Mit erfolgreichem Dax Trading kannst du reich werden. Wie das geht und warum es 90% der Trader nicht schaffen erfährst du in diesem Beitrag.

 

Der Deutsche Aktienindex (DAX) umfasst die 30 nach Marktkapitalisierung größten, deutschen Aktiengesellschaften. Darin sind Konzerne wie VW, Daimler, Bayer, Linde, etc. enthalten.

Wer sich bisher auf den klassischen Aktienhandel konzentriert hat, der weiß, dass man den DAX nicht als Aktie kaufen kann, da es sich wie beschrieben um einen Index und nicht um ein einzelnes Unternehmen handelt.

Dennoch kann ich den DAX handeln. Ich kann mit speziellen Finanzinstrumenten auf einen steigenden und einen fallenden DAX spekulieren. Einige dieser Instrumente schauen wir uns im weiteren Verlauf an.

Auch mein Zeithorizont kann sehr differenziert ausfallen. Ich kann mit einem DAX eine Buy&Hold Strategie verfolgen und dabei mehrere Jahre in den DAX investieren. Bei einem DAX ETF Investment handelt es sich auf Grund des längeren Zeithorizont aber nicht wirklich um DAX Trading.

Es gibt neben klassischen DAX ETFs aber auch gehebelte ETFs. Mit einem Hebel 2 partizipiere ich beispielsweise doppelt an der eigentlichen Entwicklung. Steigt der DAX um 2%, steigt man ETF um 4%. Fällt der DAX um 3%, fällt mein gehebelter ETF um 6%. Dazu muss man wissen, dass gehebelte ETFs eigentlich Faktorzertifikate sind und damit einem Zeitwert unterliegen, der die Rendite von der theoretischen Performance abweichen lässt.

Diesen Zeitwert gibt es auch bei Optionsscheinen. Viele Investmentbanken bieten Optionsscheine und Zertifikate auf den DAX an. Meine persönliche Meinung: Der Hebel erlaubt zwar das DAX Trading aber es gibt zu viele Fallstricke in diesen Instrumenten.

Einen ausführlichen Beitrag von mir dazu findest du auf brokerdeal, Godmode-Trader oder hier.

Kommen wir nun zu transparenteren Derivaten, die sich für das DAX Trading aber auch andere Basiswerte anbieten.

 

Futures und CFDs im DAX Trading

Neben dem Kassa DAX kann ich auch den DAX Future handeln. Der DAX Future wird an der EUREX gehandelt. Auf Grund der hohen Mindestkontraktzahl und der zu hinterlegenden Margin ist er eigentlich uninteressant für viele private Trader mit kleinen Konten.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile den Mini-DAX Future, der sich mit 1/5 des eigentlichen Future Kontraktwertes handeln lässt. Allerdings werden hier noch 2 EUR pro Halfturn fällig.

Als Alternative zum DAX Future bietet sich der CFD Handel für das DAX Trading an. CFDs sind ähnlich sauber in der Abbildung, lassen sich aber vor allem mit geringem Startkapital handeln.

Wie man mit CFDs im DAX Trading Geld verdient, schauen wir uns nun genauer an.

 

3 DAX Trading Strategien für Daytrader und Swingtrader

Wir betrachten nun 3 verschiedene Trading Setups, bei denen sich der DAX als zugrundeliegender Basiswert eignet.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich hierbei um Handelsansätze handelt, die auf Grund des hohen Hebels sehr risikoreich sind und nur erfolgreich sein können, wenn der Trader der sie anwendet, Disziplin und Geduld mitbringt.

Wer es schafft, in Summe mit seinen Trades mehr Geld zu verdienen als zu verlieren, der kann diesen Hebel geschickt einsetzen und ein Vermögen machen.

 

1. DAX Daytrading mit der Markttechnik

Bei diesem Handelsansatz kommt die Charttechnik aber auch die Psychologie der Marktteilnehmer zum Vorschein. Hierbei wird ein definierter Einstieg auf Basis des übergeordneten Trends festgemacht.

Die Frage, mit der sich die Markttechnik befasst, lautet:

„Wer kauft nach mir?“

Diese Frage ist deshalb so elementar wichtig, weil sie dem Trader die Aufgabe aufträgt, solche Zonen im Chart zu finden, bei dessen Erreichen die Volatilität in Handelsrichtung zunimmt.

In dieser Zone bzw. kurz davor platziert der Trader dann seine Order und hofft, dass die nachfolgende Orders seinen Trade schnell in die Gewinnzone bewegen.

Der folgende Chart zeigt einen Trade von mir nach diesem Ansatz:

DAX Trading Markttechnik

 

 

Der blaue Pfeil zeigt den Einstieg, das gelbe Dreieck am Ende der gestrichelten Linie den Ausstieg. Das waren 18 Punkte Gewinn in wenigen Minuten.

Ich habe mich etwas vor dem Punkt 2 Level positioniert und auf den Ausbruch durch eben dieses Level gehofft.

Warum habe ich diesen Trade gemacht? Erinnern wir uns an die wichtige Frage „Wer kauft nach mir?“ Da ich Long handeln wollte, musste ich mich fragen, warum es nach meinem Einstieg immer noch mehr Käufer als Verkäufer geben sollte, die den Kurs für mich nach oben treiben.

 

Nutze diese Trading Tipps

 

Um diese Frage beantworten zu können habe ich im 5 Minuten Chart den Punkt 2 ausfindig gemacht und anschließend den Stundenchart mit abgeglichen. Auch im Stundenchart hat diese Preiszone einige Widerstände markiert und mir mehr Selbstbewusstsein für diesen Trade gegeben.

Mir war also klar, dass knapp über dem Level einige Stopps von Short Tradern liegen würden. Und was sind Stopps der Short Trader? Genau, es sind Long Orders. Der Rest ist Geschichte…

 

2. DAX Trading mit Fibonacci Retracements

Fibonacci war ein berühmter Mathematiker, dessen Einfluss viele Bereiche des täglichen Lebens bis heute prägt.

Die Fibonacci-Zahlen weisen einige bemerkenswerte mathematische Besonderheiten auf. Sowohl in der Pflanzenwelt als auch in der Architektur kommen die Fibonacci Zahlen zur Geltung. Und eben auch im Trading.

Besonders die Fibonacci Retracements haben bei privaten aber auch institutionellen Tradern erhebliche Beachtung gefunden. Und wenn die Mehrzahl der Marktteilnehmer etwas beachtet und danach handelt, dann bewegt das die Kurse.

Retracement bedeutet übrigens „Rücksetzer“ oder im Börsenjargon „Abpraller“. Damit kannst du auch schon erahnen, worauf die Trading Strategie beruht.

Ziel ist es, an bestimmten Marken im Chart einen Einstieg zu finden, an denen der Kurs nach einer zuvor erfolgten Korrektur wieder dreht. Schauen wir uns noch einmal den DAX Chart weiter oben an, markiert ein Fibonacci Retracement einen Punkt 3.

Dabei wird auf Grund der Fibonacci Zahlen dem 38,2er Retracement die meiste Beachtung geschenkt.

Liegt auf diesem Level auch noch eine Unterstützungszone, hat man ein potenziell gesundes Chance-Risiko-Verhältnis für eine Trade.

Dax 4h

In diesem Chart sieht man, dass das 38,2er Level aber auch das 61,8er Level mit einer Unterstützungslinie einhergeht. Die Unterstützungszonen wurden bereits vor der Zeit, die dieser Chart zeigt, ausgebildet.

Man darf hier nicht den Fehler machen, die Fibonacci-Strecke willkürlich zu messen. Es wird immer die letzte trendige Bewegung gemessen. Vom Hochpunkt (0%) wird dann die Strecke zum lokalen Tiefpunkt (100%) dieser Bewegung gemessen.

Ziel ist es nun, auf einen weiteren Rücksetzer bis zum 38,2er zu warten und dort bei Erreichen einen Einstieg (Long) zu wählen. Sobald der DAX seinen ursprünglichen Longtrend dann fortsetzt ist der Trade im Gewinn.

Aus dieser Strategie kann ein Scalp-, ein Daytrade- oder ein Swingtrade werden. Die Positionsgröße und der Stop Loss muss dementsprechend gewählt sein.

Einen ausführlicheren Artikel zum Fibonacci Trading findest du hier.

 

3. DAX Trading mit dem Pyramiden-System

Das schöne am DAX ist: Er kann nicht pleite gehen (bzw. nicht auf 0 fallen). Sollte er das doch einmal schaffen, ist die Welt wohl am Ende.

Börsentäglich können Trader, je nach Setup, Käufe und Verkäufe tätigen und so von den Bewegungen im Index partizipieren. Doch die Unklarheit, in welche Richtung sich der DAX in den nächsten Sekunden, Minuten, Tagen entwickeln wird ist besonders hoch.

Niemand auf dieser Welt kann die Kurse vorhersagen. Glaubt man einmal eine Richtung entdeckt zu haben, ist man auch schon wieder ausgestoppt. Wie soll man diese launische Diva überhaupt traden?

Eine Möglichkeit ist das Pyramidensystem. Es hat den Vorteil, dass ich nicht ausgestoppt werden kann und einem festen Regelwerk folge. Der Nachteil ist, dass man Gefahr läuft, zu viele Positionen geöffnet zu haben (bzw. zu große Stückzahlen) und damit schnell überhebelt ist.

Wie funktioniert also das Pyramiden-System für den DAX?

Man baut eine „Pyramide“ in dem man Long-Positionen sukzessive aufbaut.

Hier gibt es zum einen feste Preislevel, an denen gekauft wird und zum anderen auch feste Kursziele. Wie angekündigt werden offene Positionen nicht mit einem Stop Loss versehen.

Man wählt die Positionsgrößen in Abhängigkeit von der Kontogröße und dem antizipierten, maximalen Drawdown (wieviel % fällt der DAX maximal, ausgehend vom aktuellen Kursniveau?).

Der folgende Chart zeigt mögliche Kaufzonen (rote Linien). Hier sagt das Regelwerk, dass alle 200 Punkte eine Position eingegangen wird und alle 200 Punkte wieder verkauft wird. Fällt der Kurs unter meinen Kaufpreis, lasse ich ihn solange „offen“ stehen, bis es wieder nach oben geht und mein Take Profit erreicht wird.

DAX Chart Trading

Da der DAX nicht immer 1000 Punkte am Stück steigt oder fällt, sondern generell aus wechselnden Trends besteht, gibt uns diese Strategie die Möglichkeit, an einer Strecke mehrmals zu verdienen (z.B: im Seitwärtstrend).

Das Risiko hier ist die falsche Stückzahlberechnung und damit die totale Überhebelung.

 

Ein Beispiel:

Mein Konto ist 10.000 EUR groß und ich wähle 1 CFD pro Kauf.

Im o.g. Chart gehen wir von den signalisierten Käufen an den roten Linien aus. Der DAX steht aktuell bei 10356 Punkten und fällt nun in den kommenden Tagen auf das letzte lokale Tief bei 9300 Punkten (ohne zwischenzeitlichen Gewinntrade).

Wenn ich nach der letzten Kaufzone bei 9800 Punkten nicht mehr gekauft habe, habe ich 3 offene Long Positionen.

Wie ist dann mein aktueller Kontostand?

Position 1: 9300 -10200 = – 900 EUR

Position 2: 9300 – 10000 = – 700 EUR

Position 3: 9300 – 9800 = – 500 EUR

In Summe habe ich nun schwebende Buchverluste von 2100 EUR. Hätte ich nach der 3. Position nach diesem Muster noch weitere Käufe getätigt, wäre der schwebende Buchverlust natürlich höher.

Fragen die man sich hier stellen muss:

  • Wie tief darf der DAX bei x-offenen Positionen fallen, bis mein Konto wirklich in ernsten Schwierigkeiten ist?
  • Kann ein zwischenzeitlicher Hedge helfen oder belasten, weil ich nicht weiß wo ich ihn wieder auflöse?
  • Wie viele offene Positionen kann ich mir erlauben, wenn der DAX auf x-Punkte fällt?
  • Welche Finanzierungskosten habe ich, wenn ich offene Positionen über Monate (oder Jahre?) halten muss?
  • Halte ich es emotional aus, laufend schwebende Buchverluste in meinem Konto zu sehen?

 

Wer diese Fragen logisch und fachlich korrekt beantworten kann und sein Setup dementsprechend ausformuliert, der kann mit dieser Strategie Erfolg haben. Auch hier ist die Disziplin und Geduld wieder wichtig, denn kleinste Abweichungen in der Stückzahl oder andere Faktoren führen schnell zur Depotvernichtung.

Gewinne machst du mit dieser DAX Strategie, sofern der DAX steigt und deine Zielmarken abgearbeitet werden. Kaufst du aber am Jahreshoch nochmal beherzt ein und der DAX fällt danach ohne diese Marken in den nächsten Monaten/Jahren wiederzusehen, dann musst du dir überlegen, ob du die Positionen wirklich halten möchtest oder mit Verlust verkaufst.

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Warum diese 3 Strategien nicht reichen

So einfach es sich in der Theorie immer anhört, so schwierig ist es in der Praxis. Wer erfolgreich traden möchte braucht natürlich eine funktionierende Strategie, aber dazu gehört eben nicht nur das Grobkonzept, so wie es hier beispielhaft skizziert wurde.

Jeder Trader muss sich vielmehr mit seiner eigenen Person auseinandersetzen und lernen, seine Emotionen zu kontrollieren. Denn kein Setup der Welt ist vor Minustrades gesichert. Verluste gehören im Trading einfach dazu, doch die wenigsten akzeptieren das, weshalb es nach ein paar Fehltrades zu emotionalen Handlungen und sinnlosen Trades kommt.

Als privater Trader musst du lernen, dass du die auf Charttechnik und Indikatoren basierenden Setups um die Komponenten Risikomanagement, Fundamentalanalyse und Psychologie erweitern musst.

Nur wenn das Zusammenspiel dieser 4 Faktoren funktioniert, hast du eine echte Chance, dauerhaft erfolgreich zu traden und deinen Kontostand zu vervielfachen.

Weißt du, welche 7 kritischen Fehler dein Tradingkonto gefährden?






 

Und nun zurück zur Titelzeile:

90% aller Retailtrader schaffen es nicht, diese Komponenten umzusetzen um nachhaltig erfolgreich zu sein und verlieren somit dauerhaft Geld.

Wer mit Trading reich werden will, braucht eine dauerhaft funktionierende Strategie und die richtige mentale Einstellung. Wer es schafft eine durchschnittliche, monatliche Rendite von 4% (nach Steuern) zu erreichen, ist auf einem sehr guten Weg. Bei 10.000 EUR Startkapital sind nach 10 Jahren über 500.000 EUR auf dem Konto.

Die hier genannten Konzepte sind die ersten Ideen und Grundlagen und stellen ca. 20% der gesamten Arbeit einer Strategieentwicklung dar.

Frage dich selbst: Was muss ICH tuen, damit ich nicht zu den 90% der Verlierer, sondern zu den 10% der nachhaltig erfolgreichen Tradern gehöre?

 

 

[ABTM id=4911]

 

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