Du suchst eine erprobte Trading Strategie? Dann lerne das Newstrading und den Handel mit makroökonomischen Setups. Hier zeige ich dir, wie es geht.

Die Newstrading Strategie ist ein im deutschsprachigen Raum kaum bekannter Handelsansatz, wird jedoch von diversen Investmentbanken und Hedgefonds als grundsätzliches Trading System genutzt.

In diesem Artikel zeige ich dir, was genau Newstrading ist und wie du es, angepasst an deine berufliche und familiäre Situation, handeln kannst.

Bevor wir ins Detail gehen und du ein einfaches Setup kennenlernst, müssen wir noch eine Basisfrage klären.

Wir gehen also von der Vogelperspektive ins Detail.

Dazu auch hier schon mal der Hinweis, dass du die Newstrading Strategie sowie einige Tipps&Tricks in unserem Newstrader Webinar vorgeführt bekommst. Es ist kostenlos!

Nun aber zur ersten Frage.

 

Was ist Newstrading?

Beim Newstrading nutzen Trader marktrelevante, fundamentale Ereignisse im Börsen- bzw Devisenhandel.

Es ist ein Oberbegriff, der letztendlich eine „Global-Macro-Strategie“ bezeichnet.

Das sind in der Regel makroökonomische Ereignisse, können aber auch mikroökonomische Parameter sein.

Mikroökonomie behandelt alles, was auf Unternehmensebene passiert. So nutzen Aktien-Newstrader bestimmte Unternehmensnachrichten (z.B. Quartalszahlen) um Trade Ideen zu bilden.

Makroökonomie behandelt insbesondere die Geldpolitik der Zentralbanken. Diese Institutionen haben mit Tools wie dem Leitzins eine unglaubliche Macht, um Währungen zu bewegen. Als Newstrader kennen wir die Ziele der Zentral- und Notenbanken und wissen, wie sie vorgehen werden.

Beim Newstrading wird also ein großer Wert auf fundamentale Daten gelegt (und nicht auf Charttechnik). Damit bestimmen wir die tägliche Stimmungslage (Sentiment) und handeln starke gegen schwache Assets.

Dieser Ansatz wird von diversen Investmentbanken und Hedgefonds, also den wahren Profits an den Märkten, verfolgt.

Hier mal ein Beispieltrade der Deutsche Bank:

Deutsche Bank has gone short USDCHF on expectations the trade war will continue weighing on global growth. They entered at 0.9893 with a Stop Loss at 1.0130 and a Profit Target of 0.9800.

Daran erkennt man bereits, dass ein fundamentaler Grund für den Trade vorliegt (Trade war) und auch die Big Boys mit einem Stop Loss arbeiten…

Aus dem Beispieltrade bzw anhand der Zielzonen kann man erkennen, dass es sich um Swingtrading handelt, was für Investmentbanken typisch ist. Wir bei TradingFreaks und diverse Hedgefonds handeln als klassische Daytrader.

Es sind also diverse Trading Stile im Newstrading möglich.

Typische Fehler im Newstrading

Viele selbsternannte Profis erzählen, dass Newstrading nicht funktioniert und man bloß nicht bei Risikoevents handeln sollte. Wenn man wirklich keine Ahnung hat, was bei so einem Event passiert und welche Marktteilnehmer aktiv sind, sollte man es tatsächlich lassen.

Wenn man jedoch die Infrastruktur und das Verhalten der Teilnehmer einmal verstanden hat, dann ist es ein systematischer Prozess, der uns regelmäßige Gewinne ermöglicht.

Dennoch gibt es auch im Newstrading einige Fehlerquellen, die die Entwicklung bremsen können.

Die typischen Fehler sind:

  • Nachrichten oder Datensätze sind nicht marktrelevant
  • Event ist schon eingepreist – Buy the rumor, sell the facts
  • Zeitliche Perspektive passt nicht (Swingtrading Idee als Daytrade ausgeführt)

Alle genannten Fehler lassen sich durch Fachwissen und Übung minimieren. Eine Protokollierung der Trades und Gedanken in Form eines Trading Journals hilft dabei enorm.

 

In welchen Märkten funktioniert Newstrading?

Nachdem du bereits weißt, dass im Newstrading viel Wert auf fundamentale Aspekte gelegt wird, schauen wir uns nun an, wie es in der Praxis umgesetzt wird.

Wir können diesen Handelsansatz sowohl im Aktien-, Rohstoff- als auch im Forexmarkt umsetzen. Theoretisch geht es auch in allen anderen Märkte. Doch besonders sensibel reagieren Einzelaktien, Rohstoffe und Forexpaare. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf den Forexhandel, denn dort bin ich „zuhause“ und Retail Trader können hier mit kleinem Startkapital beginnen.

Die wesentlichen Merkmale des Forextradings sind:

1.) Liquidester Markt der Welt

2.) Von Montag bis Freitag 24/5 geöffnet.

Als Trader ist es deine/unsere Aufgabe, in einem Markt mit einer erprobten Strategie die richtigen Setups zu finden.

Das bedeutet, wir benötigen eine Art „Checkliste“, die uns zeigt, wann gehandelt wird und wann nicht.

Wir sprechen gerne von „5-Sterne-Setups“. Diese Setups erfüllen alle Kriterien der Trading Strategie und bringen langfristig die meisten Gewinner.

Nur wenn du weißt, wie ein 5-Sterne-Setup aussieht, kannst du danach suchen und diszipliniert darauf warten.

In Summe ergibt sich dann ein Strategienportfolio aus diversen Setups, nach denen wir täglich Ausschau halten.

Ein Setup nach dem Motto „Newstrading für Einsteiger“ ist das sogenannten Wirtschaftsdaten-Setup. Es gibt bestimmte Wirtschaftsdaten, die bei Veröffentlichung die jeweilige Währung stark bewegen können.

In der Regel sind es die Datensätze, die auch für die Ziele der Zentralbanken wichtig sind. Dazu gehören insbesondere Verbraucherpreisdaten (Inflation), Bruttoinlandsprodukt (Wachstum) und Arbeitsmarktdaten.

Wie kommst du nun an die Termine und die Ergebnisse dieser Daten?

Ganz einfach. Mit einem Wirtschaftskalender von investing.com, forexfactory.com und Co.

Somit kannst du dich gezielt auf die Events einstellen und vorbereiten, was insbesondere für Berufstätige interessant ist.

 

Wie können Berufstätige die Newstrading Strategie handeln?

Als Trader ist es deine Aufgabe, zu dir passende UND erprobte Setups zu finden. Diese Setups sind nichts anderes als dein persönliches Regelwerk für jeden Tag.

Ich persönlich habe ein Strategien-Portfolio aus 3 Setups (Teilstrategien):

  • Wirtschaftsdaten und Zinsentscheide
  • Marktrelevante News mit Momentum
  • Trendlinien-Scalps (Positionierung der Big-Boys)

Wenn die Kriterien für einen Trade erfüllt sind, wird gehandelt. Ansonsten eben nicht.

Und nach diesem Muster können Berufstätige ebenfalls vorgehen.

Berufstätige haben in der Regel wenig Zeit… Ok, geht uns allen so;)

Um einen Einstieg ins Newstrading zu finden, solltest du dir einmal das Wirtschaftsdaten-Setup anschauen.

Das besondere am Wirtschaftsdaten-Setup ist, dass es mit 20-30 Minuten am Tag erfolgreich umgesetzt werden kann. Zudem wissen wir schon ziemlich genau, wann es sich lohnt, am Bildschirm zu sitzen. Das wiederum spart sehr viel Zeit, die man wiederum sinnvoller einsetzen kann.

 

So gehst du vor:

Nimm dir Sonntags oder Montags einen Wirtschaftskalender zur Hand und „screene“ die kommende Handelswoche nach marktrelevanten Events. Wenn du das gemacht hast, weißt du bereits, wann es sich in den kommenden Tagen lohnt, am Bildschirm zu sitzen.

Achte in den Kalender auf die Filterfunktion. Dort kannst du bestimmte Länder, deren Währungen du handeln willst, selektieren und ebenso die richtige Zeitzone einstellen.

Wirtschaftskalender

Quelle: forexfactory.com

Wenn dann eines der selektierten Events ansteht, kannst du dich 10-15 Minuten vorher ans Trading Desk begeben und anhand von Chartanalyse die relevanten Kurszonen ausfindig machen.

In der Regel sind das die markanten Unterstützungs- und Widerstandslevel in höheren Zeiteinheiten.

Aber, um es nochmal klar zu machen. Ob es ein 5-Sterne-Setup ist und wir eine Berechtigung für einen Trade haben, entscheiden die fundamentalen Parameter, nicht der Chart!

Das heißt, wir warten das Event konsequent ab, analysieren das Ergebnis, analysieren die Kursreaktion und entscheiden dann, ob wir einen Trade machen.

Im nachfolgenden Beispiel siehst du einmal die Kursreaktion im USDSEK mit Veröffentlichung der schwedischen BIP Daten.

Newstrading chart

Gibt es immer diese Kursreaktion?

Nein. Wir achten auf „Überraschungen“, die der Markt so nicht erwartet hat. Das heißt wir setzen das Ergebnis ins Verhältnis zur Analystenprognose („Forecast“).

Alles was wir wollen, ist Momentum als „Katalysator“ für einen Trade-Einstieg.

Im obigen Bild ist das der Fall. Als Berufstätiger kannst du das Event direkt handeln, wenn es deine Zeit erlaubt. Das heißt du positionierst dich in den ersten Minuten nach Veröffentlichung.

Ebenso kannst du in einer späteren Session schauen, ob der Kurs bereits eine  Korrektur eingeleitet hat und dann anhand von markanten Widerstandszonen einen Einstieg in Trendrichtung finden.

Es gibt hier viele verschiedene Handelsansätze, doch das wichtigste ist, dass du einen Stil findest, der zu dir passt.

Wir können Newstrading sowohl als Scalper, Daytrader und Swingtrader anwenden.

Da wir jeden Trade sofort nach Eröffnung mit Stop Loss und Take Profit versehen, müssen wir auch nicht die ganze Zeit vor dem Bildschirm kleben.

Warum auch?

Unsere Aufgabe als Trader besteht nicht darin, jedes Kursgezappel zu verfolgen, sondern zu analysieren und recherchieren, um laufend neue Trade Ideen zu generieren.

DAS ist die Aufgabe eine Traders!

 

Wie findet man tägliche saubere Newstrading Setups?

Denke immer daran, dass wir im Trading nicht von der Quantität der Trades leben, sondern von der Qualität.

Klar ist aber auch, je mehr Recherche wir betreiben, desto eher finden wir saubere Setups im Rahmen der Newstrading Strategie.

Wie betreiben wir diese Recherche?

Wir arbeiten täglich mit „Newsfeeds“ und Wirtschaftskalendern. Aus diesen Tools ziehen wir uns die relevanten Informationen, um Trade Ideen zu bilden.

Eine sehr gute und kostenlose Quelle, die ich dir wärmstens empfehlen kann, ist forexlive.com.

Hier findest du wichtige, makroökonomische Informationen, die dir täglich helfen, das Sentiment in einer Währung zu bestimmen. Ebenso werden Wirtschaftsdatenveröffentlichungen in sekundenschnelle bereitgestellt.

Neben Forexlive gibt es weitere, kostenlose Nachrichten-Quellen, die wir täglich „anzapfen“.

Ja, wir arbeiten auch mit kostenpflichtigen Tools wie ransquawk.com, doch das ist kein Muss für einen Anfänger, der gerade erst mit dem Newstrading startet.

 

Wie schnell kannst du Newstrader werden?

Jeder, der ein Konto bei einem Broker eröffnet und loslegt, darf sich Trader nennen. Leider.

Aber bis zum erfolgreichen Trader, egal ob im Newstrading oder einem anderen Handelsansatz, ist es ein langer Weg.

Man wird im Trading NICHT schnell reich. Es ist erstmal ein Studium und dann ggf. ein Beruf.

Wer die Motivation mitbringt, neben dem Hauptjob und der Familie, ein Studium im Börsenhandel zu absolvieren, was gut und gerne 1-2 Jahre dauern kann, bringt schon mal eine vernünftige Perspektive mit.

Wer nun tiefer ins Newstrading einsteigen und die Strategie selbst handeln möchte, sollte sich für unser Newstrading Webinar anmelden. Es ist kostenlos:

https://tradingfreaks.com/trader-training-lp

Jetzt Newstrading Webinar ansehen

 

Wer darüberhinaus spezielle Fragen zu unserer Ausbildung hat, darf sich gerne hier für ein unverbindliches Strategie-Telefonat anmelden:

https://tradingfreaks.com/strategie-telefonat

Anfragen per Email kannst du gerne an team@tradingfreaks.com senden.

 

Fazit:

Viele Trader scheitern, weil sie keine erprobte Strategie haben.

Newstrading ist ein „Global-Makro“ Ansatz, der von vielen Hedgefonds und Investmentbanken gehandelt wird.

Als privater Trader kannst du ihn ebenfalls lernen und handeln.

Wenn du weißt, welchen Einfluss die Zentralbanken mit ihrer Zinspolitik auf die Währungskurse haben und welche Datensätze marktrelevant sind, dann kannst du saubere Trading Setups aufbauen.

Mehrmals wöchentlich ergeben sich für uns gute Chancen und viele davon sind mittels Wirtschaftskalender planbar, weshalb diese Trading Strategie auch für Berufstätige sehr interessant ist.

Nutze den o.g. Link für ein Strategie-Telefonat oder das Webinar, um diesen Ansatz besser zu verstehen und erlernen zu können.

Gute Erkenntnisse!

Tim

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