Hier lernst du die Funktionsweise und wichtige Eigenschaften der K.O-CFDs von CMC Markets kennen und wie du sie im Trading anwendest.

 

Heute stelle ich euch ein noch relativ neues Finanzprodukt vor. Dabei handelt es sich um Knock-Out-CFDs von CMC Markets.

Tatsächlich gibt es eine revolutionäre Eigenschaft in diesem Produkt, auf die ich eingehen werde, aber alles der Reihe nach.
 
 

Warum Knock-Out-CFDs?

 
Knock-Out-CFDs sind eine geschickte Kombination der Vorteile von sowohl klassischen Knock-Out-Zertifikaten als auch von den klassischen CFDs.

Ich bin auf diese aufmerksam geworden als ich mich in letzter Zeit, als sich die Berichte über ein mögliches Verbot von CFDs durch die BaFin häuften, nach möglichen Alternativen für den Extremfall umgeschaut habe.

Primär hat die BaFin ein Problem mit der Nachschusspflicht bei CFDs, denn durch diese kann es bei extremen Marktverhältnissen dazu kommen, dass die Verluste des Anlegers seine Einlagen überschreiten und er noch zusätzlich Geld in sein Konto einzahlen muss um diesen Verlust auszugleichen.

Es gibt sowohl vorgefertigte Knock-Out-CFDs bei denen ich mir nur aus einer Liste den passenden Strike-Kurs raussuchen muss und den von mir eingesetzten Betrag wähle, als auch Knock-Out-CFDs die ich mir komplett nach meinen Vorstellungen von Grund auf selber gestalten kann.

 
 

Klassische Knock-Out-Zertifikate und CFDs

 
Zunächst stelle ich noch einmal kurz beide klassischen Instrumente mit deren positiven und negativen Aspekten vor.

Beginnend mit den klassischen Knock-Out-Zertifikaten.

Knock-Out-Zertifikate sind Instrumente, welche sich von einem Basiswert (Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe) ableiten.

Für Privatanleger haben diese den Vorteil, dass man auch schon mit kleineren Beträgen an der Entwicklung von dem Basiswert profitieren kann, wenn ein Direktinvestment in den Wert zu teuer wäre. Die Entwicklung vom Basiswert wird mit einem Knock-Out-Zertifikat und einen bestimmten Faktor (Hebel) wiedergespiegelt.

Mit Knock-Out-Zertifikaten kann ich sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse beim Basiswert setzen und somit in jeder Marktlage, sofern mein Setup es zulässt, aktiv sein.

Ein Knock-Out-Zertifikat läuft entweder bis zu einem vorher festgelegten Datum oder es läuft wie die Vielzahl als „open end“ Zertifikat wodurch es solang läuft bis der Anleger es verkauft oder der sogenannte Strike-Kurs (Knock-Out) erreicht wird.

Beim Erreichen dieser Schwelle kommt es zu einem Totalverlust des von mir eingesetzten Kapitals, wodurch das Risiko im Vergleich zu CFDs minimiert wird da es im Worst Case nicht weiter runter gehen kann. So wird mein Risiko nur auf das eingesetzte Kapital reduziert und die Nachschusspflicht entfällt.

Knock-Out-Zertifikate sind jedoch börsengehandelt, wodurch Kommissionsgebühren entstehen.

Diese Gebühren kosten je nach Depot- und Ordervolumen schon einen ordentlichen Teil der Rendite, welche dann auch erst einmal erwirtschaftet werden muss.

Bei den CFDs liegen die Vorteile auch beim geringen Kapitaleinsatz, der gehebelten Partizipation am Basiswert und auch hier der Möglichkeit sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren zu können.

Der CFD-Handel ist kommissionsfrei wodurch die klassischen Ordergebühren wegfallen und der Anleger nur den Spread zwischen Geld- und Briefkurs bezahlen muss. Dadurch sind die Gesamtkosten um ein vielfaches geringer als bei Knock-Out-Zertifikaten wo ich sowohl beim Kauf als auch Verkauf Ordergebühren zahlen muss.

Der Nachteil ist jedoch ganz klar die schon zuvor erwähnte Nachschusspflicht. So kann es an den Märkten zu außergewöhnlichen Ereignissen kommen (z.B. SNB hebt Mindestkurs EUR/CHF auf oder einem Flash-Crash) wodurch mein Konto in den negativen Bereich gerissen wird und ich als Anleger gezwungen bin den negativen Kontostand durch Einzahlungen auszugleichen.
 
 

Kombination aller Vorteile im Knock-Out-CFD

 
Bei den Knock-Out-CFDs hat sich CMC Markets nun dazu entschieden, die Vorteile beider zu kombinieren.

Sie haben die geringen Kosten der CFDs, Stichwort Spread, mit dem begrenzten Risiko der Knock-Out-Zertifikate verbunden.

So kann ich immer noch auf steigende bzw. fallende Kurse setzen und auch mein eigener Kapitaleinsatz bleibt dank Hebel sehr gering.

Jedoch fällt die Ordergebühr der klassischen Knock-Outs weg und ich muss nur den Spread bezahlen. Auch die Nachschusspflicht der CFDs wurde gestrichen und durch den Strike-Kurs der Knock-Outs ersetzt wodurch sich das Risiko maximal auf das von mir eingesetzte Kapital beschränkt.
 
 

So erstelle ich meine eigenes Knock-Out-CFD

 
Zuerst wähle ich hierzu einen aus über 1900 Basiswerten aus:

Zur Auswahl stehen hierbei:
 

  • 57 Indizes (Besonderheit: Germany30 von Montag 00:01 – Freitag 22:00 pausenlos handelbar)
  • 48 Währungen
  • 1723 Unternehmen
  • 71 Rohstoffe

 
Diese Daten variieren tendenziell, aber zeigen zum aktuellen Zeitpunkt eine große Angebotsvielfalt.

Wenn ich mich nun für einen Basiswert entschieden habe öffnet sich eine leere Ordermaske.

Mit Hilfe dieser Maske kann ich nun das Knock-Out-CFD frei nach meinen Vorstellungen gestalten.

Zuerst entscheide ich mich ganz oben ich ein Bull (long) oder ein Bear (short) Zertifikat erstellen möchte.

In unserem Beispiel habe ich mich für ein Bull-Zertifikat, zu erkennen an der blauen Farbe (Bear Zertifikate sind in orange gehalten), entschieden.

Als nächstes kann ich nun entweder einen Strike-Kurs oder einen Hebel festlegen, woraufhin der “Gegenpart“ automatisch berechnet wird.
 
CMC Markets CFD
Quelle CMC Markets, Affiliatelink [Klick auf Bild]
 
 
In dem ersten Fenster habe ich einen Strike-Kurs festgelegt und der Hebel wird mir sofort berechnet und angezeigt. Im zweiten Fenster habe ich den von mir gewünschten Hebel angegeben und mir wurde der dazu passende Strike-Kurs berechnet.

Anschließend wird das CFD-Knock-Out-Zertifikat generiert und ich bekomme oben im Fenster einen Geld- und Briefkurs samt Spread angezeigt.

Nun kann ich einen Schritt weiter festlegen, ob ich eine bestimmte Anzahl an Zertifikaten oder Zertifikate für eine bestimmte Summe handeln möchte. Auch hier wird der “Gegenpart“ automatisch berechnet.
 
CMC Knockout CFD
Quelle CMC Markets, Affiliatelink [Klick auf Bild]
 
 
Auch hier habe ich im ersten Bild einmal die gewünschte Anzahl angegeben und im zweiten Bild den Betrag welchen ich einsetzen möchte und es wird sofort berechnet.

Zu guter Letzt kann ich noch mit Hilfe einer Stop-Loss bzw. Trailing-Stop-Loss Order und Take-Profit Order meinen Ausstieg aus dem Trade planen.
 
CMC KO CFD
Quelle CMC Markets, Affiliatelink [Klick auf Bild]
 
Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten.

Ich gebe entweder einen Kursstand an welchen der Basiswert erreichen muss damit der Verkauf erfolgt. Oder ich gebe eine bestimmte Anzahl an Punkten bzw. einen Betrag an um welchen der Basiswert steigen bzw. fallen muss damit die Order automatisch erfolgt.

Ganz unten in den Beispielfenstern sind noch Knock-Out-Kosten angegeben. Die sogenannte Prämie.

Diese zahlt man bei Erwerb des Knock-Out-CFD und erhält sie zu 100% zurück wenn der Strike-Kurs nicht erreicht wurde.

Des Weiteren entstehen wie bei den klassischen CFDs zu Haltekosten wenn ich das Instrument über Nacht halte.

Diese sind abhängig von der Dauer des Trades und können entweder direkt als Gebühr vom Konto abgezogen werden oder man entscheidet sich anstatt der Gebühr für eine Anpassung des Strike-Kurses.

Wenn ich also ein Bull-Zertifikat habe und mich für die Gebührenzahlung per Strike-Anpassung entscheiden wird der Strike-Kurs nach jeder Nacht ganz leicht nach oben gesetzt. Bei einem Bear Zertifikat natürlich nach unten.
 
 

Für mich persönlich eine gute Alternative zu den klassischen Produkten

 
Nachdem ich die Knock-Out CFDs nun auch schon ein paar Tage in der Praxis ausprobiert habe, lässt sich für mich persönlich festhalten, dass es sich hierbei um eine wirklich gute Alternative handelt.

Vor allem als Alternative zu den klassischen Knock-Out-Zertifikaten.

Hier überzeugen mich vor allem der Kommissionsfreie Handel und die Möglichkeit das Knock-Out-CFD selber zu gestalten.

Ich muss nicht mehr wie bisher in einer Suchmaske für klassische Knock-Outs den Basiswert eingeben und bekomme anschließend eine Liste verschiedenster Emittenten mit den unterschiedlichsten Knock-Outs angezeigt, sondern kann von Beginn an das CFD an mein individuelles Risiko- und Moneymanagement anpassen.

Auch der Vorteil gegenüber CFDs, dass ich von Beginn an meinen maximalen Verlust im Worst Case kenne ist für mich überzeugend.

Ich selber werde dieses Instrument auch auf jeden Fall noch in Zukunft nutzen und beobachten wie es sich in den verschiedenen Marktphasen verhält.
 
 
Was sagst du zu den Knock-Out-CFDs? Wären sie vielleicht auch eine alternative für dich?

Benutze einfach die Kommentarfunktion zum Austausch.

Grüße

Andi
 

6 KOMMENTARE

  1. Ich nutze sie seit einigen Monaten. Du hast die EIgenschaften gut zusammengefasst! Vor allem für Kleinanleger sind sie interessant wegen des kommissionsfreien Handels. Werde wohl nach und nach von Zertis auf KO-CFDs umsteigen

    • Hallo Thomas,

      so sehe ich das auch. Vor allem der kommissionsfreie Handel ist sehr attraktiv für geringere Beträge, da man so schneller aus der Verlustzone wieder raus ist und man nicht erst die im Schnitt ~10-20€ für Kauf und Verkauf erwirtschaften muss.
      Diese 10-20€ können vor allem prozentual dann doch schnell einige Punkte und Performance kosten.
      Ich habe für mich auch den „normalen“ KO-Zertifikate Handel eingestellt und bin komplett auf die KO-CFDs umgestiegen.

      Schön von jemandem zu lesen der auch so zufrieden mit dieser neuen Idee ist.

      Grüße
      Andreas

  2. Hallo,

    bin ebenfalls umgestiegen, hatte aber immense Problem mit der Stabilität der PLattform. Wie auch immer, ich biin froh, dass es KO CFDs gibt, da ich nun auch direkt SL und TP in den KO intigrieren kann und somit das „um die Ecke denken wegfällt“. Außerdem kann ich nun alle Vorteil von KOs auch auf Aktien in Japan und Hong Kong anwenden. Hier hat es sich schon 2x für mich ausgezahlt, da der Strike mir bei Monstergaps übers WE das Konto gerettet hat.

    • Hi Uwe,

      danke für die Info. Das Thema Gaps ist gerade in illiquideren Basiswerten ein Risikofaktor, der beachtet werden muss.

      VG
      Tim

  3. Hey,

    Ich handle seit geraumer Zeit mit Aktien und ETF`s und nun wollte ich mich an Hebelprodukte heranwagen. Die Kombination aus knock outs und CFD scheint für mich sehr interessant,
    danke =)

    MfG,
    Henrik

    • Hallo Henrik,
      genau dieses Interesse hat mich auch dazu bewegt es mal zu probieren und ich bin bis heute bei diesem Instrument geblieben.
      Transparent, schnell in der Ausführung und ein breites Spektrum an Basiswerten

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