Zum Wochenstart bekommst du hier den Rückblick, die FX Sentimenteinschätzung und den Ausblick für die kommende Handelswoche:

 

USD: Diese Woche gab es wieder einen Zinsentscheid in den USA. Der Leitzins wurde wie erwartet bei 2,5% belassen. Die FED hat jedoch die Zielprojektionen deutlich nach unten angepasst, was teilweise auch schon vorher erwartet wurde. Nun rechnet die FED in 2019 mit keiner weiteren Zinsanhebungen, obwohl am Ende von 2018 noch von zwei Erhöhungen die Rede war. Der Grund für die Anpassung ist die Verlangsamung der Wirtschaft und die weiterhin bestehenden Unsicherheiten. Der USD hat daraufhin deutlich nachgegeben. Gegen Ende der Woche konnte der USD jedoch einiges wiedergutmachen und scheint sich erholt zu haben. – Unsere Einschätzung zum USD: leicht bärisch – neutral

EUR: Der EUR hat diese Woche seit langer Zeit mal wieder auf die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten reagiert. Am Freitag wurde zunächst der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich veröffentlicht, welcher mit 48,7 deutlich unter dem erwarteten Wert von 50,6 lag. Kurze Zeit darauf folgte der Einkaufsmanagerindex aus Deutschland, der sogar eine noch größere Abweichung lieferte. Da die deutsche und die französische Wirtschaft enorm wichtig für den Euroraum sind, hat das den EUR stark belastet. Zudem haben wir weiterhin eine expansiv ausgerichtete Geldpolitik der EZB. – Unsere Einschätzung zum EUR: bärisch

GBP: Beim GBP drehte sich, wie in den letztens Wochen auch schon, alles um den Brexit. Somit rückte sogar der Zinsentscheid am Donnerstag in den Hintergrund. Wie erwartet stimmten alle neun Mitglieder dafür, den Leitzins unverändert zu lassen. Bezüglich des Brexits war es wieder ein hin und her, mit einem Wechsel aus positiven und negativen Kommentaren. Es konnte noch keine Einigung bezüglich einer Verlängerung des Artikel 50 getroffen werden. Die UK bittet wohl um einen kurzen Aufschub bis zum 22.05.19, welchem dann aber immer noch von der EU zugestimmt werden muss. Die EU will dem wohl zustimmen, sollte der Deal von May nächste Woche genehmigt werden. Laut einigen Großbanken liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Deal mittlerweile bei 50%, für keinen Deal durch ein zweites Referendum bei 35% und einen No-Deal bei 15%. Der GBP war über die Woche gesehen schwächer. Trotz der Ungewissheit sehen wir mittlerweile „Upside Risk“ in Folge einer (möglichen) vernünftigen Einigung. – Unsere Einschätzung zum GBP: neutral.

CAD: Der CAD konnte sich diese Woche, trotz des neuen Jahreshoch im Ölpreis, nicht gegen die anderen Währungen durchsetzen. Am Freitag gab es dann noch die Veröffentlichung von Inflationsdaten und Einzelhandelsumsätzen. Die Inflationsdaten waren mit 0,7% auf Monatsbasis und 1,5% auf Jahresbasis zwar leicht über den Erwartungen von 0,6% bzw. 1,4%, jedoch enttäuschten die Einzelhandelsumsätze mit -0,3% statt den erwarteten +0,4%. – Unsere Einschätzung zum CAD: leicht bärisch.

JPY: Der JPY hat diese Woche gut zugelegt. Dies liegt vor allem an der gestiegenen Unsicherheit an den Märkten. Der JPY, der als sicherer Hafen gilt, wird in solchen Phasen gerne gekauft und ist dem entsprechen gestiegen. Grund für Unsicherheiten sind unter anderem die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China, die schwächelnde Weltwirtschaft und der Brexit. -JPY: bullisch

AUD: Der AUD hat gerade gegen Ende der Woche deutlich abgegeben. Dies liegt auch hier an der Unsicherheit an den Märkten. Hinzu kommt, dass es laut US Offiziellen Probleme bei den Verhandlungen mit China gibt. Als größter Abnehmer australischer Wahren ist China somit von großer Bedeutung für den AUD. -Unsere Einschätzung zum AUD: bärisch

NZD: In Neuseeland wurde am Mittwoch das BIP veröffentlicht. Hier traf die Steigerung von 0,6% genau die Erwartungen. Da auch der NZD zu den Risk-On Währungen gehört, leidet auch er unter der Unsicherheit und den fallenden Aktienkursen. – Unsere Einschätzung zum NZD: leicht bärisch

CHF: Diese Woche gab es auch in der Schweiz einen Zinsentscheid. Wie so oft, kam es jedoch zu keiner Überraschung bzw. Änderung seitens der Schweizer Notenbank. Der Leitzins wird weiterhin bei -0,75% gehalten. Der CHF der auch als sicherer Hafen gilt, konnte, ähnlich wie der JPY, gegen Ende der Woche gut zulegen. -CHF: bullisch

Wichtigste Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche:

Folgende Wirtschaftsdaten erachten wir als marktrelevant:

NZD: Zinsentscheid + Statement Mittwoch 2:00 Uhr
CAD: Handelsbilanz Mittwoch 13:30 Uhr
CAD: BIP Freitag 13:30 Uhr

Es wird auch das BIP aus den USA veröffentlicht, jedoch hat Präsident Trump hier schon eine Veröffentlichung „geleaked“. Das Event dürfte also kaum noch Bewegung bringen.

 

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Eine gute Woche!

Team TF Research

 

TF research

 

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