Start Trading Strategien Eigenes Trading Setup in 4 Schritten erstellen

Eigenes Trading Setup in 4 Schritten erstellen

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Wer als Daytrader, Scalper oder Swingtrader erfolgreich traden will, braucht ein funktionierendes Trading Setup. Doch wie erstellst du ein Setup? Mit den nachfolgenden vier Schritten.

Die meisten Trader sind faul. Deshalb sind sie nicht erfolgreich und verlieren Geld. Nicht nur einmal, sondern dauerhaft.

Diese Faulheit ist bei Anfängern noch zu verzeihen, da sie oft nicht wissen, dass sie im Trading hart arbeiten müssen. Es sind die schwindenden Kontostände, die die meisten irgendwann wachrütteln.

Sie bemerken nach dem ersten 50% Drawdown, dass sie etwas ändern müssen.

Da viele zu Beginn ohne Plan traden, ist die Erstellung eines Regelwerks ein wichtiger Fortschritt.

Dieses Regelwerk wird durch ein festgelegtes Trading Setup festgelegt. Das schauen wir uns nun schrittweise an.

 

Was ist ein Trading Setup?

Ein Trading Setup ist ein Regelwerk oder auch ein Kriterienkatalog. Es enthält verschiedene Parameter, die mir sagen, wann ich einen Trade eingehen darf und noch wichtiger: Wann ich ihn NICHT eingehen darf.

Diese Parameter können unendlich viele Eigenschaften oder Regeln haben. Der Trader muss sie lediglich finden und an seinen Tradingstil anpassen.

Da der Tradingstil sich hauptsächlich mit der zeitlichen Perspektive eines Trades beschäftigt, muss ergänzend im Trading Setup nicht mehr geklärt werden, ob es ein Daytrade, Swingtrade oder Scalp werden soll, sondern welche Kriterien gegeben sein müssen, um einen Trade zu starten (und später zu beenden).

Diese Parameter können aus folgenden Gegebenheiten erstellt werden:

  • Charttechnik (Moving Average, Fibonacci Retracement, Widerstand/Unterstützung, Kerzenformationen)
  • Trends, Korrekturen, Bewegungen
  • Nachrichten und Analysen
  • Termine mit hoher Volatilität (Zinsentscheide, Wahlen)

In erster Linie handelt es sich um Signale, die dir eine Tradeidee vermitteln. Wenn zum Beispiel ein 38er Fibonacci Retracement mit einer Widerstandslinie in die gleiche Zone im Chart fällt, dann stehen die Chancen tendenziell gut, dass an diesem Punkt ein Rebound-Trade vollzogen werden kann.

Doch bis dahin müssen noch weitere Entscheidungen getroffen werden, was wir uns jetzt genauer ansehen.

 

Trading Setup erstellen – Schritt 1: Zeiteinheit festlegen

Vor dem ersten Schritt solltest du festlegen, welcher Trading Stil zu dir passt und von nun an primär gehandelt werden soll. Innerhalb der Tradingstile unterscheiden wir zwischen:

  • Scalp Trading
  • Daytrading
  • Swingtrading

Der Unterschied zwischen den drei Stilen liegt in der zeitlichen Perspektive für einen Trade. Swingtrader halten Trades über Tage und Wochen wogegen der Scalper nach wenigen Minuten fertig ist.

Im ersten Schritt geht es jetzt darum, abgeleitet vom Trading Stil die richtige Zeiteinheit zu finden. Damit ist gemeint, ob ich aus dem 1-Min, 5-Min, … 4h-Chart heraus handeln möchte.

Beispielhaft legen wir für unser neues Setup den Fokus auf den 1-Stundenchart und verfolgen als Tradingstil den Daytrading-Ansatz. Demnach halten wir unsere Trades wenige Stunden bis hin zu einem Tag.

 

Trading Setup erstellen –  Schritt 2: Basiswerte auswählen

Ein Basiswert ist eine Aktie, ein FX-Paar, ein Rohstoff, u.s.w. Ich bin kein Freund davon, nur 1-2 Basiswerte zu handeln, sondern das Setup so zu gestalten, dass es sich wie eine Schablone auf vielen verschiedenen Märkten bzw. Basiswerten handeln lässt. Dadurch habe ich mehr Auswahlmöglichkeiten und kann mir sprichwörtlich die Rosinen herauspicken, wodurch sich automatisch mein Chane-Risiko-Verhältnis verbessert.

Nehmen wir an, dass ich ein gutes Verständnis vom Aktienmarkt besitze und weiß welche Rolle Zentralbanken, Unternehmensdaten und Derivate in dem Zusammenhang spielen. Nun möchte ich täglich Einzelaktien mit CFDs als Daytrades handeln.

Es kann Sinn machen, mit einer Kategorie wie Einzelaktien zu starten und nach einigen Testwochen schauen, ob sich das Setup auf andere Märkte ausweiten lässt.

 

Trading Setup erstellen – Schritt 3: Signale festlegen

Nun müssen wir festlegen, wann wir einen Trade in einer Aktie eingehen und wann nicht. Dazu brauchen wir Signale, die unsere Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Gewinntrade zu erzielen.

Da wir bereits einige Erfahrungen mit Fibonacci Retracements und dem Exponential Moving Average 200 gemacht haben, wollen wir uns fortan diesen charttechnischen Indikatoren bedienen, um einen Einstieg zu finden.

Unsere Idee lautet wie folgt:

„Wenn die Aktie nach einer schönen Bewegung in eine Korrektur eintaucht, wollen wir mit der Kombination aus EMA200 und 38,2er oder 50er Retracement einen Einstieg finden und setzen auf eine Wiederaufnahme des übergeordneten Trends.“

Im 1-Stunden-Chart sieht das dann so aus:

Adidas Aktie Chart

 

Wir sehen, dass der Kurs vom lokalen Hochpunkt bei ca. 184 EUR in eine leicht abwärtsgerichtete Korrektur geht. Bei ca. 176 verlaufen der EMA200 und das 38er Fibonacci Retracement. Die Kombination der beiden Indikatoren sorgt für eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs dort nach oben dreht, als wenn wir nur einen Indikator betrachten.

Damit haben wir geklärt, wann wir in eine Aktie einsteigen. Das war der leichte Teil.

Trading Setup erstellen – Schritt 4: Ziel und Risikomanagement festlegen

Nachdem wir nun unsere Einstiegssignale kennen, müssen wir bestimmen, mit welcher Positionsgröße wir in den Markt gehen, wo wir Stop Loss und Take Profit platzieren und wie viel Geld wir letztendlich riskieren wollen. All das sind Themen, die das Risikomanagement betreffen und unerlässlich sind.

Das ganze muss in Einklang mit dem Tradingstil beschlossen werden. Ein Scalper kann sich keinen SL von 100 Punkten leisten, wenn er nur auf 10 Punkte Gewinn aus ist und „nur“ eine Gewinnquote von 60/40 hat.

Als Daytrader schauen wir uns die durchschnittliche, tägliche Handelsspanne an und machen unseren Ausstieg an Indikatoren sowie lokalen hoch-/Tiefpunkten fest. Im oben genannten Chart wäre das mögliche Ziel das alte Hoch bei 183,00. Damit haben wir ca. 7 EUR Gewinnchance. Wenn man eine gute Trefferquote bei seinen Trades hat (also deutlich mehr Gewinn- als Verlusttrades), dann könnte man den SL auf 168 legen und hoffen, dass der Kurs spätestens beim Gap Close dreht.

Es gibt hier kein richtig oder falsch. Wichtig ist, dass man das Chance-Risiko-Verhältnis vernünftig auswertet und seine Trades entsprechend analysiert.

 

 

Fazit:

Anton Kreil sagte einmal: „There are a million ways to make a million Dollars in the market.“

Hinter diesem Satz steckt eine Menge Wahrheit. Du hast nun eine gute Idee bekommen, wie du dein eigenes Setup aufsetzen kannst und was es zu beachten gilt. Es ist wichtig, laufend neue Trading Ideen zu generieren und sein Setup an sich verändernde Märkte anzupassen.

Man muss eine Menge Erfahrungen in einzelnen Märkten sammeln und schauen, welche Handelsstile und Setups zu einem selbst passen. Denn letztendlich kann ein Trading Setup noch so tolle Gewinne versprechen. Wenn der Trader mental nicht in der Lage ist, es konsequent umzusetzen, dann bringt es ihm nichts.

Trading ist harte Arbeit und nur wer diszipliniert „dran bleibt“, hat langfristig eine Chance!

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Sofern du Fragen hast, nutze gerne das Kommentarfeld oder schreibe an team@tradingfreaks.com.

Bis in Kürze!

Tim

 

 

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Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

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