Wie jede Woche gibt es hier unsere Einschätzung zu den G8 Währungen inklusive Sentimentbestimmung.

 

USD: Der USD ging nach dem Zinsentscheid am Mittwoch auf Talfahrt. Die FED hat die Zinsen zwar unverändert gelassen, dennoch erwartet die Hälfte der Mitglieder niedrigere Zinsen. Dies liegt vor allem an den schlechten Inflationserwartungen, welche nach unten korrigiert wurden. Der Markt geht, mit einer Wahrscheinlichkeit nahe 100%, von einer Zinssenkung im Juli aus. Der USD ist über die Woche betrachtet die schwächste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum USD: – leicht bärisch

 

EUR: Der EUR hat sich in der letzten Woche zwar gut geschlagen, was aber hauptsächlich mit der USD Schwäche zu tun hat. Aus geldpolitischer Sicht gab es für den EUR nämlich wenig zu lachen. Draghi, von der EZB, hat in einigen Reden angemerkt, dass Impulse erforderlich sind, wenn die Aussichten sich nicht verbessern. Zu den Möglichkeiten zählt er auch weitere Zinssenkungen, sowie die Ausweitung des QE Programms. Die Märkte preisen nun eine Zinssenkung um 0,1% im Dezember ein. Dies hat den EUR stark belastet. Unsere Einschätzung zum EUR: bärisch

 

GBP: In dieser Woche wurden die Inflationsdaten aus GB veröffentlicht. Da diese jedoch ziemlich genau die Erwartungen getroffen haben, konnten Sie nicht für eine Überraschung sorgen. Der Fokus lag in dieser Woche auf dem Zinsentscheid der Bank of England. Auch hier wurden die Zinsen nicht verändert, im Statement gab es dann jedoch den ein, oder anderen bärischen Punkt. Hierzu zählt z.B., dass die Risiken zugenommen haben und man von einer fallenden Inflation ausgehe. Einer der Risiken ist immer noch der Brexit. Hier ist man aktuell auf der Suche nach einem Nachfolger für Frau May, der dann auch die Brexitverhandlungen weiterführen soll. In dieser Woche haben sich, in einigen Abstimmungen, die Kandidaten Boris Johnson und Jeremy Hunt durchgesetzt. Bei Boris Johnson sind die Befürchtungen groß, dass man die EU ohne Vereinbarung verlässt, was den GBP zusätzlich belastet hat. Unsere Einschätzung zum GBP: – leicht bärisch

 

CAD: Für den CAD gab es in dieser Woche erfreuliche Nachrichten. Die Inflationserwartungen lagen sowohl aus Monatsbasis, als auch auf Jahresbasis deutlich über den Erwartungen. Die monatliche Steigerung lag bei 0,4% statt 0,1% und die jährliche Steigerung bei 2,4% statt 2,1%. Da für die kanadische Zentralbank, neben den Inflationsdaten, auch der Ausgang des Handelskonflikts zwischen China und den USA, entscheidend ist, konnte der CAD nicht übermäßig zulegen. Unsere Einschätzung zum CAD: neutral – leicht bullisch

 

AUD: Auch in dieser Woche gab es wieder einige Brandherde, die sich auf die Risk On und Risk Off Währungen ausgewirkt haben. Der AUD, der zu den Risk On Währungen zählt, leidet unter den Unsicherheiten am Markt. Zu Beginn der Woche kündigt der US Handelsminister Ross weitere Zölle für China an, wenn China keinen Deal mache. Auf der anderen Seite hieß es, dass Trump und der chinesische Präsident Xi ein sehr gutes Telefonat hatten und man ein ausgedehntes Treffen auf dem G20 Gipfel halten werde. Dies ist positiv und lässt auf ein baldiges Handelsabkommen hoffen. Da hat man gerade die Hoffnung auf eine Lösung des einen Konflikts, da lässt der nächste nicht lange auf sich warten. In dieser Woche hat der Iran eine US-Drohne abgeschossen. Zusätzlich hatte man wohl auch kurz überlegt ein US-Flugzeug mit ca. 30 Personen abzuschießen, welches die Drohne begleitet hat. Trump reagierte natürlich direkt und gab einen Angriff auf iranische Stützpunkte frei, welcher aber noch rechtzeitig abgesagt werden konnte. Die Entwicklung ist besorgniserregend und man wird es weiterhin beobachten müssen. Unsere Einschätzung zum AUD: bärisch

 

NZD: Der NZD, der auch zu den Risk-On Währungen zählt, leidet ähnlich wie der AUD unter den geopolitischen Krisen. Ansonsten ist es im NZD in dieser Woche ruhig gewesen. Unsere Einschätzung zum NZD: leicht bärisch

 

JPY: In dieser Woche gab es in Japan einen Zinsentscheid, bei dem aber wie so oft keine Änderungen vorgenommen wurden. Bärisch war jedoch die Aussage, dass man die Geldpolitik noch weiter lockern könne, sollten sich die finanziellen Bedingungen verschlechtern. Dies ist negativ für den JPY. Positiv für den JPY waren die geopolitischen Unsicherheiten, da der JPY zu den Risk Off Währungen zählt. Unsere Einschätzung zum JPY: leicht bullisch

 

CHF: Beim CHF lag der Fokus erneut auf den Risk Off Märkten. Der CHF, der als sicherer Hafen gilt, hat in dieser Woche weiter Zuflüsse gehabt und ist auf Wochensicht, die mit Abstand stärkste der G8 Währungen. Unsere Einschätzung zum CHF: bullisch

 

Wichtiger Hinweis: Unsere Einschätzung spiegelt die subjektive Meinung zur fundamentalen Lage der jeweiligen Währung wieder. Es heißt nicht, dass sich der Kurs entsprechend in die antizipierte Richtung bewegt. Korrekturen von 100-200p. sind in jedem übergeordneten Trend normal und müssen einkalkuliert werden. Kein Asset steigt/fällt ewig.

Wichtige Termine:

NZD: Zinsentscheid + Statement Mittwoch 4:00 Uhr

GBP: Inflationsbericht Mittwoch 11:15 Uhr

NZD: Unternehmensvertrauen Donnerstag 3:00 Uhr

USD: BIP Donnerstag 14:30 Uhr

CAD: BIP Freitag 14:30 Uhr

CAD: Umfrage zur Geschäftsaussichten Freitag 16:30 Uhr

Freitag Beginn des G20 Gipfels

 

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