Für Trader, die sich für saisonale Muster im Oktober interessieren, gibt es hier ein paar nützliche Informationen zum Forex-, Rohstoff- und Kryptomarkt.

Bei saisonalem Trading achten Trader auf historische Daten und auffällige Muster.

Der nachfolgende Beitrag erschien im Original auf forexlive.com. Ich nehme ihn auf und kommentiere ihn mit entsprechenden Anmerkungen zur geo- und geldpolitischen Lage im Oktober 2019.

Oktober ist ein anspruchsvoller Monat für saisonale Trader und es ist wichtig zu beachten, dass das Krisenjahr 2008 nun aus den 10-Jahres-Durchschnitten dieses Jahr herausfällt. Es war ein Monat, der einige der Durchschnitte massiv verzerrt hat und wir bekommen wahrscheinlich einen saubereren Look.

Das heißt, es gibt immer große Ereignisse, die auf die eine oder andere Weise Verzerrungen verursachen.

1) AUD/USD

Eine Währung, die im Oktober 2008 besonders stark betroffen war, war der AUD/USD, der im Monat um fast 16% fiel – ein undenkbarer Schritt bei den aktuellen Niedrig-Volumen-Standards. Tatsächlich fiel der australische Dollar in der Zeit von Juli bis Oktober dieses Jahres um fast 40 Kerzen – auf 0,60, ausgehend von „fast Parität“.

Später erholte er sich wieder vollständig und mehr, aber jetzt ist er wieder in der Abwärtsphase. Kürzlich erreichte er nach einem RBA-Schnitt den niedrigsten Stand seit 2009.

Doch manchmal können Züge der Zentralbank – auch solche in Russland – Wendepunkte markieren. AUD/USD liegt heute um 25 Pips unter den Tiefstständen und wieder über einem Dreifach-Tief bei 0,6700. Wenn das halten kann, gibt es einen guten Risiko-Ertrags-Handel in AUD/USD longs mit einem engen Stop. Der durchschnittliche Zuwachs in den letzten 10 Jahren im Oktober beträgt 1,1% – das viertbeste im Kalender. Natürlich würde eine positive Lösung im Handelsstreit den AUD befeuern, doch davon ist aktuell nicht auszugehen. Der AUD ist also eine Risk-On Währung, die neben der heimischen Geldpolitik auch von der allgemeinen Börsenstimmung getrieben wird.

2) Hüte dich vor den Dollar-Bullen.

Der Oktober-November ist ein starker Zeitraum für den US-Dollar. Der Dollar-Index hat im Oktober fünf Jahre lang in Folge zugelegt. Es folgt November, der zweitstärkste Monat des Kalenders, mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 1,37% in den letzten zehn Jahren, darunter ein Anstieg in 8 der letzten 9 Jahre. Sollte sich die Fed für eine Beibehaltung der Zinsen entscheiden, dürfte sich der Trend fortsetzen. Allerdings stehen die Chancen auf eine weitere Zinssenkung momentan noch besonders hoch.

3) Aktien mögen den Herbst

Der Nikkei hat oftmals die wunderbare Angewohnheit, von September bis Ende des Jahres zu steigen. Es begann gut in diesem Jahr mit einem Plus von 5% im September. Es ist eine ähnliche Geschichte in den USA. Oktober ist der drittbeste Monat für US-Aktien in den letzten zehn Jahren. ABER: Im letzten Jahr sind die Aktien im Oktober weltweit gesunken sind und bis zum Jahresende weiter gefallen sind. Aktuell sehen wir zwar aufgrund expansiver Geldpolitik generell billiges Geld, was im Aktienmarkt angelegt werden will, doch ausreichend politischen Spannungen und eine Verlangsamung des globalen Wachstums haben kürzlich bereits für deutliche Rücksetzer gesorgt.

4) Bitcoin

Der Bitcoin-Chart sieht nach dem Durchbruch des September-Tiefs nicht gut aus. Wenn die Bullen nach etwas Positivem suchen, an dem sie sich festhalten können. Die Periode von Oktober bis Dezember ist die stärkste im Kalender für Krypto mit Durchschnittswerten von 35%, 57% bzw. 14%. Die schlechte Nachricht? Im vergangenen Jahr war es in allen drei Monaten rückläufig. So richtig flügge geworden ist der Bitcoin meiner Meinung nach erst nach der Einführung des Future-Handels in 2017, sodass die Historie noch nicht sonderlich aussagekräftig ist. Was man zukünftig beobachten sollte ist, wie sich der Bitcoin bei fallenden Aktienmärkten verhält. Gegebenenfalls gibt es eine negative Korrelation, wie beim Gold.

5) Erdgas

Beim Erdgas gibt es bis November ein sehr starkes saisonales Angebot. Es wurde das ganze Jahr über „zusammengeschlagen“, aber etwas über die ersten Schneestürme im Nordosten der USA scheint die Rohstoffhändler an den gesamten Heizstoff zu erinnern, den sie in diesem Jahr verbrennen werden. Auf der anderen Seite ist zu beachten, dass sich das Öl nun in seinem traditionellen dreimonatigen Einbruch bis zum Jahresende befindet.

Saisonale Muster eignen sich für Swingtrader mit einer Perspektive von mehreren Wochen.

Wer hingegen auf kurzfristige Trading Setups aus ist und bei der Erstellung einer Strategie Hilfe benötigt, sollte sich hier unser Trader Training ansehen.

Gute Erkenntnisse!

Tim

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