

Wichtigste Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche:

EUR: deutsche Wirtschaftsstimmung Dienstag 11 Uhr

AUD: Lohnindex Mittwoch 3:30 Uhr

CAD: Inflationsdaten Mittwoch 14:30 Uhr

USD: Einzelhandelsumsätze Mittwoch 14:30 Uhr

AUD: Arbeitsmarktdaten Donnerstag 3:30 Uhr

 

Wie immer gilt: Es ist unsere subjektive Markteinschätzung zum aktuellen Status Quo. Mit entsprechenden News am Montag kann sich das Sentiment in den einzelnen Währungen jederzeit wenden.

Eine gute Handelswoche!

Team TF Research

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here