Start Finanzinstrument Wieviel Startkapital für CFD Trading?

Wieviel Startkapital für CFD Trading?

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In diesem Artikel findest du konkrete Antworten und wichtige Hinweise auf die Fragen „Wieviel Startkapital brauche ich für den Handel mit CFDs?“ und „Welche Positionsgröße ist für mein Konto geeignet?“

 

Wir beginnen mit einer erschreckenden Statistik:

Fast 90% der CFD Konten überleben nach Eröffnung keine 3 Monate, was Broker dazu verleitete, diesen erfolglosen Kunden den liebevollen Namenszusatz „Quartalskunde“ zu vergeben.

Wissen die Leute nicht worauf sie sich einlassen?

In der Regel schon. Den meisten Spekulanten ist bekannt, dass CFDs kreditfinanzierte Derivate sind und man mit geringem Kapitaleinsatz und hohem Hebel in kurzer Zeit viel Geld verdienen kann… oder verlieren.

Im positiven Fall hast du dein Kapital in 2 Minuten mit einem einzigen Trade verdoppelt. Du hast beispielsweise ein Startkapital von 20.000 EUR und gehst mit 200 CFDs long. Der Markt bewegt sich im Rahmen marktbewegender Nachrichten (Zinsentscheid, Non-Farm-Payrolls, etc.) raketenartig nach oben. Nach 100 Punkten im Markt hast du dein Konto von 20.000 EUR auf 40.000 EUR katapultiert.

Würde ich dir dazu gratulieren?

Im Leben nicht! Am liebsten würde ich dir das Geld vom Konto abbuchen und einer wohltätigen Organisation spenden.

Denn bei so einem „Monstertrade“ handelte es sich um pures Glück. Es hätte sich gezeigt, dass du keinen blassen Schimmer von Risk- und Moneymanagement hast. Deine Positionsgröße wäre völlig falsch gewählt, was bei negativem Tradeverlauf dann eben in kurzer Zeit zur Liquidation des Kontos führt.

Naja, solche unwissenden Zocker gibt es aber leider heutzutage und wird es auch immer geben. Oft lese ich in Foren von gescheiterten Tradern, die im Nachhinein zugeben, dass sie nur ein wenig „zocken“ wollten.

Wer keinen Respekt vor dem Markt hat, wird ziemlich schnell gefressen. Es ist einfach so.

Somit ist es auch kein Wunder, dass die erwähnte Statistik dermaßen erschreckend ausfällt. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Tradern liegt in der Lernkurve. Fast jeder Trader hat zu Beginn seiner Karriere die eigene Gier kennen gelernt und idiotische Trades platziert.

Wichtig ist, dass die Fehler analysiert werden und nicht mehr gemacht werden.

Ebenfalls negative Auswirkungen auf die schnellen Depotschließungen haben „kleine“ Konten. Wer nur 500 EUR Startkapital zur Verfügung hat und mit einem Trade 10 DAX CFDs abbildet, der wird eben nach 50 Punkten schon das Zeitliche segnen.

Doch sind 500 EUR Startkapital nun zu wenig?

Nein, eigentlich nicht. Vielleicht ist diese geringe Kapitalisierung sogar gut. Denn wenn du es als „Testgeld“ nutzt um erste reale Erfahrungen zu sammeln und welches du im schlimmsten Fall entbeeren kannst, dann ist dieser Betrag natürlich einem 5-stelligen Betrag vorzuziehen.

Wenn du tatsächlich nur 500 EUR Startkapital zur Verfügung hast, dann musst du dir jedoch klar machen, dass du einen Broker wählst, der dir das Handeln mit sehr kleinen Positionsgrößen ermöglicht.

Damit kommen wir zu einer weiteren wichtigen Frage:

 

Welche Positionsgröße ist sinnvoll?

Ganz einfach:

Eine solche Positionsgröße ist sinnvoll, die dir erlaubt, 50 Fehltrades hintereinander einzugehen, ohne vorher den berühmten Margin Call des Brokers zu erhalten.

Anders ausgedrückt:

Riskiere maximal 2% deines Depotvermögens pro Trade.

Mit einem einfachen Beispiel erläutere ich dir dieses Regelwerk.

Du hast nun dein Konto eröffnet und 500,- EUR eingezahlt. Du möchtest einen CFD auf den DAX kaufen (long) und kannst dir nach der 2% Regel nur 10 EUR Verlust erlauben.

Wenn du also 1 CFD kaufst, dann musst du deinen Stop-Loss 10 Punkte unter deinen Einstiegskurs setzen, da eine Punktveränderung im DAX genau einem Euro entspricht. Ganz ehrlich, das macht wenig Sinn.

 

Wie kannst du dieses Problem lösen?

An deinem Startkapital sind keine Variablen änderbar – es ist so wie es ist.

Eine Stellschraube, die sich aber alternativ verändern lässt, ist die Positionsgröße.

Das bedeutet für dich, dass du dir einen Broker suchen musst, der dir das Handeln mit 0,5 CFDs (oder weniger) auf den jeweiligen Index, ermöglicht.

Wir empfehlen dazu diesen CFD Broker:

Trading Broker für FX und CFD Trader (Unsere Empfehlung)

Auf unser Beispiel bezogen ergibt sich dann folgende Konstellation:

Du kaufst 0,5 CFDs auf den DAX (long) und kannst dir nach der 2% Regel weiterhin 10 EUR Verlust erlauben. Der SL wird aber nun 20 DAX-Punkte unter deinen Einstiegskurs gesetzt, da du nur einen Wertverlust/-gewinn von 0,50 EUR pro 1 DAX-Punkt hast. Fällt der Dax um 20 Punkte, verlierst du umgerechnet 10,00 EUR.

Bei einer Depotgröße von beispielsweise 10.000 EUR sieht die Situation schon komfortabler aus, da ich pro Trade dann 200 EUR riskieren kann.

Nach meinen eigenen Recherchen existieren mittlerweile Broker, bei denen du den DAX ab 0,1 CFD handeln kannst.

 

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es weniger auf die Höhe des Startkapitals ankommt, sondern mehr auf die Wahl der richtigen Positionsgröße.

Wenn du nur 500 EUR als Startkapital für CFD Trading mitbringst, dann ist das kein Beinbruch, sofern du kleine Positionsgrößen handeln kannst. Des Weiteren muss dir klar sein, dass es dann länger dauert, bis dein Konto eine für dich relevante Höhe erreicht hat.

Viele Anfänger träumen zudem von dem einen, alles verändernden Mega-Trade, was sie dazu verleitet, eine risikoreiche Positionsgröße einzugehen.

Dabei ist die Gier größer als der Verstand und man vergisst, dass die Entwicklung des Trades in die „falsche“ Richtung, sehr schnell zur Depotvernichtung führt.

Wenn du Geduld und Disziplin mitbringst und es dir weniger um die schnelle Verzehnfachung deines Depotwerts geht sondern eher um die Entwicklung eines funktionierenden Handels-Setups, dann kannst du auch mit einem kleinen Konto im CFD Handel durchstarten.

Das bedeutet nicht, dass du mit einem großen Konto diese Fehler verschmerzen könntest, sondern nur, dass du generell für den CFD Handel geeignet bist und jede beliebige Kontogröße erfolgreich traden kannst. Die angesprochenen 500 EUR sollten aber schon das Minimum sein.
Hier gibt es noch das entsprechende Video:

Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

17 KOMMENTARE

  1. Hallo zusammen,

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    Bis gleich!
    Tim

  2. Hallo,
    ich glaube auf den DAX crash da müssen wir noch bischen warten. Alle warten auf die US Wahl.
    Genau vor 1 Monat habe ich Echtgeldkonto bei Admiral Markets eingerichtet mit
    1000 €, wie Tim sagt, trade ich max 0,3 DAX und 0,02 Lot Forex (sehr vorsichtig). Jetzt stehe ich mit 1534 €. Also es geht, aber nur ohne Überheblichkeit.
    Bei Admiral Markets läuft Dax mit 0,8 Pkt Sread.

  3. also gerade jetzt reizt mich das schon sehr muss ich sagen denn ich tippe mal auf nen DAX mini crash in den nächsten Monaten …. 🙂

      • ich bin ein Thieme / Rocco Gräfe Anhänger bzw folge ihnen gerne. ist eine Kombination aus techn und fundamentaler Analyse. bin mal gespannt wo wir etwa 15. 10 stehen. ich pers tippe darauf, dass wir mind 9347 einmal sehen werden.

  4. Die Angaben über die Kontogröße sind immer unterschiedlich, es kommt nur darauf an, wen man fragt. Ich habe mal ein Buch gelesen, da haben sie dazu geraten mit 20.000 Euro zu beginnen, da es davor keinen Sinn macht. Ich habe ganz solide mit 100 Euro begonnen und dabei nur 0,01 als Positionsgröße gewählt. SL wurde dann bei einem maximum von 99 Cent gezogen, meist war er aber auch schon bei 30-50 Cent. Ich muss dazu sagen, ich habe keine CFD´s, sondern Devisen gehandelt, da reichen 40 Punkt easy aus. Ich habe diese Technik von tradac.info, immer schön enge SL setzen und Gewinne laufen lassen. Als mein Konto nach 6 Monaten einen kleinen Gewinn aufweisen konnte, habe ich noch einmal 1000 Euro dazu gepackt. Und auch das läuft. Also, ich kann die Erfahrung des Blogautors nur bestätigen, am Anfang ist weniger mehr.

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