Wie jede Woche gibt es hier unsere Einschätzung zu den G8 Währungen inklusive Sentimentbestimmung.

 

USD: Zu Beginn der Woche konnte der USD etwas zulegen, da man mit Mexiko eine Einigung im Handelsstreit erzielen konnte. Trump ließ es sich jedoch nicht nehmen, nochmal zu zeigen, dass er am längeren Hebel sitzt. Er twitterte, dass die Zölle wieder eingeführt werden, sollte sich Mexiko nicht an den Deal halten. Das Highlight für den USD folgte am Ende der Woche. Es gab eine Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze aus den USA. Mit einer Steigerung von 0,5% statt 0,6% gab es eine leichte negative Abweichung. Die Kernrate war mit 0,5% jedoch etwas besser als die erwartete Steigerung um 0,3%. Trotz der gemischten Daten hat der USD stark zugelegt. Dies liegt daran, dass die Werte deutlich über den Werten aus dem Vormonat lagen. Der Markt hat es sehr positiv aufgefasst und der USD ist über die Woche betrachtet die stärkste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum USD: bullisch

 

EUR: Der Euro konnte auch diese Woche nicht überzeugen, da die Probleme im Euroraum weiterhin bestehen bleiben. Der italienische stellvertretende Premierminister Di Maio schließt erneut eine Korrektur im Haushaltsbudget aus. Außerdem sollen zusätzliche Steuersenkungen dafür sorgen, dass das Wachstum angekurbelt wird. Dies führt dazu, dass Italien weiterhin eine zu hohe Verschuldung hat und sich nicht an die EU Gesetze hält. Unsere Einschätzung zum EUR: leicht bärisch

 

GBP: Im GBP war diese Woche einiges los. Am Montag wurde die Entwicklung des BIPs und die Produktion des verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht. Das BIP war mit -0,4% deutlich schwächer als die erwarteten -0,1%. Die Abweichung beim verarbeitenden Gewerbe war sogar noch deutlicher. Mit -3,9% blieb man nicht nur deutlich hinter den Erwartungen von -1,1%, sondern erlebte auch den größten Rückgang seit Juni 2002. Der GBP gab daraufhin ab. Gleich am nächsten Tag gab es dann aber auch einige guten Nachrichten. Die Löhne stiegen mit 3,1%, statt 2,9% etwas mehr als erwartet. Zusätzlich sagte Saunders von der Bank of England, dass man eventuell früher als erwartet Zinserhöhungen sehen werde und der Brexit kein KO Kriterium sei. Die Stimmung im GBP hellte etwas auf. Am Mittwoch folgte dann eine Abstimmung im britischen Parlament, die einen No-Deal Brexit erschweren sollte. Diese wurde aber mit einer geringen Mehrheit abgelehnt, was sich negativ auf den GBP auswirkte. Der Brexit Hardliner Boris Johnson konnte am Donnerstag die erste Runde, zu der Nachfolge von Frau May, mit deutlichem Abstand gewinnen. Dies war aber auch schon in den letzten Wochen vermutet worden und sorgte daher nicht für die große Überraschung. Unsere Einschätzung zum GBP: leicht bärisch

 

CAD: Für den CAD geht eine ereignislose Woche zu Ende. Er konnte nur zwischenzeitlich von einem steigenden Ölpreis profitieren. Der Ölpreis stieg aufgrund der zwei abgebrannten Öltanker im Golf von Oman. Da die kanadische Wirtschaft stark vom Ölexport abhängig ist, reagiert der CAD stark auf Veränderungen im Ölpreis. Dennoch war der CAD über die Woche gesehen eine der schwächsten G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum CAD: leicht bärisch

 

AUD: Der AUD hatte es in dieser Woche mal wieder schwer. Zum einen wurde er von zunehmenden Risk-Off Märkten auf Talfahrt geschickt und zum anderen gab es auch noch schwache Wirtschaftsdaten. Am Donnerstag wurde die Arbeitslosenquote veröffentlicht. Mit 5,2% lag man unter der Erwartung von 5,1% und entfernt sich weiter vom Ziel der australischen Zentralbank. Unsere Einschätzung zum AUD: bärisch

 

NZD: Der NZD leidet wie der AUD unter den Risk-Off Märkten. Als Risk-On Währung ist der NZD anfällig für Unsicherheiten am Markt. Der NZD ist über die Woche gesehen die schwächste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum NZD: bärisch

 

JPY: Wie häufiger in der letzten Zeit, ist der JPY ein Gewinner der Unsicherheiten am Markt. Kommentare vom chinesischen Handelsministerium, dass China bis zum Ende kämpfe und bei grundsätzlichen Fragen nicht nachgebe, stärken den JPY. Trump sagte, dass er derjenige sei der ein Handelsabkommen zwischen den USA und China verzögert, aber China einen Deal auch dringender will, als er. Die Hoffnung für den Markt ist der G20 Gipfel. Dort werden sich Trump und Präsident Xi vermutlich treffen und eventuell einen Deal erreichen. Unsere Einschätzung zum JPY: bullisch

 

CHF: Auch der CHF profitiert als sicherer Hafen von den Risk-Off Märkten. Zusätzlich gab es diese Woche einen Zinsentscheid in der Schweiz. Wie so häufig gab es aber keine Überraschungen seitens der Zentralbank. Die Zinsen wurden bei -0,75% belassen und man sieht negative Zinsen und Interventionsbereitschaft weiterhin als notwendig an. Positiv war die Anpassung der Inflationserwartungen. Für 2019 sieht man die Inflation bei +0,6% statt +0,3%, in 2020 bei +0,7% statt +0,6%. Unsere Einschätzung zum CHF: bullisch

Wichtiger Hinweis: Unsere Einschätzung spiegelt die subjektive Meinung zur fundamentalen Lage der jeweiligen Währung wieder. Es heißt nicht, dass sich der Kurs entsprechend in die antizipierte Richtung bewegt. Korrekturen von 100-200p. sind in jedem übergeordneten Trend normal und müssen einkalkuliert werden. Kein Asset steigt/fällt ewig.

Wichtige Termine:

GBP: Inflationsdaten Mittwoch: 10:30 Uhr

CAD: Inflationsdaten Mittwoch: 10:30 Uhr

USD: Zinsentscheid + Statement + Pressekonferenz Mittwoch 20:00 Uhr

NZD: BIP Donnerstag 0:45 Uhr

GBP: Einzelhandelsumsätze Donnerstag 10:30 Uhr + Zinsentscheid 13:00 Uhr

CAD: Einzelhandelsumsätze Freitag 14:30 Uhr

 

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