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Long und Short Positionen für Anfänger

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Was bedeutet Long und Short im Börsenhandel? Wie kann man sich gegen fallende Kurse absichern oder sogar damit spekulieren? Das erfährst du hier.

Im Bereich des Tradings und Investments hörst du bestimmt immer wieder Sätze wie „Person/Unternehmen X ist Long in YZ“ oder „Short in YZ“.

Aber welche Informationen stecken nun in den Sätzen und was bedeuten sie?

In diesem Artikel erfährst du was es heißt eine Long oder Short Position einzunehmen und in welcher Situation es sinnvoll ist.

 

Was ist eine Long Position im Aktienhandel?

In einem Vermögenswert wie zum Beispiel einer Aktie eine Long Position zu beziehen ist für viele einfacher verständlich als Short zu gehen. Deswegen fangen wir hier an der Stelle mit dieser Position an.

Long bedeutet nichts anderes als einen Vermögenswert am Finanzmarkt zu kaufen und darauf zu setzen, dass er zukünftig im Wert steigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vermögenswert nun eine Aktie, ein Rohstoff, ein Währungspaar oder ähnliches ist. Es geht lediglich darum, dass eine Wertsteigerung erwartet wird und du aus diesem Grund beispielsweise eine Aktie kaufst. Über solch eine Kursentwicklung würdest du dich bei einer Long Position auf jeden Fall freuen:

Um es anschaulich zu gestalten hier ein Beispiel:
Angenommen du gehst in der Aktie X bei 25€ Long (du kaufst eine Aktie X) und sie steigt in den nächsten Stunden/Wochen/Monaten auf 30€. Wenn du deine Position jetzt schließt, hast du 5€ Gewinn realisiert. In dem Fall bedeutet „die Position schließen“ deine Aktien zu verkaufen, weil du sie durch eine Long Position vorher gekauft hast.

 

Short Position

Eine Short Position ist das Gegenteil einer Long Position – also verkaufst du Vermögenswerte und spekulierst darauf, dass sie im Anschluss im Wert fallen.

An dieser Stelle kommt es oft zu Verwirrung. „Wie kann ich etwas verkaufen, dass ich gar nicht besitze?“.

Um es einfacher verständlich zu machen, ziehen wir hier vorerst eine beliebige Person hinzu. Nennen wir sie Franz. Vereinfacht gesagt, leiht Franz dir eine Aktie Y, die zu diesem Zeitpunkt 10€ wert ist. Diese verkaufst du dann direkt. Du besitzt dies Aktie Y also jetzt nicht mehr, hast dafür aber im Austausch 10€ vom Markt erhalten. Du schuldest jedoch noch Franz eine Aktie Y. Wenn der Preis auf 7€ fällt, hast du die Möglichkeit einen Gewinn zu erwirtschaften. Du kaufst die Aktie jetzt für 7€ am Markt und gibst sie Franz zurück. Die Differenz von 3€ ist in diesem Beispiel dein Gewinn.

10€ – 7€ = 3€

Heutzutage musst du dir die Aktie aber bei keiner Person mehr leihen. Diese Funktion übernimmt dein Broker. Du kannst in deiner Handelsplattform einfach sagen welche Aktie du in welchem Ausmaß shorten möchtest. Zugegeben, nicht jeder Vermögenswert kann unendlich viel geshortet werden, aber dies hängt mit dem Broker zusammen.

Den Gewinn/Verlust realisierst du bei einer Short Position wie auch bei einer Long Position erst, sobald du diese wieder schließt. In diesem Fall bedeutet das, dass du die Anzahl Aktien, die du geshortet hast, wieder kaufen musst. Damit ist deine ursprüngliche Position ausgeglichen und du hast den Trade beendet.

 

Die Risiken von Long und Short Positionen

Obwohl die beide Positionen, Long und Short, sehr ähnlich klingen, sind die Risiken doch von unterschiedlichem Ausmaß.

Long Position

Bei einer Long Position verlierst du, wenn sich der Kurs entgegen deiner Erwartung entwickelt. Da du bei dieser Position auf steigende Kurse setzt, verlierst du wenn der Preis eines Vermögenswertes fällt. In der Theorie kannst du dann nur so viel verlieren, wie du auch investiert hast.

Sagen wir du hast 10 Aktien im Wert von 100€ gekauft. Das ist ein Gesamtwert von 1.000€. Im schlimmsten Fall können diese Aktien jeweils auf einen Wert von 0€ fallen, womit du einen Buchverlust von 1.000€ hast. Es heißt Buchverlust, weil du deine Position noch nicht geschlossen hast und somit die Gewinne bzw. in dem Fall Verluste noch nicht realisiert hast.

 

Short Position

Bei einer Short Position verlierst du ebenfalls, wenn sich der Kurs gegen deine Erwartung entwickelt. Das bedeutet in dem Fall, sobald der Preis steigt. Der Verlust einer Long Position ist dadurch begrenzt, dass eine Aktie nicht unter 0€ fallen kann. Aber wie ist das bei einem Short? Gibt es in der Theorie einen maximalen Wert, den eine Aktie erreichen kann? Dies ist ein elementarer Unterschied zwischen Long und Short Positionen.

Angenommen du shortest 5 Aktien im Wert von 100€. Wenn die Aktie jetzt auf 110€ steigt, hast du einen Buchverlust von 50€. Die Aktien können aber auch auf 1.000€ steigen. Wie steht es nun um deinen Buchgewinn/-verlust?

Jetzt beträgt dein Buchverlust schon 4.500€. Natürlich wird eine Aktie diesen Sprung nicht von heute machen, aber du verstehst gerade vermutlich, worauf es hinausläuft. Das Risiko einer Short Position kann ein anderes Ausmaß annehmen als das einer Long Position. Ein besonders unangenehmes Phänomen für Short Trader ist der so genannte „Short Squeeze“, bei dem es zu rapiden Kursanstiegen kommt und somit auch oftmals zu hohen Verlusten.

 

Risikomanagement bei Long und Short Trading

Das Thema Risikomanagement an sich kann vermutlich mehrere Blogbeiträge füllen. Damit du aber einen ersten Eindruck bekommst, haben wir dir hier ein paar Themen zusammengestellt.

Positionsgröße

Eine Möglichkeit des Riskmanagements ist die Positionsgröße des Trades. Die Größe entspricht der Anzahl der Vermögenswerte oder gelegentlich auch der Summe der monetären Mittel, mit der gehandelt werden soll. Die beiden Herangehensweisen sind abhängig voneinander und beschreiben am Ende das gleiche. Du erhöhst also das Risiko, sobald du deine Positionsgrößen erhöhst.

Angenommen du nimmst eine Short-Position bei einer Aktie ein, die bei 10€ steht. Sobald diese nun auf 6€ fällt und du deine Aktie verkaufen solltest, hast du einen Verlust von 4€. Wenn du jetzt allerdings nicht nur eine Aktie Short bist, sondern 50 Aktien, verlierst du mit dem Trade auf einmal 200€.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich vor allem zu Beginn mit kleineren Positionen zu handeln, um sich mit dem Markt vertraut zu machen. Selbstverständlich erhöht sich mit einer höheren Positionsgröße auch der mögliche Gewinn.

Ein weiterer Hinweis: Du hast die Möglichkeit erste Erfahrungen auf einem Demokonto zu sammeln. So kannst du dich zum einen mit deinem Broker bzw. der Handelsplattform vertraut machen und hast zum anderen den Vorteil, dass du nichts „kaputt“ machen kannst. Falls du also noch auf der Suche nach einer solchen Möglichkeit bist, halt bei deinem Broker Ausschau nach einem Demo- oder Paper Trading Konto.

 

Portfoliozusammensetzung

Ein weiterer wichtiger Aspekt, über den sich viele keine Gedanken machen, ist die Zusammensetzung des Portfolios.

Es gibt Tage, an denen der Markt auf einmal auf Grund von Neuigkeiten oder Erwartungen im Großteil fällt oder steigt. Wenn du jetzt nur Long- oder nur Short-Positionen hast, betrifft es dein komplettes Portfolio im gleichen Ausmaß.

Natürlich kann das schön sein, wenn alle Trades weiter in die Gewinne rutschen, aber wie sieht es aus, wenn alle Positionen gegen dich laufen? Je nachdem wie lange du für gewöhnlich also deine Trades hältst, kann es hilfreich sein, wenn du sowohl Long- als auch Short-Positionen besitzt, um das Risiko zu streuen.

 

Long und Short Positionen absichern

Dass niemand sein Margin Konto aufbrauchen und einen Verlust auf Grund einer Short Position erleiden möchte, ist vermutlich unumstritten. Aber auch zuzusehen wie die Aktie einer Long Position gegen 0 fällt, muss nicht sein. Was kannst du also dagegen tun, um das Risiko zu kontrollieren ohne die ganze Zeit am Bildschirm zu kleben?

An dieser Stelle kann ein sogenannter Stop Loss (SL) hilfreich sein.

Bei einem Stop Loss handelt es sich um eine sogenannte „schwebende Order“. Nehmen wir also nochmal an, dass du bei 100€ einer Aktie X Long gegangen bist. Wenn du deinen Stop Loss bei 90€ platzierst, wird deine Aktie verkauft, sobald dieses Level erreicht wird. Dabei sind dir die 90€ pro Aktie jedoch nicht garantiert. Bei einem Stop Loss wird deine Aktie einfach zum nächsten „Spot Price“ verkauft. Der Spot Price ist der nächstmöglich Preis, zu dem der Vermögenswert gehandelt wird. Alternativ kannst du auch Marktpreis dazu sagen.

Ein SL begrenzt immer nur die Verluste. D.h. bei einer Long-Position liegt der Stop Loss tiefer als der aktuelle Kurs, während er bei einer Short-Position höher liegt als der Aktienkurs. Nachfolgend markiert die rote horizontale Linie in einem exemplarischen Long- (links) bzw. Short Trade (rechts) den Stop Loss. Die roten Pfeile zeigen an, dass Aktien verkauft worden, während die blauen Pfeile einen Kauf signalisieren.

Long und Short Position mit Stop Loss

Jetzt fragst du dich bestimmt, warum kann ich nicht einen Stop Loss (SL?) auf beide Seiten setzen, um auch die Gewinne zu sichern.

Die Überlegung ist nicht verkehrt.

Hier spricht man allerdings nicht mehr von einem Stop Loss, sondern von einem Take Profit (TP). Das Prinzip ist dasselbe. Sobald das Level erreicht wird, wird der Vermögenswert automatisch zum nächstmöglichen Preis ver-/gekauft und die Gewinne werden realisiert. In dem folgenden Bild wird dein TP durch eine blaue Linie kenntlich gemacht. Links ist wieder die Long- und rechts die Short Position zu sehen.

Take Profit Stop Loss Long Short

In dem Moment, in dem dein Trade in den TP läuft, wird deine Position geschlossen. Auch wenn der Kurs im Anschluss, wie auf den Bildern oberhalb zu erkennen ist, danach in die andere Richtung und gegen dich laufen würde, hättest du deinen Trade schon mit Gewinn beendet.

Sowohl der Take Profit als auch der Stop Loss brechen die jeweils andere Order für gewöhnlich ab, sobald sie ausgelöst werden.

Selbstverständlich kannst du für dein Risikomanagement sowohl einen SL als auch einen TP zeitgleich verwenden. Dadurch beschränkst du deine möglichen Verluste mithilfe eines Stop Loss, während du deine Gewinne mit einem Take Profit automatisch sicherst.

 

Zusammenfassung

In diesem Artikel hast du nun einen ersten Einblick erhalten was sich hinter den Begriffen von Long- und Short-Positionen verbirgt. Wenn dir also demnächst jemand sagt, dass er Long in GME ist, dann weißt du, dass die Person die Aktie von Gamestop gekauft hat und auf einen steigenden Kurs setzt. Neben der allgemeinen Bedeutung einer Position, kennst du jetzt auch erste Risiken, die es in Zusammenhang mit der Position gibt und weißt, wie du sie mit deinem Risikomanagement kontrollieren kannst.

 

Wenn du noch am Anfang stehst, sind auch diese Fragen sowie Antworten für dich interessant. Sie werden dir helfen einen besseren Überblick über das Thema zu bekommen.

 

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Ich wünsche dir viel Erfolg beim Einstieg in das Thema rund ums Trading und die Börse.

Bis bald!

Tom

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