Start Finanzinstrument Zertifikate handeln: 3 Trading Zertifikate im Vergleich

Zertifikate handeln: 3 Trading Zertifikate im Vergleich

Machst du diese 7 heftigen Trading Fehler?

Nutze das kostenlose Trader Training mit Tim Grueger. Es ist ein kostenloses 20-Min-Video, mit wertvollen Tipps & Tricks für erfolgreiches Trading.

Wer Zertifikate handeln möchte, muss diese Tipps berücksichtigen, um Erfolg im Trading mit Zertifikaten zu haben und sein Konto oder Depot zu vergrößern. Wir stellen 3 Zertifikate für Trader vor.

 

Der Handel mit Zertifikaten wird immer beliebter. Doch hier lauern auch Gefahren, die schnell zum finanziellen Desaster für Trader und Spekulanten werden können. Eine saubere Analyse des Produktes und wichtiges Grundwissen sind unabdingbar, wenn du Zertifikate handeln möchtest.

In diesem Beitrag lernst du, welche unterschiedlichen Finanzinstrumente es im Trading gibt und wie du Zertifikate handeln kannst.

Da es bekanntlich einen Unterschied zwischen Trading und Investieren gibt, kann ich nicht jedes beliebige Zertifikat im Trading benutzen. Wir unterscheiden in zwei übergeordnete Kategorien:

  • Anlageprodukte
  • Hebelprodukte

Im Trading nutzen wir hauptsächlich Hebelzertifikate, für klassische Investments hingegen Anlagezertifikate.

Welche Produkttypen im Rahmen der Hebelprodukte für die diversen Tradingstile geeignet sind, klären wir jetzt in der Definition.

 

Definition: Was sind Trading Zertifikate und wer erstellt sie?

Das Gabler Lexikon schreibt hier:

„Bei Zertifikaten handelt es sich um Schuldverschreibungen eines Emittenten (i.d.R. einer Bank). Im Gegensatz zu Anleihen oder Festgeldern erhält der Anleger bei Zertifikaten i.d.R. aber keinen festen Zinssatz. Vielmehr richtet sich die Rückzahlung nach der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte wie Aktien, Indizes oder anderer Vermögenswerte.“

Diese Erläuterung möchte ich gerne mit ein paar Informationen ergänzen.

Schuldverschreibungen unterliegen dem Emittentenrisiko. Demnach ist mein Geld weg, wenn der Emittent insolvent wird. Zertifikate werden von Investmentbanken ausgegeben und hier kann ich mir die „besten“ bzw. solventesten aussuchen (wir Gedenken einen Moment der US Bank „Lehman Brothers“). Oder ich nehme mir die systemrelevanten Institute, wie Deutsche Bank und Co., was soll da schon passieren?

Zurück zum Thema. Ich kann Zertifikate OTC, also over-the-Counter bei einem der Institute handeln oder an einer Zertifikate-Börse wie in Frankfurt oder Stuttgart. Den Schutz der Börsenaufsicht habe ich nur beim Handel über eine regulierte Börse.

Die Entwicklung eines Zertifikats hängt immer von einem Basiswert ab. Das können Indizes (DAX), Aktien, Rohstoffe, Devisen, usw. sein. Doch Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat. Investmentbanken müssen schließlich Geld verdienen und so sorgt die Kreativität der Banker nicht nur für kunstvolle Namen, sondern auch für unterschiedliche Ausgestaltungen.

Die gängigsten Hebelzertifikate schauen wir uns jetzt an.

 

3 unterschiedliche Hebel-Zertifikate im Trading

Viele Trader handeln Derivate mit einem Hebel. Durch die Hebelwirkung kann Trading bereits mit geringem Startkapital umgesetzt werden. Viele Anfänger vergessen dabei gerne, dass der Hebel in beide Richtungen gilt. Im Erfolgsfall habe ich natürlich einen satten Gewinn. Entwickelt sich der Kurs aber nicht wie gewünscht, verliere ich überproportional viel Geld.

Bei einem Hebel 1:5 entwickelt sich mein Derivat gegenüber dem Basiswert um das 5-fache. Steigt der Basiswert um 1%, steigt mein Derivat (sofern ich Long bin) um 5%. In der Theorie ist der Hebel leicht verständlich. Allerdings ist jedes Finanzinstrument anders gestrickt und nicht jedes Derivat ist so transparent, dass die Bepreisung durch den Emittenten immer nachvollzogen werden kann.

Deshalb ist es wichtig, dass man die unterschiedlichen Derivate kennt, zu denen eben auch die Zertifikate gehören.

Die drei meistgenutzten Vehikel stelle ich dir jetzt vor.

 

Optionsschein
Der Optionsschein ist eines der meistgenutzten Derivate unter Anlegern/Tradern aus der DACH-Region. Die Definition lautet wie folgt:

„Ein Optionsschein berechtigt den Inhaber einen bestimmten Basiswert, zu einem bestimmten Basispreis, in einem bestimmten Bezugsverhältnis und innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen („Call“) oder zu verkaufen („Put“).“ Quelle: boerse.de

Der Optionsschein ist wie alle Derivate, von der Entwicklung eines Basiswertes (z.B. DAX) abhängig. Aber es gibt noch weitere Einflussfaktoren, wie Laufzeit, Zinsniveau, Volatilität des Basiswerts und Basispreis. Der Preis des Optionsscheins setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Speziell die Volatilität und der Zeitwert sorgen dafür, dass sich der Hebel des OS während der Laufzeit verändern kann.

Ebenso muss einem klar sein, dass der Emittent mit dem Spread spielen darf. Besonders in volatilen Phasen habe ich es immer wieder erlebt, dass die Investmentbanken für ihr Produkt Phantasiekurse gestellt haben, die einen Verkauf des Scheins trotz positiver Entwicklung des Basiswerts nahezu unmöglich machten.

Ist ein Optionsschein für Trading geeignet?

Meines Erachtens nicht. Scalper und Daytrader leben von volatilen Phasen und genau hier zeigt der Optionsschein erhebliche Schwächen. Swingtrader können in trendigen Märkten auf einen Optionsschein setzen, wenn sie die Struktur wirklich verstanden haben.

Ich habe hier einen kritischen Artikel über Optionsscheine verfasst.

 

Faktorzertifikate

Ein Faktorzertifikat bildet ebenfalls einen Basiswert wie den DAX nach. Im Gegensatz zu Optionsscheinen, gibt es hier keinen inneren Wert zu berücksichtigen. Des Weiteren ist der Hebel konstant und es wird die tägliche, prozentuale Wertentwicklung des Basiswert abgebildet. Der Faktor ist ein anderes Wort für Hebel. Ein „Faktor 6“ bildet den Basiswert also um das sechsfache nach.

Steigt der DAX an einem Handelstag um ein Prozent, so steigt zum Beispiel der Preis eines DAX-Faktor-6x-Long-Zertifikats um 6 Prozent. Soweit so gut. Nun ist es aber so, dass der konstante Hebel in Verbindung mit der täglichen Fixierung über einen längeren Zeitraum für Nachteile sorgen kann. Das passiert, wenn wir eine „volatile“ Seitwärtsphase in dem Basiswert haben, welche durchaus oft vorkommt.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, ein Index steht bei 100 Punkten und fällt am ersten Tag um 5% auf 95 Punkte. Ein 2x Faktorzertifikat, dass zu Beginn der Periode bei 100 EUR notiert, kostet aufgrund des zweifachen Hebels (-10%) nur noch 90 EUR. Am Folgetag steigt der Index zurück auf 100 Punkte (+5,26%). Das Faktorzertifikat steigt dann um 2x 5,26%= 10,52%. Ausgehend von den 90 EUR steigt mein Faktorzertifikat dann nur auf 99,47 EUR, obwohl der Index wieder am Ausgangslevel notiert.

Erwische ich mit meinem Trade so eine volatile Seitwärtsphase, mache ich konstante Verluste.

Durch das Beispiel wurde die Schwäche von Faktorzertifikaten deutlich. Es zeigt aber auch, dass sie in trendigen Märkten durchaus funktionieren. Wie die Optionsscheine sehe ich hier keine guten Konditionen für Scalper und Daytrader, wogegen Swingtrader mit einem Horizont von mehreren Wochen Erfolg haben können.

 

Knockout-Zertifikate

Knockoutzertifikate (auch KO-Scheine genannt) machen ihrem Namen alle Ehre. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Zertifikaten haben diese Derivate eine Knockout-Schwelle. Wird dieser Preis im Basiswert erreicht, verfällt das Zertifikat wertlos. Der Hebel bestimmt sich über den Abstand zur KO-Schwelle. Je näher ich dieser Schwelle komme, desto größer ist mein Hebel. Aber auch die Laufzeit des Scheins kann meinen Hebel beeinflussen.

Neben zeitlich befristeten KOs gibt es aber auch Open-End-Zertifikate, die theoretisch solange laufen, bis die KO-Schwelle erreicht wird, oder aber von einem der beiden(!) Teilnehmer gekündigt wird. Ja, neben dem Käufer kann auch der Emittent bei Open-End Produkten die Reißleine ziehen.

Der Vorteil gegenüber Optionsscheinen und Faktorzertifikaten ist die Transparenz des Produktes. Ich kenne meinen Hebel und weiß, wie sich dieser verändert.

Knockouts eignen sich meines Erachtens nicht für Scalper, aber durchaus für Daytrader und Swingtrader. Natürlich muss auch hier die Struktur des Produktes verstanden werden und ein sauberes Risikomanagement implementiert werden.

Eine relativ neue Kreation von CMC Markets erlaubt mir sogar, meine eigenen Knockout-Zertifikate zu erstellen. Wie das geht und was du dabei beachten musst, erfährst du hier in diesem Artikel von Andreas.

Wo finde ich geeignete Hebelzertifikate für mein Trading? Bei der Suche nach geeigneten Hebelprodukten helfen dir Portale wie Onvista weiter. Hier geht es zur Auswahl von Hebelzertifikaten bei Onvista.

Zertifikate handeln onvistaQuelle: onvista.de

Wenn du Zertifikate handeln willst, ist Onvista eine gute Hilfe. Dort findest du detaillierte Erläuterungen und viele Produkte zur Auswahl.

 

Unterschied zwischen Forexhandel, CFDs und Zertifikaten

Der größte Unterschied liegt in der Anbieterstruktur und damit verbunden, der Verwahrung. Zertifikate werden in ein klassisches Wertpapierdepot gebucht und gehandelt, sowie Aktien, Anleihen und Fonds. Ich kann das Depot bei einer Filialbank oder Onlinebank eröffnen. Forex und CFDs kann ich nur bei spezialisierten Onlinebrokern wie GKFX handeln. Bei einem FX-/CFD Broker kann ich dafür keine klassischen Wertpapiere, wie Aktien und Anleihen, lagern.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Rechtsform. Zertifikate sind Schuldverschreibungen und damit klassische Wertpapiere mit einer Wertpapierkennnummer (WKN). Contracts for Difference werden von den CFD-Brokern erstellt und bepreist. Die Broker unterliegen zwar den Aufsichtsbehörden wie BAFIN, CySec und FCA, doch hier geht es mehr um die Beobachtung der finanziellen Lage der Unternehmen, als die Überwachung von Konditionen und Kursstellung. Für Forex gilt das gleiche.

Hinsichtlich der Konditionen gibt es ebenfalls Unterschiede. Während Zertifikate mit Ordergebühren, Spread und Finanzierungskosten verbunden sind, verzichten viele CFD- und Forex-Broker auf Ordergebühren und auch die Finanzierungskosten fallen je nach Handelsposition überschaubar aus. Daraus folgt, dass sie besonders für Scalper und Daytrader, aber auch für Swingtrader geeignet sind.

 

Welches Finanzprodukt zu dir und deinem Tradingstil passt, musst du eigenständig in Erfahrung bringen. Neben den theoretischen Grundlagen solltest du auch schauen, wie sich die einzelnen Derivate in der Praxis verhalten.

Im Daytrading gibt es viele verschiedene Strategien und Setups. Das Finden eines geeigneten Finanzinstruments ist ein Parameter, der berücksichtig werden muss. Mit diesem Artikel hast du die Basics gelernt, jetzt geht es darum, anhand von Demokonten das ein oder andere Derivat zu testen.

Dabei wünsche ich dir viel Erfolg!

 

[ABTM id=4911]

 

 

 

Tim Grueger
Tim ist CEO & Trader bei tradingfreaks.com. Er ist Bachelor of Science (Finance) und hat für zwei große Banken gearbeitet. Tim handelt hauptsächlich das Forex Newstrading, so wie diverse Hedgefunds und Investmentbanken. Du kannst seine Strategie im kostenlosen Webinar sowie im Top Trader Programm einsehen und erlernen. Tim empfiehlt diesen FX- und CFD-Broker. <<<<<<Hier geht es zu Tim´s Trading Story.:>>>>>> Hier geht es zu Tim´s Youtube Videos.:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here