3 Bilder der Charttechnik (die nicht funktionieren)

Charttechnik

In diesem Beitrag schreibe ich über drei Charttechnik Konstellationen, die als Basiswissen speziell den Anfängern vermittelt werden und die ich als absolut unzuverlässig bezeichne.

Meine ersten Charttechnik Kenntnisse sammelte ich mit einem Buch und ein paar Blogbeiträgen. Die einfachsten Formationen, die nahezu jeder kennt sind W-Formation (Doppelboden), M-Formation (Doppeltop) und gleitende Durchschnitte.

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Die Aussagen hinter den einzelnen Chartkonstellationen sind sehr simpel. Ein Doppeltop signalisiert eine Trendumkehr. Der Aufschwung ist beendet und es folgt ein Abwärtstrend.

Das Gegenteil des Doppteltops ist der Doppelboden. Hier wird der Abwärtstrend beendet und der Anstieg erfolgt.

Auch die gleitenden Durchschnitte sollen uns einen Trend bestätigen oder einen Trendbruch einleiten, je nach dem ob der Kurs unterhalb/oberhalb der Linie verbleibt oder diese Linie durchkreuzt.

So weit so gut.

Die Frage die sich mir stellt und die auch jeden anderen Trader beschäftigt:

 

Woran erkenne ich, ob der Kurs sich dieses Mal an die Lehrbücher hält?

Gerade bei Doppelböden und Doppeltops besteht die latente Gefahr, dass sich der Trend einfach fortsetzt und die angestrebte Formation sich in Luft auflöst.

Ebenso besteht die Gefahr, dass sich der Trend fortzusetzen scheint, der Trader seine Position schließt (er ging ja von einer Trendumkehr aus) und mit einer neuen Position doch dem Trend folgt. Nach ein paar Pips und dem Glauben an die Trendfortsetzung entscheidet sich der Markt dann aber doch für die Korrektur.

Wärst du doch besser mal bei deiner ersten Position geblieben..

Ich habe nur sehr selten ein Doppeltop oder einen Doppelboden gesehen. Dafür ergeben sich für mich zwei Gründe:

  1. Es liegen zu viele Stop Loss knapp unter den Hochs bzw. Tiefs, die sich die Broker oder Mr. Markte holen wollen.
  2. Die “Schwachen” Privatanleger bauen Ihre Position auf Grund des Lehrmaterials diverser Bücher dementsprechend auf (was wiederum in Verbindung zu Punkt 1 steht).

Auch die gleitenden Durchschnitte haben für mich kein positives Chance-Risiko-Verhältnis. Besonders in niedrigeren Zeiteinheiten sind die Chancen nahezu 50/50.

Der einzige für mich relevante Durchschnitt ist die EMA200 im Tageschart (nicht Intraday). Nur in diesem Bild nutze ich dieses Tool der Charttechnik für Entscheidungen in Bezug auf einen Trade.

Neben dem was NICHT gut funktioniert möchte ich dir aber auch noch ein paar Formationen zeigen die ich gerne nutze.

Es handelt sich hierbei um Fahnen, Dreiecke und Wimpel.

Chart Flagge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die grundlegende Regel im Dreieck: Follow the trend!

Diese Formationen bieten in niedrigen als auch in höheren Zeiteinheiten ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Dennoch solltest du darauf achten, dass es auch hier keine Garantie gibt.

Das Chance-Risiko-Verhältnis kannst du verbessern, wenn mehrere Indikatoren in die selbe Richtung gehen. So kannst du zum Beispiel Fibonacci Retracements und simple Unterstützungs- oder Widerstandslinien in den Chart zeichnen.

Da wo sich beide Linien treffen könnte der Kurs einen Abpraller hinlegen, auf den man spekulieren kann.

 

Abschließend aber noch einmal der Hinweis:

Es gibt für nichts und niemanden eine Garantie im Trading. Weder Indikatoren noch irgendwelche Trading-Propheten können dir den Kurs in einer Sekunde, einer Stunde oder in einem Jahr vorhersagen.

Es bleibt dabei: Trading ist das Handeln von Wahrscheinlichkeiten und das Ankämpfen gegen die eigene Psyche!

Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

2 Kommentare zu „3 Bilder der Charttechnik (die nicht funktionieren)“

  1. Gebe dir Recht, für die Trader funktionieren diese Bilder bzw Setups nicht. ABer für Big Money dafür um so besser… Wieso nicht einfach die Seiten wechseln?

    LG
    Richi

    1. Den Gedanken hatte ich ja auch schon öfters. Doch die Krux ist es wie immer, Trendfortsetzung oder Trendumkehr (bzw Stop-Fishing) rechtzeitig zu erkennen.

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Tim Grueger

Tim Grueger

Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex und Aktien Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Propfirmen. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen.
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