Start Trading Anfänger Martingale Trading Strategie: Eine Falle für Trading Anfänger?

Martingale Trading Strategie: Eine Falle für Trading Anfänger?

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In diesem Artikel wird die Martingale Trading Strategie erläutert. Zudem klären wir die Frage, ob diese auch für Trading Anfänger eine sinnvolle Strategie ist.

 

Die Martingale Trading Strategie ist auch als Martingalespiel bekannt und wurde seit dem 18. Jahrhundert ursprünglich im Glücksspiel eingesetzt.

Obwohl das Trading mittlerweile auf Basis von Strategien und Fachwissen anerkannt ist, haftet bis heute der Ruf eines reinen Glücksspiels an.

Das dies nicht der Fall ist, wissen erfahrene Trader nur allzu gut.

Allerdings gibt es durchaus Berührungspunkte zwischen dem Trading und Wettgeschäften.

Einer dieser Aspekte ist die Martingale Trading Strategie.

Die Theorie hinter der Martingale Strategie ist ein negatives Progressionssystem, bei dem man die Positionsgröße erhöht, nachdem man einen Verlust erlitten hat.

Genauer gesagt verdoppelt man nach dem Verlust seine Positionsgröße, während man den Einsatz nach einem Gewinn verringert oder halbiert.

Dabei versucht man ein Resultat zu erzielen, das mit 50%iger Wahrscheinlichkeit eintrifft.

Ein solches Szenario hat einen Erwartungswert von Null. Auf Lange Sicht erwartet man, nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen.

Es gibt zwei Auslegungen, wie man die Positionsgröße wählen sollte.

Bei der Martingale Strategie verdoppelt man die Positionsgröße, nachdem man verloren hat.

Bei der entgegengesetzten Theorie, der Anti Martingale Strategie, wird die Positionsgröße nur nach einem Gewinn verdoppelt.

 

Beispiel der Martingale Trading Strategie

Als Beispiel könnten wir uns einen Trade vorstellen mit nur zwei möglichen Ergebnissen, die beide mit gleicher Wahrscheinlichkeit eintreten.

Die beiden Ergebnisse können wir Ergebnis A und Ergebnis B nennen.

Der Trade hat ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1:1.

Nehmen wir nun also an, dass wir für diesen Trade eine fixe Summe von 10€ riskieren würden und darauf hoffen, dass Ergebnis A eintritt.

Jedoch kommt es zu Ergebnis B und wir verlieren.

Beim nächsten Trade wird dann die Positionsgröße auf 20€ erhöht und wir hoffen erneut auf Ergebnis A.

Allerdings kommt es wieder zu Ergebnis B und wir verlieren abermals. In diesem Fall dann 20€.

Es wird nochmals auf 40€ verdoppelt und erneut auf Ergebnis A gehofft.

Dieser Prozess wird so lange fortgeführt, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde.

Die Größe des erfolgreichen Trades wird höher sein als die kombinierten Verluste aller vorangegangenen Trades.

Die Größe, um die der Gewinn höher ist, entspricht der Größe des ursprünglichen Trades.

Das Problem an der Martingalen Trading Strategie ist, dass man nur einen kleinen Profit macht. Nämlich den ursprünglichen Einsatz.

Jedoch riskiert man viel größere Summen, als dieser kleine Profit rechtfertigen würde.

In unserem Beispiel würde der Profit bei 10€ liegen.

Sollte man sich nun in einer Verlustserie befinden, wäre man beispielsweise nach drei Trades schon 70€ im Minus. Und das alles nur für einen Profit von 10€ .

Zugegebenermaßen ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Verlustserie eher gering, aber trotzdem jederzeit gegeben.

Jeder Trader hat eine Risikokapitalgrenze, mag diese auch noch so hoch sein.

Je länger man die Martingale Trading Strategie anwendet, desto wahrscheinlicher wird es, dass man eine anhaltende Verlustserie erlebt.

Die Strategie kann in der Regel konstante Renditen liefern. Früher oder später kann es dann aber auch zu einem Totalverlust auf einen Schlag kommen (siehe untere Abbildung).

Martingale Trading Strategie

Quelle: https://algotrading101.com/learn/how-to-measure-trading-risks/

Die Gefahren des Copy-Trading

Vor allem Trading Anfänger versprechen sich mit Hilfe des Copy-Trading die Möglichkeit, die Erfahrung und Fertigkeiten anderer Trader zu nutzen.

Dabei werden automatisch Trades anderer Trader kopiert und nachgehandelt.

Nüchtern betrachtet ist es also nichts anderes wie eine externe Kapitalverwaltung.

Letztendlich gibt man die Kontrolle über das eigene Kapital aus der Hand.

Ein schlechter bzw. wenig erfolgreicher Trader, dessen Handel man kopiert, kann also ein echtes Risiko für das eigene Kapital darstellen.

Mittlerweile findet man auch seriöse Copy-Trading Anbieter, die den Nutzern viele Freiheiten lassen.

So gibt es beispielsweise eine große Auswahl an Tradern und die Performance dieser ist leicht einsehbar.

Auch die Positionsgröße kann man selber bestimmen.

Des Weiteren haben einige Anbieter eine Art Forum, in dem sich Trader über Strategien, Trades und Erfahrungen austauschen können.

Hier liegt sicherlich der größte Vorteil, da man dadurch noch einen Lerneffekt erzielen kann, was beim reinen Copy-Trading nicht wirklich der Fall ist.

Im Bereich des Copy-Trading gibt es aber leider auch viele schwarze Schafe.

Einige Anbieter stellen willkürliche Trades zur Verfügung, ohne das im Vorhinein eine Analyse getätigt wurde.

Oftmals kooperieren diese Anbieter dann auch mit Brokern und leiten ihre Kunden an diese weiter.

Die Copy-Trading Anbieter verdienen dann über die Affiliate-Provisionen der Broker, während die Qualität der zur Verfügung gestellten Trades auf der Strecke bleibt.

Da bei den Brokern Gebühren für die Trades anfallen, konzentrieren sich die Copy-Trading Anbieter leider mehr auf die Quantität der Trades, da sie so mehr Profit machen.

Es kommt in diesem Zusammenhang auch häufiger vor, dass die Martingale Trading Strategie von diesen unseriösen Anbietern empfohlen wird.

Wie wir nun bereits wissen, wird bei der Martingale Trading Strategie die Positionsgröße nach jedem Verlust-Trade verdoppelt.

Dadurch summieren sich dann ebenfalls die Gebühren und somit auch der Profit der Anbieter.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zunächst stetigen Gewinne der Martingale Trading Strategie nur die „halbe Wahrheit sind“.

Denn wenn einmal ein Trend komplett gegen dich läuft, wird es zu hohen Verlusten kommen.

Exponentielle Steigerungen resultieren schnell in großen Summen.

Das ständige Verdoppeln könnte zu einer unüberschaubaren Positionsgröße führen und sobald man mehrere Verluste hintereinander erleidet, bricht die Strategie in sich zusammen.

Die Martingale Trading Strategie ist meiner Ansicht nach zu unverlässlich, um es regelmäßig einzusetzen, auch wenn es auf den ersten Blick sehr reizvoll erscheinen mag.

Besonders für Trading Anfänger lohnt sich diese Strategie nicht, da man für das Verdoppeln der Positionsgröße ein hohes Startkapital benötigt.

Außerdem könnte es bei einer Verlustserie im schlimmsten Fall zum Verlust des gesamten Kapitals kommen.

Dies könnte sich dann wiederum negativ auf die Motivation und die Gefühlslage des Traders auswirken.

 

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Bis demnächst!

Lukas

 

Lukas Godau
Lukas ist Analyst bei TradingFreaks. Er erstellt Artikel zu allen relevanten Tradingthemen sowie tägliche Watchlists mit Trade Ideen für das Trading Team, wovon auch die Mitglieder des Top Trader Programms profitieren.

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