Wichtige Hinweise zum angeblichen CFD Verbot und den Meldungen der BaFin. Eine Richtigstellung. Bitte durchlesen.

Uns erreichen auf Grund der aktuellen Nachrichtenlage viele Anfragen zum aktuellen Urteil der BaFin bezüglich CFDs.

Hier ein erster Auszug und zum Ende des Artikels den Link zum kompletten Statement:

„Mit der Beschränkung des CFD-Handels machen wir erstmalig von der Möglichkeit zur Produktintervention Gebrauch“, erläutert Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele die Maßnahme der BaFin. Bei CFDs mit Nachschusspflicht hat die Aufsicht erhebliche Bedenken für den Anlegerschutz. Sie haben ein für Privatkunden unkalkulierbares Verlustrisiko. Das Verlustrisiko ist nicht auf den Kapitaleinsatz des Kunden beschränkt, sondern kann sein gesamtes Vermögen erfassen und ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals betragen. „Das können wir aus Verbraucherschutzgründen nicht akzeptieren. Die Beschränkung des CFD-Handels ist deshalb ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatanleger“, erklärt Roegele das Einschreiten der Aufsicht.

Quelle: BaFin

 

Leider berichten auch die angeblich seriösen und bekannten Zeitungen fehlerhaft, sodass ich mit diesem kurzen Beitrag die wichtigsten Informationen zusammenstellen möchte.

  1. CFDs werden NICHT verboten!
  2. Die Nachschusspflicht wird abgeschafft!
  3. Binäre Optionen bleiben bestehen

 

Zu Punkt 1:

Die Süddeutsche Zeitung berichtete fehlerhaft von einem allgemeinen CFD Verbot. Das ist völlig falsch. CFDs werden nicht verboten, es gibt aber Anpassungen hinsichtlich der Nachschusspflicht.

Zu Punkt 2:

Die für Kunden gefährliche Nachschusspflicht wird verboten! Bisher hatten Trader das Risiko, dass bei volatilen Ereignissen wie einem Flashcrash Konten erheblich ins Minus rutschen konnten und der Kunde für den Ausgleich sorgen musste. Ein passendes Horroszenario war der Schweizer Franken Crash.

Zu Punkt 3:

Binäre Optionen bleiben bestehen. Es gibt keine Änderungen oder Verbote.

 

Meine Meinung dazu:

Es ist zu begrüßen, dass CFDs weiterhin gehandelt werden dürfen, denn sie gehören für mich zu den einfachsten und transparentesten Finanzinstrumenten am Derivatemarkt. Der hohe Brokerwettbewerb in Europa wird tendenziell dazu führen, dass die Broker zwar ihr Risikomanagement anpassen müssen, doch die Konditionen wie z.B. Spread nicht signifikant geändert werden.

In Summe ist die Entscheidung der BaFin, die Nachschusspflicht abzuschaffen, positiv für private Trader.

Was ich hingegen nicht nachvollziehen kann, ist der Fakt, dass Binäre Optionen ohne weiteres Bestehen bleiben. Das aggressive Marketing der Broker mit falschen Werbeversprechen und die zweifelhafte Kursstellung sind eine absolute Frechheit.

 

Wer das Statement der BaFin einsehen möchte, findet anbei den entsprechenden Link:

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Pressemitteilung/2017/pm_170508_cfd.html

 

Viele Grüße und gute Trades!

Tim

 

 

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