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Was bewegt EURCAD?

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EURCAD ist ein beliebtes Forexpaar unter Daytradern und Swingtradern. Welche Einflussfaktoren es auf EURCAD gibt und eine aktuelle Einschätzung findest du in diesem Artikel.

 

Generell werden Währungen sowohl von geldpolitischen Faktoren als auch von geopolitischen Faktoren beeinflusst.

Da wir immer Währungen als Paare handeln, macht es Sinn, eine aus fundamentaler Perspektive „schwache Währung“ gegen eine „starke Währung zu handeln“.

Wenn du neu im Forex trading bist und erstmal die Grundlagen lernen möchtest, findest du hier unser Forex Trading Wiki.

Beim EURCAD haben wir also zwei Währungen, die sich gegensätzlich entwickeln.

Wie es aktuell (März 2021) aussieht und was die beiden Währungen bewegt, findest du im weiteren Verlauf.

 

Globale Situation:

Beide Regionen sind nach wie vor von dem Corona Virus betroffen, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen sinken. Kanada scheint die 2. Welle vorerst überstanden zu haben und verzeichnet insgesamt ungefähr 850.000 Erkrankte im Verlaufe der Pandemie. Kanadas Vorteil ist es, dass es nicht mit anderen Staaten Maßnahmen zur Handhabung von COVID-19 koordinieren muss.

In Europa ist die Situation bezüglich COVID nicht ganz so leicht zu bestimmen, da jedes Land der Union seine eigenen Maßnahmen ergreift und durchsetzt. Wodurch sich individuelle Zustände in den jeweiligen Ländern ergeben.

 

Währungen und Einflussfaktoren:

Durch das globale Abflachen der Neuinfektionen, läuft die Wirtschaft in weiten Teilen wieder an. Dadurch wurde die Nachfrage noch Rohstoffen wie Öl wieder erhöht, aber das Angebot ist bislang noch zu gering, da die Produktion während COVID-19 gedrosselt wurde. Das daraus entstandene Defizit treibt den Preis nach oben, wird aber durch die Anpassung der Produktionsmenge in Zukunft zumindest wieder stagnieren. Die Entwicklung des Ölpreises in den letzten Monaten wird im Vergleich zu den Vorjahren im Graphen dargestellt:

Kanada ist laut der Natural Ressource Canada der drittgrößte Ölexporteur, wodurch eine positive Korrelation des Kanadischen Dollars (CAD) und der Ölpreisentwicklung entsteht. D.h. der CAD partizipiert auch an den Kursgewinnen und wird künftig stärker.

Wie von der ING berichtet, hat die Zentralbank Kanadas (BoC) hat Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass die Leitzinserhöhung nach wie vor nicht vor 2023 geplant sei.

Damit wurde Stellung zu den Wirtschaftsdaten des Landes genommen, die besser ausfielen als erwartet. Mit der weiterhin lockeren Geldpolitik möchte die Bank of Canada die Inflation ankurbeln und die Wirtschaft gegen den Rückgang durch COVID-19 unterstützen. Die Entscheidung der BoC hilft der Wirtschaft temporär, aber wirkt sich nicht stärkend für den CAD aus.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut letzten Meldungen im Februar die Wechselkurse und deren Auswirkungen genau beobachten.

Zudem bleibt der Leitzins vorerst weiterhin bei 0%, womit die EZB ihrer expansiven Geldpolitik treu bleibt. Mittelfristig rechnet die Zentralbank mit einem Anstieg der Inflation, was zu einer Leitzinserhöhung führen könnte.

Wie Reuters berichtete, erwähnte Villeroy de Galhau am Montag nochmal, dass kein Risiko für einen langanhaltenden Anstieg der Inflation bestehe. Da bislang aber noch kein genauer Zeitraum abzusehen ist, wird sich das aber auch noch nicht stärkend auf den Euro aus.

Anbei der D1-Chart des EURCAD:

EURCAD

Der EUR ist im Zuge des ersten Corona-Lockdowns zur Risk-Off Währung geworden, d.h. er wird in Zeiten von Unsicherheit gefragt während der CAD als Risk-On Währung in Zeiten von Euphorie und guter Marktstimmung vermehrt aufgesucht wird.

Anfang 2020 als COVID19 sich rapide verbreitete wurde deswegen das Geld aus Risk-On Währungen abgezogen und in sichere Währungen angelegt. Zudem werden riskantere Vermögenswerte wie Aktien vermehrt verkauft und das Geld auf Anleihen umgeschichtet, wozu die inländische Währung benötigt wird und diese wiederum stärkt.

Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage bedingt durch COVID19 und der lockeren Geldpolitik beider Regionen, wird die Entwicklung und Umsetzung der Pläne zur Bekämpfung der Virus eine bedeutende Rolle spielen. Sofern ein weiterer Ausbruch des Virus möglich ist, könnte das Währungspaar wieder zugunsten der RiskOff Währung Euros steigen.

Die Wirtschaft erholt sich jedoch bisweilen durch die globalen Impfungen und die Erwartungen, dass im Sommer ein wenig Normalität einkehrt zu Gunsten des CAD. Das Währungspaar wird deswegen aus meiner Sicht zur Zeit von der erholenden Wirtschaft und dem steigenden Ölpreis bestimmt. Da sich besonders die wirtschaftliche Lage jederzeit ändern kann, würde ich vorerst sowohl von einem Kauf als auch einem Verkauf des Währungspaares für den langen Zeitraum abraten.

Alternativ kann ein Investment in Öl vom Chance-Risiko-Profil besser passen.

Sofern du einen Broker für Öl Trading suchst, kannst du dich hier genauer informieren.

Zur Broker Empfehlung

 

Bis in Kürze

Tom

TF Research
Unser TF Research-Team besteht aus Analysten, die makroökonomische Informationen sammeln und analysieren, damit Trader die mehrheitlich richtigen Entscheidungen treffen können.

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