Start Trading Anfänger Trading Indikatoren: So handelst du Trendkanal und RSI richtig

Trading Indikatoren: So handelst du Trendkanal und RSI richtig

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Ich zeige dir neben Trendkanal und RSI  insgesamt 5 leicht verständliche und erfolgsversprechende Trading Indikatoren bzw. Hilfsmittel, die du einfach in dein Setup übernehmen kannst.

Die Charttechnik bietet uns hunderte Möglichkeiten und oft hört es sich alles so einfach zu Handeln an. In der Praxis sind wir dann meistens meilenweit von der simplen Handhabung entfernt.

Im folgenden Chart sehen wir nicht nur einen ordentlichen Trendkanal. Bei genauerem hinsehen findet man auch zwei andere, recht zuverlässige, Kursmuster.

Der Chart zeigt die Entwicklung des Dow Jones im sogenannten H4- Zeitraum an. H4 steht für „Hourly-4“, also eine Kerze bildet 4 Zeitstunden ab.

Trading Indikator Trendkanal

Generell kann man sagen, je höher die Zeitebene, desto zuverlässiger sind die Signale der Charttechnik.  

Das soll nicht heißen, dass ein Widerstand oder eine Unterstützung im 1-Min Chart nicht auch funktionieren. Mit solchen Aussagen meine ich lediglich die Wahrscheinlichkeit, welche sich in kleineren Zeitebenen eher der 50/50 Wahrscheinlichkeit nähert und damit für mein Set-up nicht genau genug.

Zurück zu unserem Chart.

Generell braucht es für einen Trendkanal nur 3 Berührungspunkte. In diesem Fall hier ist mir der Trendkanal erst relativ spät bewusst geworden, nämlich am 23.01.

Dort prallte der Kurs  wieder an der oberen Kanalgrenze ab. Als Bestätigung der Kurswende kann man auch den RSI (siehe unten) hinzuziehen. Mit einem RSI über 70 galt der Index als überkauft und wartete auf eine Abkühlung.

Eine weitere recht zuverlässige Trendwechselformation ist der „Hammer“ bzw. der „inverted Hammer“. Dabei handelt es sich um Kerzen mit langem Docht und kleinem Körper. Auch hier gilt wieder: Je höher die Zeiteinheit, desto zuverlässiger die Kerze bzw. die Trendwende.

Im folgenden konnte ich also ab 17750 eine schöne Shortposition aufbauen (Kauf via CFD), da für mich folgende 3 Indikatoren übereinstimmten:

  1. Der Kurs schaffte nicht den Ausbruch aus dem Kanal (am 23.01.).
  2. Der RSI war bereits über 70.
  3. Der Hammer in der 4h-Kerze signalisierte auch (eher) eine Trendwende

 

Wichtig:

Trade niemals stur nach nur einem Indikator! Das wäre dann doch nichts anderes als Roulette mit „schwarz/rot Strategie“.

Für mich müssen mindestens 3 Indikatoren in die selbe Richtung zeigen. Dann stimmt für mich das Chance-Risiko-Verhältnis.

DowJones4hpaint

Am 26.01. (Montag) eröffnete der Kurs mit einem Gap-Down, einer sogenannten „Kurslücke nach unten“.

Gaps werden in der Regel geschlossen, fraglich ist nur wann…

In diesem Fall bereits mit den nächsten 3 Kerzen, also sehr zeitnah. Trotzdem habe ich die Position gehalten, da ich den kurzen Anstieg eben nur als „Schließen des Gaps“ angesehen habe und danach mit Trendfortsetzung Richtung Süden rechnete.

 

Am 27.01. rutschte der Kurs bereits unter 17400 Punkte.  Der lange Hammer, dessen Docht bis auf ca 17300 Punkte führte, dann aber doch bei 17400 Punkten schloss, gab mir dann einen ersten Hinweis auf steigende Kurse.

Da der RSI auch wieder im roten Bereich angekommen war, habe ich dort die erste Hälfte meiner Shortposition verkauft, bei 17435 Punkten. Somit hatte ich also 325 Punkte (teil-)realisiert.

Mein Stop-Loss hatte ich bei Kauf auf 17920 Punkte gesetzt und relativ schnell auf Einstand, also auf 17750 nachgezogen. Somit war der Trade relativ schnell gesichert.

Nun hatte ich noch meine zweite Hälfte der Position. Mein Ziel lag von Anfang an auf der Unterkante des Trendkanals. Am 28.01 hatte der Dax aber im Bereich einen für mich schlüssigen Boden gebildet, sodass ich dann den zweiten Teil bei 17250 Punkten verkauft habe – 500 Punkte Gewinn.  Ich habe es also nicht bis zum avisierten Ziel durchgehalten, welches dann bei ca 17100 Punkten am 02.02. eingetroffen ist.

Für die gesamte Position ergab sich in Summe ein Gewinn i.H.v.  412,5 Punkten. Für diese kurze Zeit und das geringe Risiko (SL war nicht zu weit weg gewählt und schnell auf Einstand) ein für mich äußerst attraktives Ergebnis.

Der Chart zeigt neben Trendkanal, Hammer, RSI und GAP ein weiteres, sehr interessantes Muster.

Kennst du den Verabschieder?

Den Verabschieder kannst du dir in etwa so vorstellen.

Du bist bei Freunden eingeladen und ihr trinkt ein, zwei Bier. Nach ein paar Stunden stehst du auf und gehst wortlos aus dem Haus. Kurz vor Ende des Grundstücks fällt dir auf: „Mist, ich habe mich gar nicht verabschiedet.“

Also gehst du zurück ins Haus und sagst deinen Jungs „Auf Wiedersehen! Somit hast du dich standesgemäß verabschiedet.

Was hat das nun mit dem Kurs zutun?

Ganz einfach. Der Kurs macht nichts anderes als du mit deinen Jungs.

Der Kurs haut nach oben hin ab. Das Ganze geht so schnell, mit einer langen grünen/weißen Kerze, dass er alles andere hinter sich lässt. Irgendwann merkt er, dass er etwas vergessen hat und kehrt zur Ausbruchsstelle zurück. Dort „verabschiedet“ er sich und setzt anschließend seinen (Long-)Trend fort.

In unserem oberen Bild sieht man den Verabschieder noch ganz gut, die anschließende Trendfortsetzung leider nicht mehr (Redaktionsschluss:) ).

Fazit:

Der Chart zeigt einige einfache Indikatoren und Formationen, die im Zusammenspiel eine recht gute Trefferquote bieten.

Auch die Zeitebene spielt eine Rolle. Generell sind solche Tradinggelegenheiten in höheren Zeitebenen (ab 1h aufwärts) zuverlässiger zu handeln, als in kleineren Zeiteinheiten.

Wichtig ist vor allem, von Anfang an ein Ziel zu bestimmen und genauso direkt ein Stop-Loss zu definieren, falls der Trade nicht in die gewünschte Richtung läuft.

Abschließend das vielleicht wichtigste Statement zu diesem Beitrag:

Trendkanal, RSI und Co. sind Indikatoren der Charttechnik. Nicht mehr und nicht weniger. Mache nicht den Fehler, diesen Tools zu viel Bedeutung im Trading beizumessen.

Sie sind ein Teil des Tradingprozesses. Ein Teil, der mal besser und mal schlechter funktioniert.

Du kannst den Einsatz von diesen Trading Indikatoren und Formationen sowohl backtesten als auch auf einem Demokonto üben.

Achte dabei auf eine längere Zeit mit verschiedenen Marktphasen.

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Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

1 KOMMENTAR

  1. Hallo

    Zitat: Generell braucht es für einen Trendkanal nur 3 Berührungspunkte. In diesem Fall hier ist mir der Trendkanal erst relativ spät bewusst geworden, nämlich am 23.01.

    Ich seh im Chartbild nur 2 Berührungspunkte (ganz links und beim einstieg). Wobei der Einstieg bereits beim zweiten Berührungspunkte erfolgt. Also noch gar kein Trend ersichtlich ist oder wo ist mein Denkfehler?

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