Wie jede Woche gibt es hier unsere Einschätzung zu den G8 Währungen inklusive Sentimentbestimmung.

Wir handeln einen Global-Macro Ansatz. Fundamentale Parameter aus Geo- und Geldpolitik beeinflussen das Sentiment, woraus wir starke und schwache Assets ableiten und Trade Ideen generieren können.

Hier findest du unsere aktuelle Einschätzung:

Wichtiger Hinweis: Unsere Einschätzung spiegelt die subjektive Meinung zur fundamentalen Lage der jeweiligen Währung wieder. Es heißt nicht, dass sich der Kurs entsprechend in die antizipierte Richtung bewegt. Korrekturen von 100-200p. sind in jedem übergeordneten Trend normal und müssen einkalkuliert werden. Kein Asset steigt/fällt ewig.

 

USD: In dieser Woche gab es einige Wirtschaftsdaten aus den USA, die die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der FED gesenkt haben. Zwar war die Inflation mit 1,7% leicht unter den Erwartungen von 1,8%, jedoch war die Kerninflation mit 2,4% statt 2,3% und 0,3% statt 0,2%, leicht besser. Die Einzelhandelsdaten von Freitag, konnten die Erwartungen ebenfalls übertreffen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte ist damit so gut wie vom Tisch. Unsere Einschätzung zum USD: leicht bullisch

EUR: Highlight für den EUR und die gesamte Handelswoche, war der Zinsentscheid der EZB. Der Einlagenzins wurde wie erwartet gesenkt und ein neues QE Programm, über 20 Mrd. EUR pro Monat, wird ab 01.11.19 beginnen. Gleichzeit wurde nochmals bestätigt, dass die Zinsen so lange niedrig bleiben, bis die Inflation nahe unter 2% liegt. Da man teilweise mit einer noch höheren Zinssenkung gerechnet hatte und auch das QE Programm vermutet wurde, hat der EUR nach einer ersten Schwächephase, gut zugelegt. Ansonsten sind die Aussichten für die deutsche und europäische Wirtschaft weiterhin nach unten gerichtet. Die BIP- und Inflationsprognosen wurden nach unten angepasst. Unsere Einschätzung zum EUR: neutral

GBP: Der GBP wurde in dieser Woche sowohl von Wirtschaftsdaten, als auch von Brexitmeldungen beeinflusst. Positiv waren die BIP Daten von Montag und die Durchschnittseinkommen von Dienstag. Das BIP auf Monatsbasis mit 0,3% statt -0,1% und das BIP auf Jahresbasis mit 1% statt 0,8%, lagen deutlich über den Erwartungen. Das Durchschnittseinkommen konnte mit 4% statt 3,7% überzeugen. In Sachen Brexit hat Boris Johnson erneut versucht vorzeitige Wahlen herbeizuführen. Dies wurde jedoch wieder abgelehnt. Er ist sich dennoch sicher, dass die UK die EU am 31.10. verlassen wird. Die Wahrscheinlichkeit für einen No-Deal Brexit ist jedoch etwas zurückgegangen, was den GBP zusätzlich gestützt hat. Unsere Einschätzung zum GBP: neutral – leicht bullisch

CAD: Der CAD hat sich aufgrund des gefallenen Ölpreises schlecht entwickelt. Da Kanada einer der größten Ölexporteure ist, ist der CAD stark abhängig von der Entwicklung des Ölpreises. Positiv für den CAD waren in dieser Woche die erfreulichen Immobiliendaten. Der Immobilienmarkt ist eines der Sorgenkinder, der kanadischen Zentralbank, gewesen. Dies hat sich nun wohl schneller erledigt, als erwartet. Unsere Einschätzung zum CAD: leicht bärisch

AUD: Einen Fortschritt gab es auch bei den Handelsgesprächen zwischen China und den USA. Hier hat Trump die nächsten Zölle, in Höhe von 250 Mrd. USD, um zwei Wochen verschoben. Dies soll nicht nur Zeichen seines guten Willens sein, sondern lässt auch auf eine Lösung des Konfliktes hoffen. Die Märkte haben es positiv aufgenommen und Risk Assets wie den AUD gestützt. Zusätzlich zählt China zu den wichtigsten Handelspartnern von Australien, weshalb der AUD positiv auf gute Chinameldungen reagiert. Unsere Einschätzung zum AUD: leicht bullisch

NZD: Auch der NZD konnte etwas von der guten Stimmung am Markt profitieren, jedoch hielt sich die positive Entwicklung in Grenzen. Ansonsten gibt es nichts Neues zum NZD. Unsere Einschätzung zum NZD: neutral

JPY: Der JPY hatte es in dieser Woche gleich doppelt schwer. Zum einen wurde er von den positiven Kommentaren im Handelskonflikt geschwächt, da der JPY zu den Risk Off Währungen gehört, welche von Unsicherheiten am Markt profitieren. Zum anderen hieß es, dass die Politiker der japanischen Zentralbank offen für eine Debatte seinen, bei der es um weitere Lockerungen der Geldpolitik geht. Auf Wochenbasis ist der JPY die schwächste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum JPY: bärisch

CHF: Auch der CHF musste Aufgrund der positiven Entwicklung im Handelskonflikt einiges abgeben. Ansonsten gab es keine neuen News. Unsere Einschätzung zum CHF: leicht bärisch

 

Wichtige Termine:

AUD: Protokoll der geldpolitischen Sitzung Dienstag 3:30 Uhr

GBP: Inflationsdaten Mittwoch 10:30 Uhr

CAD: Inflationsdaten Mittwoch 14:30 Uhr

USD: Zinsentscheid + Statement Mittwoch 20:00 Uhr + Pressekonferenz 20:30 Uhr

NZD: BIP Donnerstag 0:45 Uhr

AUD: Arbeitsmarktdaten Donnerstag 3:30 Uhr

JPY: Zinsentscheid + Statement Donnerstagmorgen

GBP: Einzelhandelsumsätze Donnerstag 10:30 Uhr

GBP: Zinsentscheid + Sitzungsprotokoll Donnerstag 13:00 Uhr

CAD: Einzelhandelsumsätze Freitag 14:30 Uhr

 

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TF Research

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