Wie jede Woche gibt es hier unsere Einschätzung zu den G8 Währungen inklusive Sentimentbestimmung.

 

USD: In dieser Woche wurde das vorläufige BIP veröffentlicht. Mit 3,1% traf es jedoch genau die Erwartungen und konnte somit nicht für eine Überraschung sorgen. Richtungsweisend für den USD waren auch in dieser Woche die Handelskonflikte der USA, aber dazu später mehr. Der Markt rechnet nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 84% mit einer Zinssenkung der FED bis zum Jahresende. Die Wahrscheinlichkeit für zwei Zinssenkungen in 2019 liegt auch schon bei 73%. Somit kommt Trump seinem Ziel der niedrigeren Zinsen immer näher. Unserer Einschätzung nach ist der USD zwar nicht stark, konnte sich aber dennoch gegen die meisten anderen G8 Währungen durchsetzen, da diese zum Teil noch schwächer waren. Unsere Einschätzung zum USD: Neutral

EUR: Der EUR hat zu Beginn der Woche mit Spannung auf die Wahlergebnisse der Europawahl geschaut. Die große Überraschung blieb jedoch aus, weshalb der EUR nicht darauf reagiert hat. Für den nächsten Brandherd sorgte erneut Italien. Es deutet sich an, dass Italien eine Strafe von vier Milliarden Euro zahlen muss, da sie schon in 2018 das Staatsbudget überschritten haben. Zusätzlich könnte sie ein Disziplinarverfahren treffen, was es Italien in Zukunft nicht leichter machen wird. Dies belastet den EUR stark. Aus Italien kommen bisher keine Vorschläge, die auf eine zeitnahe Lösung hindeuten. Eine zusätzliche Belastung für den EUR entstand, durch die Anpassung der Wachstumsprognosen von der deutschen Industrie- und Handelskammer. Diese sieht in 2019 ein Wachstum von rund 0,6%, zuvor ist man von einem Wachstum von 0,9% ausgegangen. Eine Folge der schwachen Wirtschaftsdaten ist, dass Herr Rehn von der EZB die nächsten Zinsschritte weiter in der Zukunft sieht, als vorher angenommen. Ein weiterer Dämpfer für den EUR. Die Bestätigung gab es dann noch am Freitag, als schwächere Inflationsdaten aus Deutschland und Italien veröffentlich wurden. Unsere Einschätzung zum EUR: bärisch

GBP: Der GBP ist weiterhin angeschlagen, da ein No-Deal Brexit wieder wahrscheinlicher geworden ist. Dies liegt daran, dass der Markt befürchtet, Boris Johnson werde sich bei der Wahl zum Premierminister durchsetzen. Er gilt als Brexit Befürworter und es besteht die Sorge, er könnte bei den Verhandlungen auf stur schalten. Unsere Einschätzung zum GBP: bärisch

CAD: Für den CAD stand in dieser Woche ein Zinsentscheid auf der Agenda. Der Zinssatz wurde unverändert bei 1,75% belassen. Auch im Statement gab es keine großen Abweichungen zur Prognose. Es hieß das die Schwächephase nur temporär war und sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erhole. Am Freitag gab es dann noch eine Veröffentlichung der Daten zum BIP. Auf Monatsbasis konnte das BIP mit einer Steigerung von 0,5% positiv überraschen, da man lediglich von einer Steigerung von 0,3% ausgegangen war. Das annualisierte BIP wich jedoch etwas nach unten ab, +0,4% statt +0,7%. Durch die gemischten Daten konnte der CAD sich nicht nachhaltig in eine Richtung entwickeln. Negativ für den CAD war der schwache Ölpreis am Freitag. Da Öl eines der wichtigsten Exportgüter Kanadas ist, spielt es eine tragende Rolle in der kanadischen Wirtschaft. Unsere Einschätzung zum CAD: – bärisch

AUD: Die politischen Spannungen haben auch in dieser Woche nicht abgekommen. Daher ist es kein Wunder, dass der AUD wieder maßgeblich von Risk-Off Märkten beeinflusst wurde. Direkt zu Beginn der Woche sagte Trump, dass sie nicht bereit seien einen Deal mit China zu machen. Das Spiel konnte also weitergehen. Dienstag wurde bekannt, dass China überlegt den Export von seltenen Erden in die USA zu beschränken. Dies hätte negative Auswirkungen auf einige große amerikanische Unternehmen und somit auch auf den Aktienmarkt. Am Mittwoch äußerte China, dass man die Qualität der Gegenmaßnahmen überdenke, weil man das Gefühl habe, die USA versuche China zu zerstören. Es wird also immer ernster, was auch in den schwächeren Aktienmärkten und dem schwächeren AUD zu erkennen ist. Ein kleiner Hoffnungsschimmer im Handelskonflikt ist der G20 Gipfel, an dem es wohl ein Gespräch zwischen Trump und Xi geben soll. Losgelöst von den politischen Spannungen gab es auch einige Wirtschaftsdaten. Am Donnerstag wurde die prozentuale Veränderung der Baugenehmigungen veröffentlicht. Diese lag mit -4,7% deutlich unter dem erwarteten Wert von 0,1%. Da der Häusermarkt in Australien schwächelt, erwägt Herr Lowe von der australischen Zentralbank eine Zinssenkung im Juni, um die Vergabe der Wohnungsbaudarlehen anzuregen. Dies belastet den AUD zusätzlich. Positiv in dieser Woche war der Anstieg des Eisenerzpreises. Eisenerz gehört zu den wichtigsten Exportgütern und hat somit einen großen Einfluss auf den AUD. Unsere Einschätzung zum AUD: – leicht bärisch

NZD: Auch der NZD zählt zu den Risk-On Währungen und leidet daher unter den Unsicherheiten am Markt. Positiv für den NZD war jedoch die Veröffentlichung eines Index, der aufgrund von Umfragewerten die aktuelle Geschäftslage einschätzt. Angenommen wurde ein Wert von -42,7, der jedoch deutlich von dem tatsächlichen Wert -32 abwich. Unsere Einschätzung zum NZD: leicht bärisch

JPY: Der JPY der als Risk-Off Währung, oder auch als sicherer Hafen bekannt ist, profitiert von der Unsicherheit am Markt. Daher ist es kaum überraschend, dass der JPY diese Woche sehr stark war. Unsere Einschätzung zum JPY: bullisch

CHF: Auch der CHF gilt als sicherer Hafen und konnte diese Woche von den Unsicherheiten am Markt profitieren. Durch den Zuwachs im CHF kommt er jedoch in Regionen, an denen es zu Interventionen seitens der SNB kommen kann. Die SNB versucht den CHF immer in bestimmten Regionen zu halten, damit sich ein zu starker CHF nicht negativ auf die Exporte der Schweiz auswirkt. Bei anhaltender Stärke ist als Vorsicht geboten. Unsere Einschätzung zum CHF: bullisch

Wichtiger Hinweis: Unsere Einschätzung spiegelt die subjektive Meinung zur fundamentalen Lage der jeweiligen Währung wieder. Es heißt nicht, dass sich der Kurs entsprechend in die antizipierte Richtung bewegt. Korrekturen von 100-200p. sind in jedem übergeordneten Trend normal und müssen einkalkuliert werden. Kein Asset steigt/fällt ewig.

Wichtige Termine:

AUD: Einzelhandelsumsätze Dienstag 3:30 Uhr

AUD: Zinsentscheid + Statement Dienstag 6:30 Uhr

EUR: Inflationsdaten Euroraum Dienstag 11:00 Uhr

AUD: BIP Mittwoch 3:30 Uhr

EUR: Zinsentscheid + Statement Donnerstag 13:45 Uhr

EUR: Pressekonferenz zum Zinsentscheid Donnerstag 14:30 Uhr

CAD: Handelsbilanz Donnerstag 14:30 Uhr

CAD: Arbeitsmarktdaten Freitag 14:30 Uhr

USD: Arbeitsmarktdaten + durchschnittliche Stundenlöhne Freitag 14:30 Uhr

 

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TF Research

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