In diesem Beitrag findest du Rückblick, Sentimenteinschätzung zu den G8 Forexpaaren und den Ausblick für die kommende Woche von einem unserer Analysten.

Warum sind diese Analysen für uns wichtig?

Als Newstrader verfolgen wir eine Macro-FX-Strategie, wo fundamentale Aspekte und charttechnische Aspekte verbunden werden. In erster Linie suchen wir immer(!) starke und schwache Währungen und bilden dann entsprechende FX-Paare.

USD: Am Mittwoch gab es wieder einen Zinsentscheid der FED mit Veröffentlichung eines Statements und einer anschließenden Pressekonferenz. Der Zins wurde wie erwartet nicht verändert. Im Statement gab es jedoch einige Änderungen. Der Absatz weitere schrittweise Zinsanhebungen wurde gestrichen, die Wirtschaftsaktivität wurde von stark auf solide runtergestuft, außerdem ist man bereit die Normalisierung der Bilanz anzupassen, falls nötig und man hat nochmals betont, dass die nächsten Zinsanhebungen vollkommen datenabhängig sind. Dies sind dovishe Aussagen und haben dem USD einen Dämpfer verpasst. Zusätzlich dazu wurden wie jeden ersten Freitag im Monat die NFP´s und die Arbeitslosenrate und die Lohnentwicklung veröffentlicht. Hier gab es sowohl gute als auch schlechte Daten. Die NFP´s waren mit 304k deutlich höher als die erwarteten 165k und somit positiv für den USD. Schlechter dagegen waren die Arbeitslosenrate mit 4% statt 3,9% und die Löhne sind auf Monatsbasis nur um 0,1% statt um 0,3% gestiegen. – USD ist bärisch.

EUR: Der EUR hat diese Woche vom schwachen USD profitiert. Da der EURUSD das meist gehandelte Währungspaar ist, wirkt sich ein schwacher USD auf den EUR aus. Ansonsten gab es nichts Neues aus der Geld- oder Geopolitik, was marktbewegend war. – EUR leicht bullisch.

GBP: Der GBP wird weiterhin von der Brexit Thematik kontrolliert. Am Dienstag gab es wieder eine Abstimmung zum Brexit, die sich negativ aus den GBP ausgewirkt hat. Goldman Sachs´ hat daraufhin die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Ausgänge angepasst. Die Wahrscheinlichkeit für einen NO-Deal wurde von 10% auf 15% angehoben, für keinen Brexit von 40% auf 35% gesenkt und ein verspäteter Brexit ist mit 50% immer noch am wahrscheinlichsten. – GBP ist bärisch.

CAD: Der CAD hat diese Woche gut zugelegt. Dies ist vor allem auf den gestiegenen Ölpreis zurückzuführen. Auch ein allgemeiner Risk-On-Ton wirkt unterstützend. – CAD ist bullisch.

JPY Aus politischer Sicht, war es eine ruhige Handelswoche, was für den JPY als Risk Off Währung nicht von Vorteil ist. Gerade gegen Ende der Woche hat der JPY nochmal gut abgegeben, was auf die starken Aktienmärkte in den USA zurückzuführen ist, was wiederum für Risk On Märkte spricht. – JPY ist bärisch.

AUD: Der AUD profitiert diese Woche von leicht besseren Inflationsdaten, welche am Mittwoch veröffentlicht wurden, CPI auf Jahresbasis 1,8% statt den erwarteten 1,7%. Außerdem wird der AUD als Risk On Währung positiv durch steigenden Aktienmärte beeinflusst. – AUD leicht bullisch.

NZD: Nichts wirklich Neues zum NZD. Es gab keine relevanten Neuigkeiten. Generell folgt der NZD auch einem Risk-On-Ton. – NZD ist neutral.

CHF: Der Schweizer Franken hat. ähnlich wie der JPY, als Safe Haven Währung keine gute Woche gehabt. Zudem ist die SNB immer darum bemüht, den CHF schwach zu halten, um den Export anzukurbeln. Seitens Geldpolitik gab es zuletzt keine neuen Impulse.

Wichtigste Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche:

AUD: Retail Sales und Handelsbilanz Dienstag 1:30 Uhr, Zinsentscheid + Statement um 4:30 Uhr

NZD: Arbeitsmarktdaten Mittwoch 22:45 Uhr

GBP: Zinsentscheid + Statement + Dotplot + Inflationsbericht Donnerstag 13 Uhr

CAD: Arbeitsmarktdaten Freitag 14:30 Uhr

Allen eine gute Handelswoche!

TF Research

1 KOMMENTAR

  1. Diese neue Rubrik gefällt mir sehr gut. Sie ist professionell und gibt uns die Möglichkeit die zusammengetragenen Informationen nochmals zu verarbeiten. Dadurch ergibt sich ein Lerneffekt. Ich würde es gut finden, wenn auch ein Hinweis zu fundamental durchschlagenden Reaktionen enthalten enthalten wäre.

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