Start Trading Strategien 3 unnötige Daytrading Fehler

3 unnötige Daytrading Fehler [mit Lösung]

Machst du diese 7 heftigen Trading Fehler?

Nutze das kostenlose Trader Training mit Tim Grueger. Es ist ein kostenloses 20-Min-Video, mit wertvollen Tipps & Tricks für erfolgreiches Trading.

Es gibt drei grobe Daytrading Fehler, die speziell im DAX Trading sehr viel Geld kosten. Hier erfährst du, welche Fehler das sind und wie du sie löst.

 
 
Die deutschen Trader lieben ihn. Das Phänomen der Home Bias ist wohl nirgendwo so ausgeprägt wie in Deutschland und dem DAX.

Gemeint ist das DAX Trading. Auch ich habe mich zu Beginn meiner Traderkarriere nur auf den DAX konzentriert.

Woran lag das?

Trader und Anleger suchen zum einen Sicherheit. Sicherheit finden wir in einer vertrauten Umgebung oder in vertrauten Inhalten.

Dieses „Vertrauen“ in das DAX Trading bauen wir einerseits auf, da wir den DAX aus TV und Zeitung kennen und andererseits von den Unternehmen, die im DAX enthalten sind, mit Produkten überschüttet werden.

Ebenfalls helfen uns die Online Broker, dieses schmeichelhafte Vertrauen in den DAX aufzubauen, da wir hier sowohl günstige Konditionen (CFD Spread), als auch massenweise Finanzprodukte (Optionsscheine, Knockouts, etc.) angeboten bekommen.

Und so finden wir in unserem Unterbewusstsein diese kleine Portion Sicherheit im DAX Trading, die wir im Börsenhandel so vehement gesucht haben und so dringend benötigen.

Doch es ist eine trügerische Sicherheit, wie wir nun im weiteren Verlauf des Artikels feststellen werden.
 
 

Daytrading Fehler 1:

 
Kürzlich habe ich von einem ehemaligen Devisenhändler einer Investmentbank einen Satz gehört, der bei mir heftiges Kopfschütteln verursachte:

„Konzentriert euch lieber auf 1-2 Basiswerte und nicht auf eine ganze Palette“.

Ok, es war mehr als nur Kopfschütteln. Mir wurde kurz schlecht…

Jeder von uns weiß doch, wie schwierig es ist, ein eigenes, funktionierendes Tradingsetup zu erstellen, geduldig darauf zu warten bis es auftaucht und dann mit der nötigen Disziplin auch nur dann zu traden, wenn exakt dieses Muster auftaucht.

Wie kann ich denn bitte geduldig bleiben, wenn ich mich im Daytrading wohlfühle und täglich 3-5 Trades anstrebe?

Wenn ich mich nur auf 1-2 Märkte konzentriere, kann das favorisierte Tradingsetup doch gar nicht so oft vorkommen, oder? Erst recht nicht, wenn ich dabei einen Abgleich mit übergeordneten Zeiteinheiten vornehme und nur 5-Sterne-Setups handeln möchte.

Jetzt gibt es den ein oder anderen, der sagt:

„Doch ich kriege jeden Tag locker 10 Signale im DAX. Ich muss nur schauen, dass der RSI im 5 Minutenchart in den überkauften oder überverkauften Bereich kommt und schon bin ich drin im Markt“.
 
Dazu kann ich kurz und schmerzlos anmerken:

Hört auf, euer Geld im 5-Minuten-Chart zu verbrennen. Hier entstehen mehr Fakes und Unruhen, als das es klare Signale gibt.

Konzentriert euch auf den Stundenchart (oder höher) und testet dort eure Strategie.

Natürlich könnt ihr eure Tradingstrategie erst einmal in einem Markt testen und dann je nach Erfolg auf andere Märkte ausweiten.

Der Trading Fehler Nummer 1 liegt also in dem Handeln eines einzigen Marktes (DAX). Die eigene Psyche, gepaart mit einer großen Portion Ungeduld sorgt dafür, dass wir es nicht schaffen, auf unser festgeschriebenes Tradingsetup zu warten.

In der Folge wird die Ungeduld so groß, dass wir anfangen, irgendeine Formation im Chart zu sehen, die ja vielleicht Gewinn bringen könnte. Doch so ein Trade geht in der Regel nach hinten los.
 
 

Lösung zu Daytrading Fehler 1:

 
Die Lösung wurde bereits angedeutet, aber wird hier jetzt noch einmal konkretisiert.

Ziel des Daytrading sollte es sein, ein oder mehrere Tradingsetups zu entwickeln, die wie eine Schablone auf verschiedene Märkte anwendbar ist.

Das hat den Vorteil, dass wir täglich dutzende oder sogar hunderte Basiswerte „screenen“ und auf unser Setup lauern.

Sobald es in einem Markt auftaucht, schlagen wir zu!

Durch diese Vorgehensweise verbessert sich in der Regel unser Chance-Risiko-Verhältnis enorm, denn die Chance, dass das favorisierte Tradingsetup 2-3 mal am Tag vorkommt, ist nun bedeutend größer, da wir die Anzahl der handelbaren Märkte signifikant erhöht haben.

Berücksichtig werden müssen aber die Konditionen, besonders im CFD und FX Segment.

Achte auf Kommissionen, Mindeststückzahl und Spreads, damit du im Vorhinein planen kannst, ob sich der potenzielle Trade lohnt.

Wer in einem Markt 10 Punkte erzielen will, aber einen Spread von 5 Punkten hat, der muss auf einmal 15 Punkte erwirtschaften. Das sind 50% mehr als geplant.
 
 

Daytrading Fehler 2:

 
Hast du dich schonmal mit folgender Aussage beschäftigt?

„Momentum killt den Trend!“

Dazu gehen wir zunächst auf die beiden Begriffe ein. Momentum ist eine Zunahme des Volumens in einem Markt, sodass es zu heftigen Anstiegen/Abstiegen in dem zugrundeliegenden Basiswert kommt.

Der Trend ist dagegen eher ruhig und stetig in seiner Art. Er besteht aus Bewegung und Korrektur, wobei die Korrektur nie so groß ausfällt wie die Bewegung.

Das folgende Bild verdeutlicht den Unterschied sehr deutlich.

momentum

Als Trader müssen wir uns klar machen, dass ein Markt immer aus trendigen und trendlosen Phasen besteht. Je nach Setup können wir den Trend handeln, die Bewegung oder den Ausbruch.

Der Ausbruch lebt vom Momentum.

Der Fehler, der aber vielen privaten Tradern passiert, ist der Einstieg am Top dieses Ausbruchs (also viel zu weit oben). Das passiert dann, wenn man Angst hat, etwas zu verpassen.

Man sieht, dass ein Kurs rapide ansteigt (oder fällt) und glaubt instinktiv an eine Jahrhundertchance des schnellen Gewinns.

Dabei wird vergessen, dass diese schnelle Bewegung endlich ist und oft der Auslöser für eine komplette Trendwende im übergeordneten Bild ist.

Auch wenn es weniger spektakulär aussieht, ein gewöhnlicher Trend (wie oben im Bild) bietet uns in der Regel höhere Gewinne, da ein größere Strecke zurückgelegt wird, wenn auch in einer längeren Zeit.

Problem an der ganzen Sache ist, dass Anfänger einen Trend erst erkennen, wenn er schon weit fortgeschritten ist.
 
 

Lösung zu Tradingfehler 2:

 
In erster Linie hilft es dem Trader, wenn er weiß, dass es verschiedene Marktphasen gibt und Hilfsmittel wie Indikatoren in der einen Marktphase funktionieren und in der anderen eben nicht.

Anstelle des späten Positionierens in einem Ausbruch sollte lieber ein Rücklauf abgewartet werden. Dabei kann z.B. mit Widerstands- und Unterstützungslinien oder Fibonacci Retracements gearbeitet werden. Ebenso kann gemäß Markttechnik ein erneutes „Anlaufen des Punkt 2 abgewartet werden.

Wer den Trend handeln möchte, der muss die Zwischenkorrekturen akzeptieren und aushalten können.

Stopps können nach erfolgter Korrekturbewegung nachgezogen werden (z.B unter das Tief der letzten Korrektur).
 
 

Daytrading Fehler 3:

 
Zum Abschluss beschäftigen wir uns mit dem festen Glauben an eine kommende Bewegung im DAX und dem Missverständnis von Zeiteinheiten.

Ich habe in Foren des öfteren gelesen:
„Der DAX steigt jetzt. Ich bin volle Kanne long!“

Solche Aussagen ärgern mich. Zum einen sind sie ein Zeichen für Arroganz und damit geringer Demut vor dem Markt, zum anderen verunsichern sie Tradinganfänger in hohem Maße.

So ein Statement zeigt mir, dass jemand noch einen ganz ganz weiten Weg vor sich hat.

Niemand kann den Kurs der nächsten Minuten, Stunden und Tage vorhersagen. Jeder Tag bietet einen einzigartigen Kursverlauf.

Anders als im Forexhandel sind im DAX die Spekulanten maßgeblich für die Bewegungen des Index und die Liquidität ist viel geringer. Kurzum: Hier kann alles passieren! Ein Big Boy kann, wenn er möchte, den Kurs des DAX kurzfristig dorthin bewegen, wo er ihn hinhaben will.

Des Weiteren befinden wir uns im 21. Jahrhundert und werden durch den Computerhandel und das Algotrading bestimmt. Schauen wir uns das Jahr 2016 an, dann sehen wir eine penetrante Seitwärtsphase.

Immer wieder glauben Trader den bevorstehenden Ausbruch zu erkennen und werden dann doch vom DAX abgestraft. Es fehlt an Weitsicht.

Machen wir uns das anhand des nachfolgenden Bildes deutlich.

Daytrading Fehler

Hier sehen wir, dass der DAX im Tageschart so gerade einen Ausbruch vollzieht. Die Frage die wir uns stellen, lautet: Ist das wieder nur ein Fake?

Die Male zuvor hat er dieses Level schließlich nicht nachhaltig überwinden können.

Wie gehen wir also vor?
 
 

Lösung zu Tradingfehler 3:

 
Wir bleiben konkret bei diesem Beispiel. Hier macht es für Swingtrader Sinn, den Schluss der Tageskerze abzuwarten. Man könnte den Entry knapp über das heutige Tageshoch legen.

Auch ein Verabschieder ist denkbar. In diesem Fall geht der Kurs noch einmal an sein Ausbruchslevel zurück, verabschiedet sich und startet dann durch.

Doch um das alles erkennen zu können muss ich mit den einzelnen Zeiteinheiten „spielen“.

Was sehe ich in den einzelnen Zeiteinheiten?

• Tageschart: Hier erkenne ich das übergeordnete Bild, das Ausbruchslevel und Widerstände
• Stundenchart: Hier erkenne ich Gaps und die aktuelle Marktphase (Bewegung oder Korrektur)
• Minutenchart: Hier erkenne ich ebenfalls Gaps und die aktuellste Marktphase

Je nach Setup kann ich mein Risikomanagement auf Basis des 15-Minutenchart oder des 1h-Chart festlegen (zum Beispiel SL unter letzten Tiefpunkt im 1h-Chart).

Der Abgleich der einzelnen Zeiteinheiten sorgt dafür, dass ich mir ein gutes bis sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis für meinen Trade erarbeiten kann.

Damit bin ich wiederum wesentlich flexibler, wenn ich meinen Trade managen möchte und laufe weniger Gefahr, eine absolute Marktmeinung zu entwickeln. Denn diese ist, wie du vielleicht selbst schon gemerkt hast, tödlich!

Wenn du der Meinung bist, dass du nur mit DAX Trading erfolgreicher Day- oder Swingtrader werden kannst, dann achte bitte stark auf die zwei anderen Punkte und arbeite an deiner Disziplin.

Letztendlich erhöhst du deine Chancen auf ein 5-Sterne-Setup, wenn du dir viele verschiedene Märkte auf die Watchlist legst und geduldig wartest, bis dein Setup in einem Markt auftaucht.

Dann und nur dann ist deine Zeit gekommen;)

Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

4 KOMMENTARE

  1. Sauber, habe den Euro-Dollar heute gehandelt, gleich zu hoch gehebelt von 2000,-€ auf ca.1300,-€, dann Glück gehabt, wieder hoch auf ca.2499,-€, plus 499,-, und dann Konto gecrashed mit 4 Cfds short am 14 Jahrestief..versucht zu hedgen, retten was zu retten wäre, aber nix gebracht, so hoffe ich hab auch was draus gelernt, Gier ist gefährlich…:-(

  2. Sehr interessanter Beitrag. Ich habe das meiste Geld verloren, weil ich „Recht“ haben wollte und gegen den Trend gehandelt habe. Hoffentlich das letzte Mal..:)

    Gruss
    Keke

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here